1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Kola am 07.04.2004, 21:41 Uhr

Einschulung

Hallo,
unser Sohn wird im September 6 und ist somit "Kann-Kind". Er fühlt sich bei den ständigen Wiederholungen im Stuhlkreis im Kiga gelangweilt, ist interessiert an Themen, die die anderen Kinder nicht nachvollziehen können und die sie nicht interessieren (Vulkane, Geologie und Geographie, Elektrizität...) und wird, wenn er davon erzählt, ausgelacht oder niemand glaubt ihm. Weil er so wild darauf ist, zu lernen, überlegen wir, ihn schon dieses Jahr einzuschulen. Er kann sich stundenlang mit Dingen beschätigen und ist hochkonzentriert, wenn er etwas tut. Wir hatten etwas Bedenken, weil er im Stuhlkreis öfter gestört hat (Langeweile?), und die Erzieherin das als nicht schulfähig interpretiert hat. Jetzt war er einen Tag mit einer Freundin in der Schule, die Lehrerin meinte, es hätte gut geklappt, ihm hat es auch gefallen, er war nur enttäuscht, dass er nicht auch ein Buchstaben Blatt gekriegt hat, weil er ein paar Buchstaben darauf noch nicht kannte und sie gerne gelernt hätte, statt dessen sollte er was ausmalen.
So, das ist jetzt etwas lang geworden, aber ich wollte die Situation einigermaßen genau schildern, vielleicht könnt ihr mir ja eure Meinung dazu sagen? Oder war jemand auch in der Situation und hat sich für/gegen die Einschulung entschieden und wie hat es dann geklappt?
Ich dachte bis vor kurzem, ich hätte mich ganz locker für noch ein Jahr "Freiheit" für ihn entschieden, aber im Moment sind wir wieder ganz durcheinander...

 
13 Antworten:

Re: Einschulung

Antwort von Biene am 07.04.2004, 22:11 Uhr

ich würde ihn einschulen, denn noch ein Jahr Langeweile ist zuviel.
Der Kleine meiner Freundin schimpft auch nur über den Kiga, weil er da ständig ausgebremst wird.
Was sagt denn dein Sohn überhaupt dazu?

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Re: Einschulung

Antwort von Kola am 07.04.2004, 22:20 Uhr

...er würde lieber in die Schule gehen, sieht aber auch, dass er dann nicht mehr so viel Freizeit hat...

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Re: Einschulung

Antwort von Biene am 07.04.2004, 22:23 Uhr

Freizeit hat er fast genauso. Denn eigentlich sollten die Hausaufgaben nicht länger als 30 Min sein.

Und wenn es ihm da soviel besser gefällt wie im Kiga, dann ists es ihm auch wert!

LG

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Re: Einschulung

Antwort von Kola am 07.04.2004, 22:34 Uhr

Hallo Biene,
das mit den Hausaufgaben ist wohl wahr, aber er hat ja eigentlich noch nicht viel von der Schule gesehen... dazu müsste er mal eine ganze Woche mitgehen, und das wird die Lehrerin wohl kaum befürworten... ich habe ein bisschen Angst, dass er durch die täglichen Pflichten überfordert sein könnte, ist ja auch anstrengend, 5 bis 6 Stunden Schule (wegen des Lernstoffs habe ich keine Bedenken...)... ich meine, er kann dann nicht mehr sagen, heute habe ich keine Lust, ich bleib lieber zu Hause!

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Re: Einschulung

Antwort von Biene am 07.04.2004, 22:37 Uhr

Unsere hatten in er alten Schule nur 4 bis 5 Stunden. Und halt die beiden Pausen zwischendurch.
Und manche Schulen lassen die 'Neuen' zumindest einen ganzen Tag 'schnuppern'. Manche sogar ne Woche, aber das kommt auf die Schule an. Frag da einfach mal nach.
Gibt ja soviele Arten von Schule.

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Re: Einschulung

Antwort von Kola am 07.04.2004, 22:55 Uhr

Einen Tag war er ja schon da, aber stimmt, ich könnte mal fragen, ob er vielleicht einfach mal länger schnuppern darf, damit er selbst auch besser entscheiden kann (denn wenn er dann doch nicht will, würden wir ja noch ein Jahr warten!).

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scopelliti@web.de

Antwort von marie-therese am 08.04.2004, 10:46 Uhr

Hallo, ich würde ihn auf jeden Fall einschulen. Meiner wird im August 6 und ich habe ihn auf jeden Fall angemeldet. Bei uns (NRW) ist es so, dass die Kann-Kinder nochmal extra geprüft werden, in einem sogenannten Unterrichtsspiel, damit die Lehrer das Verhalten in der Gruppe, Konzentrationsfähigkeit etc. beurteilen können.
Zum Thema "1 Jahr Freiheit" kann ich nur eins sagen: Später wird er Dir dankbar sein, dass Du ihn vorzeitig hast einschulen lassen, denn dann ist er auch 1 Jahr früher mit der Schule fertig! Ausserdem ist etwas Pflichtbewusstsein in dem Alter bestimmt nicht verkehrt. "Mal eben so zu Hause bleiben", weil er keine Lust hat, gibt es bei uns auch im Kindergarten nicht, da ich arbeiten gehe. Inzwischen kann meiner sehr gut damit umgehen.
Ich wünsche Dir, dass Du die für deinen Sohn richtige Entscheidung triffst. Viel Glück

Marie-Therese

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Re: scopelliti@web.de

Antwort von Kola am 08.04.2004, 11:39 Uhr

Hallo Marie-Therese,
über das Jahr, das er früher fertig ist, habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber eher anders herum: Durch die Verkürzung des Gymnasiums auf 8 Jahre (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass er auf´s Gymn. gehen wird... aber weiß man´s...?) wird er gleich zwei Jahre jünger sein, als es "normal" war/ist - ich hab noch mit 19 Abi gemacht, er wird ja dann erst 17 sein, da hat er ja noch mal ´nen Führerschein... ;-) Das klingt jetzt vielleicht etwas sehr weit "vorgedacht", aber ich hab mir schon überlegt, wenn er immer jünger ist, ob das nicht auch ein Nachteil sein könnte...
Mit dem Pflichtbewusstsein hat er übrigens sonst kein Problem, und immer kann er auch nicht zu Hause bleiben, ich arbeite nämlich auch (aber nicht so regelmäßig, bin Freiberuflerin und kann mir da die Zeit ganz gut einteilen...)

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Re: scopelliti@web.de

Antwort von marie-therese am 08.04.2004, 13:07 Uhr

Hallo, das ist wohl das Leid der Mütter. Am Ende ist es wahrscheinlich immer falsch, egal, wie man es macht. Ich glaube aber nicht, dass Dein Sohn umbedingt Schaden nimmt, wenn er immer "der Jüngste" ist. Schulst Du ihn erst nächstes Jahr ein, dann ist er so ziemlich immer der Älteste. Das ist dann auch wieder nicht so prickelnd! Wenn er dann auch noch durch irgendwelche Gründe eine "Ehrenrunde" drehen muss, wäre er sogar teilweise 2 Jahre älter als die anderen. So gesehen, ist es vielleicht6t doch besser mal der Jüngste zu sein. Meine Schwester ist Grundschullehrerin, allerdings in Niedersachsen, mit der führe ich auch ständig solche Gespräche, weil man als Mutter ja nun mal nicht alles total verkehrt machen will. Sie sieht darin auch eher einen Vorteil, wenn - geistige und soziale Schulfähigkeit vorausgesetzt - die Einschulung vorgezogen wird. Gerade bei den Kindern, die gerade soeben Kannkinder sind, ist das ganze sowieso schon schwer genug. Allerdings soll bei uns in NRW das Einschulungsalter sowieso auf 5 Jahre runtergesetzt werden (ich glaube zum Stichtag 31.12., wer bis dahin Geburtstag hat, sollte auch eingeschult werden). Aber erst nächstes Jahr, also muss ich mich dieses Jahr halt da durch kämpfen.

LG Marie-Therese

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Re: scopelliti@web.de

Antwort von Kola am 08.04.2004, 23:40 Uhr

Das finde ich ja interessant, es ist das erste Mal, dass ich höre, dass eine Lehrerin sich positiv über die Jüngeren äußert! In unserem Bekanntenkreis herrscht nämlich unter den Lehrern die einhellige Ansicht, man würde es noch später merken, wenn die Kinder die jüngsten sind, gerade in der Pubertät, und es ergäben sich immer wieder Probleme... (wohl deshalb, weil die Entwicklungsphasen wie "ich-hab-keine-Lust-mehr" früher beginnen durch die etwas älteren Freunde, da muss man ja mitmachen, und später enden, weil die eigene Entwicklung ein bisschen hinterherhinkt...) Das war einer der Gründe, weshalb ich auch so sehr zurückhaltend war mit meiner Idee, meinen Sohn schon in die Schule zu schicken... Aber guck an, es gibt ja auch noch andere Statements dazu!!! Find ich gut.
Bei uns in BaWü wird auch das "Muss-Alter" schrittweise nach hinten versetzt, jedes Jahr einen Monat mehr. Bleibt zu hoffen, dass der Lehrplan entsprechend auch auf die "Kleinen" eingeht, die ja vielleicht noch nicht so weit sind... Ich habe das Gefühl, dass viel nach außen hin eifrig geändert werden soll (hilfe, die PISA-Studie!), aber vieles eben auch noch nicht so durchdacht ist, oder es hängt mal wieder am Geld... Irgendwie schade, in anderen Ländern funktioniert es doch auch!
LG Kola

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Re: Einschulung

Antwort von bine* am 10.04.2004, 9:02 Uhr

Hallo,

wie ist denn Dein Sohn sonst so? Eher aufgeschlossen Gleichaltrigen oder schüchtern?
Wir haben hier im KiGa auch erade einen Fall, der Junge wird im September 6Jahre alt und sollte in die Schule, nur das er sehr schüchtern ist und sich gerne rumkommandieren läßt. Geistig ist er voll fit und die Mutter hatte auch Angst er könne sich langgweilen. Aber die Gruppe die dann gemeinsam Vorschulkinder sind, sind so fit das die Erzieherin sich richtig drauf freut sie zu fördern und zu fordern.
Rede dochmal mit der Erz in deinem KiGa!

Bedenke, in der Schule geht es nicht nur um lernen und stillsitzen können, da geht es auch ums sich behaupten können! Und eine Pause kann lang sein, wenn man verprügelt wird.
Ich tendiere immer dazu dem Kind lieber noch ein jahr Freiheit zu lassen;-) Meine Große war auch sehr wißbegierig, das mußte ich halt daheim auffangen. Wir sind rad gefahren, haben LÜK Kästen gemacht, gebastelt, gemalt, gewandert,.... wir haben das letze Jahr noch mal genossen. Sie gestärkt- seelisch und moralisch! Sie geht jetzt gerne in die Schule, kommt grundsätzlich mit 0Fehlern heim, kann sehr gut lesen.... und kann sich halbwegs behaupten, ein Jahr früher wäre ssie unter gegangen.

lG bine

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Re: Einschulung

Antwort von Kola am 12.04.2004, 10:42 Uhr

Hallo Bine,
schüchtern ist er eigentlich immer am Anfang, muss erst sich erst mal umschauen, um so mehr hat es mich gewundert, dass er an diesem "Probe-Schultag" gleich mit allen Kindern erzählt hat!
Aber ob er sich behaupten kann, ist wirklich die Frage, er wehrt sich nur verbal, und das funktioniert ja leider nicht bei vielen Kindern! (Aber ob er das ein Jahr später kann? Okay, er ist dann etwas größer und vielleicht auch stärker... Am Wochenende hatten wir gerade wieder so ein Erlebnis, er stand vor einem Dino, da kam ein wohl gleichaltriger Junge und sagte: "Geh weg!" und er ging einfach zur Seite!)
Im Kiga wird leider nicht weitergehend gefördert, die arbeiten nach der Waldorfpädagogik und meinen, dass es mit Weben für die Vorschulkids getan ist... Mehr dürfe man angeblich nicht machen... Das ist auch der Grund, warum ich schon überlege, ihn einzuschulen. Wenn der Kiga mehr darauf eingehen würde, hätte ich gar kein Problem. Ich dachte eigentlich auch immer, noch ein Jahr länger ohne Schule ist für ihn besser. Wir versuchen auch schon, zu Hause viel zu machen, diese LÜK-Kästen machen ihm auch Spaß, wir lesen viel und draußen sind wir auch ständig unterwegs.
Nach den ganzen Ferientagen jetzt habe ich auch wieder ganz stark das Gefühl, dass er auch gut noch ein Jahr zu Hause klar kommt, er war so zufrieden mit sich und der Welt, hat meist den ganzen Tag im Garten gespielt und "gearbeitet", hat kein einziges Mal nach seinem Freund oder seiner Freundin verlangt und machte einen sehr ausgeglichenen Eindruck. Bin mal gespannt, wie es morgen im Kiga weitergeht...
Danke für deine Nachricht und
LG Kola

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Re: scopelliti@web.de

Antwort von marit am 15.04.2004, 9:23 Uhr

Naja, er könnte mit 17 fertig sein, er könnte aber auch prima vielleicht ein Auslandsjahr machen, oder wenns Probleme gibt auch mal sitzenbleiben, ohne daß er dadurch gleich in ein problemeatisches Alter kommt. In meiner Abiturklasse waren auch Leute mit 22 (ein Jahr USA, ein Jahr Abizulassung nicht geschafft und wiederholt und erst mit 7 eingeschult). Wenn dann noch die Zivildienstzeit hintangehängt wurde, konnten die mit dem Studium erst anfangen, wenn Studenten in anderen Ländern schon fertig sind.

Wenn du schon soweit vorausdenkst (*zwinker*)solltest du so etwas vielleicht auch mitbedenken.

Wenn dein Kleiner vielleicht nicht jetzt, aber dann mit 14, 15 mal Probleme hat, weil ihm vorübergehend anderes wichtiger wird, ist es vielleicht sinnvoller DANN mal ein Jahr zu wiederholen.

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