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Geschrieben von Sternenfee2011 am 28.02.2011, 8:12 Uhr

Förderschule? Mache ich das richtige???

Hallo,

ich bin Mutter eines 4 1/2 jährigen und 5 1/2 Jährigen Sohn.

Beide Kinder sind Entwicklungsverzögert. mein Großer Sohn geht auf einen Förderkindergarten.

Dort wurde jetzt ein IQ Test gemacht (96er IQ also klasse wenn man denkt das 100 Durchschnitt ist) und uns wurde aber geraten ihn trotzdem auf eine Förderschule zu tun weil er einfach länger braucht was zu verstehen und immer einen braucht der noch mal erklärt was zu tun ist.

Jetzt meinte meine Mutter mit Vorwürfe zu machen warum ich meinem Kind mit fast 6 Jahren schon das leben verbaue und ihn nicht erst mal auf eine Grundschule schicke!

Mich verunsichert das alles total und ich weis einfach nicht was ich machen soll ob ich das richtige mache!

Mein Mann meint nur wir machen das was empfohlen wird!

Was macht ihr dazu?????

Lg Sternenfee

 
21 Antworten:

Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von dhana am 28.02.2011, 8:49 Uhr

Hallo,

so ein Quatsch, mit der Förderschule verbaust du ihm gar nix - im Gegenteil, damit ermöglichst du ihm erst den Start, den er braucht.

Wie wird der Unterricht an der Förderschule denn sein?
Bei uns ist das 1. Schuljahr auf 2 Jahre verteilt, danach wird geschaut, wer packt den normalen Schulstoff, wer braucht länger.
Dann gibt es eine Klasse, die den normalen Stoff der Grundschule macht, Ziel ist dabei auch immer, die Kinder zurück an die Regelgrundschule zu führen. Auch in Übertritt an Realschule oder Gymnasium sind von da auch normal möglich.

Also einfach ein langsamerer Einstieg, durch die sehr kleinen Klassen und speziell ausgebildeten Lehrer ist es sehr indiviueller Förderplan für jedes Kind möglich - eigentlich ein Traum, das für jedes Kind toll wäre.

Und super für das Selbstbewustsein! - Den Kindern wird wirklich bewustgemacht, was sie alles tolles können, wo sie ihre stärken haben....

Mein Sohn war leider nur in der SBE (Schulvorbereitenden Einrichtung) und hat dann keinen Platz bekommen für die Schule (die Plätze sind begrenzt). Die ersten 2 Jahre Grundschule waren nicht so toll, der Absturz kam dann mitte der 2. Klasse mit den Noten.
Seit der 3. Klasse bekommt er 3 Förderstunden zusätzlich - es kommt extra der mobile Dienst der Förderschule, langsam steigt sein selbstbewustsein wieder und er geht überhaupt wieder an Aufgaben ran. Und wir haben psychologische Unterstützung....
Wie gern hätte ich ihm da den Weg über die Förderschule gehen lassen - das eine Jahr SBE tat ihm so gut, damals hatte ich so ein glückliches Kind, das gern in die "Schule" ging.
Ich finds mehr als Schade, das die Plätze an der Förderschule immer weiter zurückgebaut werden - ein normaler Grundschullehrer ist mit einer gezielten Förderung einfach überfordert - er muss ja noch 25 anderen Kindern gerecht werden.

Wenn ihr die Chance habt, einen Platz in der Förderschule zu bekommen - ist das doch wirklich eine Chance!

LG Dhana

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von Sternenfee2011 am 28.02.2011, 9:01 Uhr

Wir haben 2 Möglichkeiten in die normale schule mit Betreuung von 3 bis 4 Stunden die Woche oder Förderschule.

Hier werden 28 Kinder in einer Klasse erwartet!

In der Förderschule sind so wenig Kinder das die 1. und 2. klasse zusammen ist und wie du schon schriebst das das 1. Schuljahr auf 2 Jahre verteilt wird!

Einen Platz bekommen wir es muss nur noch das Schulamt zustimmen laut Schule!

Hier können die Kinder bis zur 10ten klasse (wohl Hauptschul Förderabschluss) gehen aber ziel ist es wie du schon meinst meinen kleinen so weit zu bekommen das er auf die normale wechseln kann!

Lg Sternenfee

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von Suka73 am 28.02.2011, 9:05 Uhr

Wir standen ja auch vor der "Wahl"
Grundschule, Förderschule oder Grundschule mit Integrationsklasse. Der Unterschied ist der, dass in der Förderschule der Lernstoff langsamer und in kleineren Klassen durchgeführt wird, Grundschule und GS mit Integrationsklasse den gleichen Stoff haben, aber in der I-Klasse an zwei Tagen noch eine zweite Lehrerin dabei ist.

Grundschule fiel aus. Mein Sohn hat ADHS und man traute es ihm nicht zu, in so einer Klasse klarzukommen. Damit hatte man nicht ganz unrecht, nur anders wirds jetzt nach unserem Umzug auch nicht.

Aktuell ist er in einer I-Klasse - und langweilt sich. Dazu muss man aber sagen, dass der IQ von meinem Sohn weit über 100 liegt und er sich trotz keiner Medikamentengabe eben dafür recht gut konzentriert und mitkommt.

Ein Kind auf eine Förderschule zu stecken heißt nicht automatisch, ihm sein Leben zu verbauen, wie dhana schon schrieb. Du hast ja immer noch die Möglichkeit zu wechseln. Davon abgesehen kann es auch immer noch sein, dass das Kind im nächsten Schuljahr auf einmal einen Satz macht...

Der Sohn meiner Bekannten geht auf die FS und auch hier wird der SToff auf zwei Jahre verteilt. Der andere Sohn meiner Freundin war ebenfalls auf einer FS und geht heute aufs Gymnasium.

Der Vorteil hier ist, dass das Kind mit dem Bus zur Schule gefahren wird, jedenfalls ist das bei uns so. Du kannst also auch auf Schulen ausweichen, die nicht in Eurem Sprengel liegen.

ALLERDINGS, und das ist mein contra, wenn Dein Kind "nur" lernverzögert ist, weiß ich tatsächlich nicht, ob man es nicht eher mit einem anderen Schulsystem (Montessori?) versucht. In der Klasse des Jungen, den ich jetzt kenne, ist so ziemlich alles. Das soll jetzt nicht böse klingen, aber Dein Kind ist dann umgeben von ebenfalls lernverzögerten Kindern wie auch von autistischen, Kindern mit Asperger oder stark verhaltensauffälligen Kindern. Das ist auch das Problem des Jungen. Er ist autistisch aber sonst superfit im Kopf - in der Klasse sind aber eben auch Kinder, die aufspringen und sinnlos auf andere Schüler einprügeln. Ich will Dir da keine Angst machen, aber DAS wäre für mich persönlich eben ein Grund gegen die Förderschule.

LG Sue

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von Birgit67 am 28.02.2011, 9:16 Uhr

schau Dir beide Schulen an und entscheide dann nach Herz und Verstand.

Kinder sind grausam - vor allem in der Grundschule gegenüber denen die langsamer sind als die anderen - und es herrscht Leistungsdruck ab der 3. Klasse denn an vielen Grundschulen sind die die Looser die nicht aufs Gymnasium gehen - hatte mein Sohn extrem zu leiden weil er "nur" auf die Realschule geht und nicht aufs Gym gegangen ist trotz seiner Empfehlung.

wenn er langsam ist und entwicklungsverzögert hilft auch Montessorischulen nicht alleine - denn auch diese GS sind "normale" Schulen die ihren Stoff durchbringen müssen - da hilft alles Montessori nicht.

Förderschulen können den Weg ebnen - denn manche sind einfach Spätstarter und es spricht ja nichts dagegen, Deinen Sohn es so angehen zu lassen dass er zutrauen zu sich findet - was nicht heist dass er z.B. dann in der 3. Klasse in eine"normale" GS wechselt insofern alle das dann wollen.

Mein Kleiner will z.B. auf keinen Fall aufs Gym wechseln auch wenn er jetzt einen super Schnitt von 1,9 hat.

Lass Dich nicht verunsichern- oft sehen andere Dein Kind in manchen bereichen besser als Du - denn das Mutterauge verwischt doch gerne - merke ich bei mir selber auch wenn ich meine dass ich das alles immer unvoreingenommen sehe - ist aber nicht so.

Die Empfehlung der Lehrerin mein Kind trotz Gymempfehlung auf die Realschule zu geben war richtig - ihm gefällt es super er lernt sehr leicht ist voll integriert und geht sehr sehr gerne zur Schule - manchmal ist es besser man hört auf andere.

Gruß Birgit

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von geiz_ist_geil am 28.02.2011, 10:00 Uhr

Ich denke auch dass man mit Förderschule nicht gleich das Leben verbaut, aber dabei kommt es einfach auch auf die Schule an. Hier bei uns würde ich mein Kind niemals auf die Förderschule geben, auf dieser Förderschule sind hauptsächlich Kinder die keine andere Schule mehr haben will, die prügeln, die stehlen und was es sonst noch so an negativen gibt.

Eine Arbeitskollegin hat ihr Kind an der normalen Grundschule in eine I-Klasse gegeben und ist damit super zufrieden. Ihr Sohn hat seinen langsamen Start auch bereits gut ausgeglichen und wird wohl nur noch die 2. Klasse in der I-Klasse machen und dann in eine andere 3. Klasse wechseln.

Schau dir die Schulen an und beobachte vor allem die Kinder dort, das Pausengeschehen auf dem Schulhof oder wie es nach Schulschluss aussieht geben dazu mehr Informationen als Lehrer oder Direktor der Schule. Denn das Konzept der Schule kann nur funktionieren wenn das Umfeld mitspielt.

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ach übrigens

Antwort von Suka73 am 28.02.2011, 10:43 Uhr

von den fünf I-Kindern in der Klasse meines Sohnes ist ebenfalls ein Kind, das lernverzögert arbeitet.. und kommt soweit gut mit. Also vielleicht wäre eine I-KLasse für Euch auch wirklich das Beste.

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von larissa am 28.02.2011, 11:46 Uhr

Liebe Sternfee,

ich muss meinen Vorrednerinnen widersprechen.
Nirgendwo sonst in Europa gehen so viele Kinder in Förderschulen wie in Deutschland. Hierzulande ist das ein Auffangbecken für alle möglichen Kinder, angefangen bei ADHS, Wahrnehmungsstörungen, Kinder die Deutsch nicht als Muttersprache haben und alle möglichen anderen Kinder, die irgendwie aus dem Raster fallen. Das Niveau in Förderschulen deutlich niedriger als in Regelschule. Natürlich gibt es Kinder, die den Weg zurück in die Regelschule schaffen, aber es ist nicht leicht.

Dabei ist es gerade für leistungsschwächere Kinder wichtig mit leistungsstärkeren zusammen unterrichtet zu werden. Deswegen gibt es ab und an auch Inklusivschulen, in denen alle Kinder zusammen unterrichtet werden.
Falls es so eine Schule bei euch gibt, würde ich die eindeutig bevorzugen. Oder eine Montessori-Schule!
Abgesehen davon könntest du deinen Sohn ja auch noch ein Jahr zurückstellen lassen. In 1 1/2 Jahren kann sich viel verändern.

Larissa

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von larissa am 28.02.2011, 11:48 Uhr

Ach ja, das mit dem IQ ist in dem Alter sehr schwer zu beurteilen. Vielleicht braucht er auch einfach nur ein wenig länger bis er so weit ist.

Wenn es mein Kind wäre, würde ich entweder noch ein Jahr warten oder ihm eine Schule mit kleinen Klassen und einer behüteten Umgebung suchen.

Larissa

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@larissa

Antwort von Pebbie am 28.02.2011, 12:07 Uhr

Sorry, aber was Du über Förderschulen schreibst kannst du nicht pauschalieren.
An unserer Schule werden bis zum 4. Schuljahr über 80% der Kinder in die Regelschule zurück geschult. Es wird nach dem Regelschulplan unterrichtet.

Gruss
Ute

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.....

Antwort von Saarlandmami am 28.02.2011, 12:34 Uhr

.... Du musst aber auch bedenken, das bei den Förderstunden gerne mal gekürzt wird in der Regelschule. IN der Förderschule ist Unterricht garantiert mit ausgebildeten Lehrkräften.

Und ja........ Ich würde mir alle Optionen anschauen, den Experten schlaue Fragen stellen und dann das beste für mein Kind herausholen. Und wenn es die Förderschule ist, ist es gut. Lass deine Mutter reden. Sie weiss es nicht besser.

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@larissa

Antwort von Suki am 28.02.2011, 13:30 Uhr

ich unterschreibe bei dir. genauso, wie du es schreibst, bekomme auch ich förderschulen beschrieben und zwar von zwei förderschul-pädagogen in meiner familie.
ich würde es auch mit einer montessorischule versuchen oder mein kind auf eine privatschule schicken, wenn es finanziell machbar ist.
ich weiß nicht, wie es in anderen bundelländern ist, in sachsen-anhalt werden die 1.klassen an sonderschulen/fördeschulen ab dieses jahr abegeschafft. es werden alle kinder in normalen grundschulen eingeschult. ab der 2.klasse wir gesplittet.

lg suki

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wenn es denn funktioniert...

Antwort von dhana am 28.02.2011, 14:10 Uhr

Hallo,

wenn es funktioniert mit Inkulsivschulen, kann das eine tolle Möglichkeit sein - aber wie sieht die Realität aus?

Da schult man ein Kind mit Sonderpädagogischen Förderbedarf ein - Förderschule sagt Kind ist zu "gut" soll auf die Regelschule gehen. Bei der Regelschule gibt es hier keine freie Schulwahl, sondern die Sprengelschule.

Und das werden Kind und Eltern alleine gelassen - wirklich so nach dem Motto friss oder stirb.
Der Lehrer der 1./2. Klasse hat uns nur abgewimmelt - hat mich als hysterische Mutter hingestellt, Förderbedarf, der ja schon bei Einschulung klar war wurde einfach ignoriert. Mitte der 2. Klasse meinte mein Kind dann zu mir, warum lebe ich eigentlich, ich bin ja eh dumm!
Von Klassenkameraden ausgelacht, vom Lehrer dumm angemacht, weil er ja nicht mal richtig abschreiben kann...

Dann waren es wir Eltern, die reagiert haben, die Druck gemacht haben, die die Kinderpsychiatrie eingeschaltet haben.
Unser Sohn steht inzwischen seit fast 2 Jahren in 2 privaten Montessorischulen auf der Warteliste - eine davon wäre sogar Integrativ... die nehmen uns aber nicht, wir sind aus dem falschen Landkreis...

Legasthenie ist inzwischen diagnostiziert, mein Sohn bekommt 3 Förderstunden in der Woche - auf dem Papier.
Realität sieht so aus, das er in der einen Förderstunde in den Computerraum gesetzt wird - alleine - und da Computerspielen darf, in der anderen Förderstunde hat ihm ein Lehrer ein Gedicht zum abschreiben hingelegt ...

.. inzwischen sind wir wieder am kämpfen, habe die Psycholgin eingeschalten, versuchen einen runden Tisch zu bekommen...

Wenn da nicht die Eltern ständig Druck machen, fallen die Kinder einfach hinten runter... es intressiert niemand...
Dagegen war das Jahr an der Förderschule einfach toll - da gab es schon mal einen individuellen Förderplan für jedes Kind. Zusammenarbeit wenn die Eltern mitmachten wurde so gern gesehen, die haben sich wirklich gefreut wenn Eltern intresse zeigen und mitmachen. Der Elternbeirat damals war so klasse... der Zusammenhalt an der Schule.. super.
Klar haben die auch Problemkinder - aber wenn man dort auf dem Pausehof war, war das deutlich ruhiger, gesitteter als an einer "normalen" Grundschule - vielleeicht auch, weil die Lehrer da mit ihren Schülern Pause machten? weil es mehr Regeln gibt? weil sich nach der Bewegungspause die ganze Klasse gemeinsam hinsetzt zum Essen und Trinken?...

In Bayern sollen auch die Förderschulen abgeschafft/reduziert werden - aber im Prinzip ist das nur eine Sparmaßnahme - davon haben die Kinder nun wirklich nix - und dort wo die Eltern nicht dahinter sind/nicht dahinter sein können werden die Kinder einfach hinten runter fallen..

Lg Dhana

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von Isabell01 am 28.02.2011, 14:23 Uhr

Hallo,

also ich denke zwar auch, dass der Start in einer Förderschule sicherlich einfacher für Deinen Sohn werden würde, jedoch denke ich auch, dass es SEHR schwer sein wird, von einer Förderschule wieder in eine "normale" Schule zu wechseln, als umgekehrt.

Bei uns an der Grundschule wird ein sogenannter gemeinsamer Unterricht angeboten. Hier sind zusätzliche pädag. Fachkräfte mit im Unterricht und helfen diesen Kindern gezielt und arbeiten eng mit den Klassenlehrern zusammen. In diesen Klassen sind i.d.R. 2-4 Kinder, die diese Förderung erhalten, der Rest sind "normale" Grundschüler.
Der Leistungsstand dieser Kinder wird auch noch mal anders bewertet. Bevor ich mein Kind - bevor es wirklich zeigen konnte, ob es wirklich viel langsamer lernt, als andere Kinder - in eine Förderschule stecken würde, würde ich definitiv erst mal diesen Weg gehen.
Wenn es dann dennoch nicht klappt, dann ist es eben so und man muss halt den anderen Weg gehen, aber dann habt Ihr es immerhin versucht.

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von perelin18 am 28.02.2011, 15:25 Uhr

Bei uns ist es ähnlich - meine Tochter besucht als "Nicht-Förderkind" eine Integrationsklasse - das ist super. Es gibt 5 Förderkinder, eine super individuelle Förderung (für alle) + gut ausgebildete Lehrer. Dazu eine tolle Klassengemeinschaft + viel Eltern/Lehrer-Kontakt.
Wenn es so etwas in eurer Nähe gibt, wäre das doch ideal.

Ansonsten: es stimmt, der Weg "nach oben" (blöd ausgedrückt) ist nicht einfach - andererseits hat man eben eine viel bessere Förderung + weniger Frustration, wenn man halt mal länger braucht (mein Neffe ist z.B nach einem Jahr quälender Grundschule in der neuen Förderschule unglaublich aufgeblüht)
Wie das in einer "normalen" Grundschule aussieht, ist leider unglaublich vom Lehrer abhängig - manche wollen + können Rücksicht + Zeit nehmen, andere nicht. Ich würde da auf jeden Fall mal anfragen.
Ansonsten: ganz ehrlich meine Meinung? Ich würde es - sofern Du einen guten Eindruck hast - erst mal mit der Grundschule probieren (einfach nur, weil eben das anpassen "andersherum" viel schwieriger ist);
für eine Förderschule müßte man sich aber in keinster Weise schämen!

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Viele, viele Alternativen

Antwort von momworking am 28.02.2011, 18:50 Uhr

Hallo.
Einige Alternativen sind ja schon genannt worden.

Dein Sohn ist erst 5 1/2 Jahre. Wäre es eine Möglichkeit ihn noch ein Jahr im KiGa zu lassen? Wenn er erst im Sommer 6 Jahre alt wird, ist er ohnehin ein sehr junges Muss-Kind. Vielleicht steht zu erwarten, dass er sich in einem Jahr noch "rappelt"?

Gibt es bei euch vielleicht sogenannte "Vorklassen" (die heißen überall anders). In Hessen ist das so definiert, dass Kinder die zwar schulpflichtig aber noch nicht schulreif sind, in einer MINIklasse eingeschult werden und dort ein Jahr Zeit haben, um "fit" zu werden. Der Unterricht findet in den Räumen der Regelgrundschule statt und das Kind ist offiziell eingeschult.

Was für eine Förderschule kommt in Frage? Viele Förderschulen sind gemischt, z.B. Erziehungshilfe und Lernhilfe zusammen. Da würde ich mich ganz genau erkundigen, wie das an der für euch zuständigen Förderschule organisiert ist.

Und dann löchere die zuständigen Beratungslehrer. Welcher sonderpädagogische Förderbedarf wurde festgestellt? Wann? Was sind die Ziele der Förderung? Wie sieht der Förderplan aus?

Ich wünsche euch eine gute Entscheidung,
Annette

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von Rosenresli am 28.02.2011, 20:15 Uhr

Wir standen vor 1 Jahr vor der gleichen Entscheidung. Unser Sohn (auch grenzwertiger IQ) hat auch eine Förderschulempfehlung bekommen. Diagnose-Förderschulen heißen die bei uns in Bayern. Wir haben uns die Schule in unserer Nähe angeschaut und waren entsetzt. Sehr viele Kinder mit ADHS die sich prügelten oder Kinder die kaum deutsch konnten. Unser Sohn war sehr verängstigt und wollte auf keinen Fall auf diese Schule. Wir haben uns für die Montessori-Schule entschieden. Er fühlt sich dort sehr wohl. Es kann auf die schwächeren Kinder wesentlich besser eingegangen werden.
Ich würde mir die Förderschule anschauen und dann entscheiden.

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von mycofie am 01.03.2011, 13:27 Uhr

Wir haben einen längeren Weg hinter uns uns sind auf der Sprachheilschule sehr froh.

Mein Sohn wurde mit 6 auf die normale Grundschule eingeschult und kam dort schon in den ersten Wochen nicht zurecht. Zu den Herbstferien ist er in eine Vorklasse, die es in Hessen gibt und die für Kinder sind, die zwar schulpflichtig sind aber nicht schulreif. Dort war eine tolle Lehrerin und es waren 15 Schüler. Das hat ihm gut getan.

Aber auch da hatte die Lehrerin wie auch ich Bauchschmerzen, ihn wieder in die normale Grundschule zu schicken. Er hat eine Wahrnehmungsstörung. Er hat bei dem Lärm in der normalen Klassen noch nicht mal die Hälfte verstanden. Er ist auch sehr langsam.

Jetzt in der Sprachheilschule, wo 9 Kinder sind und die Lehrerin und noch 1 I-Kind, weshalb noch eine weitere Kraft im Unterricht anwesend ist, kommt er sehr gut mit. Sie machen den gleichen Stoff wie die Grundschulen, nur lesen und schreiben etwas langsamer. 75 % der Kinder werden bis zum Ende der 4. Klasse an die normalen Schulen rückgeschult.

Ich bin wirklich sehr froh, dass wir jetzt die richtige Schule gefunden haben. Egal was andere sagen, mein Kind kommt endlich mit und lernt was. Ist nicht nur frustriert und versteht die Hälfte oder mehr nicht. Und ich bin guten Mutes dass er vielleicht zur 5. Klasse oder bis dahin auch 7. Klasse auf eine Realschule gehen kann. Bei einem Hauptschulabschluss würde ich ihn lieber auf der Sprachheilschule lassen.

Bei uns wird übrigens nicht geprügelt und ich finde, es geht harmonischer zu als an der normalen Grundschule. Hängt auch schon mit der Menge der Kinder zusammen.

Also wenn es eine Vorklasse (nicht Vorschule) gibt, würde ich diesen Weg wählen.

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von Sonnenkäferchen am 01.03.2011, 20:45 Uhr

Hallo,

bei uns in Niedersachsen gibt es seit diesem Jahr keine Förderschulen mehr, die Kinder werden in den normalen Grundschulklassen mit unterrichtet.
Auf 25 Kinder bei meiner Tochter kommen 2 Kinder mit Förderbedarf, die haben 2-3 Mal in der Woche Extra- Stunden.

Ein IQ von 96 ist überhaupt nicht grenzwertig, wer behauptet so etwas?

Ich würde wegen des Alters (Kind wird im Sommer 6?) auch dazu tendieren, ihn erst im nächsten Jahr einzuschulen. Alternativ gibt es bei uns an der Waldorfschule eine sog. "Waldklasse", damit erfüllt man die Schulpflicht, fängt aber in der Regelgrundschule nach dem Jahr in Klasse 1 an.

Und ich würde das Kind in der Tat eher auf der normalen Grundschule einschulen (habt ihr vielleicht eine mit offener Eingangsstufe, da kann man den Stoff von Klasse 1 und 2 auch in 3 Jahren machen), der Weg zurück ist einfach schwer. Das sehe ich bei Bekannten. Der Sohn ist auf einer Sprachheilschule, dort Klassenbester. Er hat es 2 Wochen in der normalen GS versucht, keine Chance, er fand keinen Anschluss (bei den Kindern schon, aber vom Stoff nicht).
Obwohl es keine Schule für lernbehinderte Kinder ist, sind die Ansprüche doch niedriger und der Übergang wirklich schwer.

Alles Gute für Euch,
Silke

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Re: Förderschulen in Niedersachsen

Antwort von MamaMalZwei am 02.03.2011, 10:51 Uhr

Hallo, da muss ich widersprechen: Natürlich gibt es in Niedersachsen noch Förderschulen! Das was Du meinst, ist das RIK (regionales Integrationskonzept), das es aber auch nicht überall gibt.
Wegen dummer Bemerkungen der Eltern zum Einschulen in einer Förderschule: Steh drüber!
Ich hatte zwei Kinder da, die mittlerweile auf normale Schulen gehen. Und ich kenne einige Kinder, die aus der Förderung dort sehr gestärkt wurden.
Die haben ihren Hauptschulabschluss gemacht und streben jetzt den Realschulabschluss an, indem sie noch ein Jahr dranhängen.
Meine Tochter ist auf dem Gym und macht in 2 Jahren Abi, der Sohn ist auf der Real und dort einer der Besten. LG

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Erst mal die Talente zum Wachsen bringen

Antwort von Franz Josef Neffe am 02.03.2011, 15:18 Uhr

Wenn Dein Junge 9 Jahre lang, egal auf welcher Schule, mit jeder Aufgabe einübt, dass er zu langsam ist, dann wird er in Langsamsein bald MEISTER sein. Als Ich-kann-Schule-Lehrer wäre das ein Ziel, das ich nie erreichen wollte. Darum würde ich täglich den (noch) langsamen Kräften Deines Jungen entgegenstrahlen und mich darauf freuen, dass sie sich besonders gut entwickeln. Heute achten wir selten, wo wir unsere ENERGIE hinfließen lassen und so stärken wir damit meisten das Problem und nicht die Lösung.
Schlafsuggestion - Beispiele dazu im Coué Brief 9 - ist eine tiefgreifende, sehr effiziente Hilfe:
Wenn Dein Kind schläft, lenkt nichts ab, da wirken Deine guten Worte 100%ig und tief. Achtung, Anerkennung, Bestätigung für die Kräfte, Ausmalen ihres möglichen Erfolges, Vor Augen Führen der guten Entwicklung. Begeisterung dafür. Auftanken und Neuorientieren. All das kannst Du, indem Du die Kräfte, die sich entwickeln sollen ansprichst und sie auf ihren Weg bringst. Jeden Abend ein paar Minuten für ein gutes Gespräch für die tatsächlich zuständigen Kräfte & Talente. Die Wirkung spürst Du bald. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

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Re: Förderschule? Mache ich das richtige???

Antwort von marie74 am 04.03.2011, 10:26 Uhr

Welchen Förderbedarf soll dein Kind denn zugewiesen bekommen, soll es auf die Förderschule Lernen? Die Förderschule Sprache z.B. ist oft sehr gut, die Kinder lernen dort in kleinen Klassen und werden wirklich gefördert. Die Rückschulungsquote an die Regelschulen ist sehr gut. An der Förderschule Lernen sieht das ganz anders aus! Die Klassen sind dort größer, wir hatten an der Schule, wo ich unterrichtet habe auch Klassen mit 21 Kindern. Abgesehen davon, dass der Unterrichtsstoff anschaulicher und langsamer vermittelt wird, erhielten die Kinder keine zusätzliche Förderung. Es gab keinen Förderunterricht, Sprachtherapie, Ergotherapie ... !


Erkundige dich unbedint, wieviele Schüler an der Förderschule wirklich rückgeschult werden! Da gibt es leider Schulen, so wie bei der, an der ich war, wo kaum Kinder rückgeschult werden!!!

Und frag nach, wieviel tatsächlich einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10 an der Förderschule machen. An unserer Schule war es meist ein einziger Schüler pro Jahrgang.

An eurer Stelle würde ich auf jeden Fall versuchen, euer Kind an der Grundschule mit zusätzlichen Förderstunden einschulen zu lassen, falle es sich um die Förderschule Lernen handelt! Es hat nicht den Druck, das gleiche lernen zu müssen wie die anderen, bekommt etwas zusätzliche Förderung durch einen Sonderschullehrer und evtl. könnt ihr nachmittags noch etwas an Förderung machen (durch den Kinderarzt evtl. verordnen lassen - ich weiß ja nicht, worin die Probleme bestehen).

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