1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von knurbelwurbel am 16.01.2004, 14:52 Uhr

die müssen wohl spinnen,nun heisst es Schulzeug kaufen....

***heul**

nun ist es amtlich,mein Sohn Sep 99 ,kommt nächstes Jahr zur Schule...hoffe ich kann bis dahin noch was manigen das er zurück gestuft wird

lest mal (wer es genau wissen will)

Text:

16. Januar 2004

Neues Schul-Gesetz

Werden unsere Kinder jetzt schlauer?
Kinder werden früher eingeschult und das Abi kommt schon nach 12 Jahren
GL



Berlin - Früher rein in die Schule, schneller wieder raus, und zwischendurch mehr Prüfungen des Kenntnisstands: Das sagt das neue Schulgesetz, das gestern vom Abgeordnetenhaus beschlossen wurde. Ein Ziel: Die Leistungen Berliner Schüler, in verschiedenen Studien miserabel bewertet, sollen besser werden.

Schulsenator Klaus Böger (SPD): "Es geht um einen sorgfältigen Umgang mit der Lebenszeit." Schulpflichtig werden die Kinder künftig mit 5,5 statt mit 6 Jahren. Kinder, die zwischen

1. 7. 1998 und 31. 12. 1999 geboren wurden, trifft es als Erste: Sie müssen im November angemeldet werden, um im August 2005 eingeschult zu werden.

Es wird kein Kind mehr zurückgestellt. Dafür werden die 1. und 2. Klasse zur "Schulanfangsphase". Jedes Kind wird klassenübergreifend nach seiner Leistung unterrichtet, kann die Phase schon nach einem oder erst nach drei Jahren beenden. Kinder, bei deren Anmeldung Sprachmängel festgestellt werden, müssen einen sechsmonatigen Deutsch-Kurs absolvieren.

Ab 2004/5 wird in der 5., ab 2005/6 in der 6. Klasse länger Unterricht in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern erteilt. Alle Grundschulen sollen ab 2006 die Kinder garantiert von 7.30 bis 13.30 Uhr betreuen.

Alle Schüler der 10. Klassen müssen (erstmals 2005/6) einen "mittleren Schulabschluss" mit Prüfungen mindestens in Deutsch, Mathe und der ersten Fremdsprache ablegen. Er ist auch Voraussetzung für den Besuch der gymnasialen Oberstufe. Der bisherige Realschulabschluss entfällt.

Kinder, die jetzt in der 4. Klasse sind, werden 2011/12 als Erste nach zwölf statt nach 13 Jahren das Abitur ablegen können. Weil die Unterrichtszahl bis zum Abi aber gleich bleiben muss, wird die Stundenzahl für sie erhöht. Die Schulen müssen 2006/7 entscheiden, ob sie montags bis freitags länger unterrichten oder den Sonnabend wieder zum Schultag machen.


steht im Berliner Kurier

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/29890.html



PS.:der Hammer ist,hinterher bekommen sie eh keine Leerstellen oder Stundenjobs...
noch mehr Arbeitslose,weniger Kitakinder(Kitaschliesungen vorprogrammiert)

Was das uns bringen soll,das frag ich mich auch !?!

 
7 Antworten:

und ich leg noch eins drauf.....noch ein Hammerschlag für unsre BerlinerKids

Antwort von knurbelwurbel am 16.01.2004, 14:59 Uhr

Die Vorklassen werden mit Ende des Schuljahrs 2004/5 abgeschafft.
Zu den 18 normalen und 15 Europa-Grundschulen kommen (bis 2006) 30 Grundschulen hinzu, in denen bis 16 Uhr verbindlich Unterricht bzw. Betreuung erteilt wird.

In den anderen Grundschulen wird fortlaufend das Hortangebot erweitert.

Die Schulen erhalten mehr Selbständigkeit, können zum Beispiel bestimmen, ob sie einen Lehrer wollen oder nicht.

Sie können außerdem teilweise über den Einsatz ihrer Finanzmittel bestimmen und eingespartes Geld behalten.


UND :

Für Bildungssenator Klaus Böger (SPD) ist es "das fortschrittlichste Gesetz seiner Art in Deutschland": Nach mehreren Anläufen und jahrelanger Debatte hat das Parlament gestern ein neues Schulgesetz verabschiedet. Das 131 Paragraphen dicke Reformwerk, das schon zum 1. Februar in Kraft treten soll, verfolgt nach Bögers Ansicht drei große Vorteile: Es garantiere mehr Bildungschancen, sichere die Qualität von Schule und verbessere die Integration. Eltern, Lehrern und Schülern bringt das Gesetz eine Menge Neuerungen. Dazu zählen:

- Ein früherer Schulstart. Vom Schuljahr 2005/2006 an müssen Kinder schon mit Fünfeinhalb zum Unterricht.

- Die ersten und zweiten Klassen werden zu einer Schulanfangsphase zusammengefasst. Je nach Leistungsvermögen können Kinder diese Startphase in einem, zwei oder drei Jahren durchlaufen.

- Bei Sprachmängeln werden Kinder von 2005 an schon vor der Schule zu Deutschunterricht verpflichtet.

- Bis 2006 müssen alle Grundschulen feste Betreuungszeiten von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr garantieren. Außerdem werden die Ganztagsangebote ausgebaut.

- Die Schulzeit bis zum Abitur wird von 13 auf 12 Jahre verkürzt. Dafür bekommen Gymnasiasten und Gesamtschüler ab Klasse 7 mehr Unterricht pro Woche. 2007 wird ein Zentralabitur in den Hauptfächern eingeführt.

- Die Fünft- und Sechstklässler bekommen mehr technisch-naturwissenschaftlichen Unterricht.

- Die Schulen bekommen mehr Eigenverantwortung und ein eigenes Budget für Personal- und Sachmittel. Gleichzeitig werden sie verpflichtet, ihre Leistungen regelmäßig bewerten zu lassen.

Während Böger das Gesetz als "bildungspolitischen Meilenstein" lobt, kritisiert die Opposition diverse Schwachstellen und eine unzureichende Ausfinanzierung der Reformvorhaben. Der Koalitionspartner PDS hätte zudem gern das gegliederte Schulsystem aufgeweicht. Die beiden großen Kirchen in Berlin bedauerten, dass der Religionsunterricht auch nach dem neuen Gesetz kein ordentliches Unterrichtsfach wird. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der Bildungssenator betonte jedenfalls gestern, "dass die Arbeit jetzt erst beginnt".


ODER SAMSTAGSUNTERRICHTE WERDEN EINGEFÜHRT WIEDER,stand auch drin...heut

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Gilt dass neue Schulgesetz auch für NRW-mt

Antwort von Claudia24 am 16.01.2004, 16:34 Uhr

heisst dass, das ich mein Sohn (20.9.99) nächstes Jahr zur Schule schicken muß??

Armes Kind...

Hier in Köln werde auch sämtliche Hort und viele Kindergartenplätze abgebaut, auch übermittagsbetreuungen in den Schulen und OT´s (offene Tür) welche ja auch auffangstationen für Randgruppen Kinder sind, werden abgebaut.

NA KLASSE!!! DANKE HERR SCHRÖDER!!

Gruß Claudia

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Re: die müssen wohl spinnen,nun heisst es Schulzeug kaufen....

Antwort von schmuseziege am 16.01.2004, 19:37 Uhr

Ich finde es gut dass endlich mal was gemacht wird siehe PISA. lasst es dich erstmal auf Euch zukommen bevor Ihr meckert !!! Vielleicht ist es gar nicht so schlecht. In anderen Ländern klappt das doch auch.

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Re: die müssen wohl spinnen,nun heisst es Schulzeug kaufen....

Antwort von marit am 17.01.2004, 9:50 Uhr

Einmal davon abgesehen, daß ich hoffe, daß das ganze dann auch Hand und Fuß hat...

Was um Gottes Willen habt ihr dagegen, ihr solltet glücklich sein, daß eure Kinder als erstes diese Riesenchance bekommen, am Anfang individueller nach ihrer Leistung gefördert zu werden, daß sie im Notfall Deutschkurse bekommen usw. Traut ihr euren Kindern so wenig zu, daß ihr denkt, sie werden eh später arbeitslos??? Sollen sie deshalb nicht mal die Chance bekommen, am Ende der Ausbildung wirklich etwas Zeit gewonnen zu haben für Auslandsaufenthalte, Lehrstellenwechsel oder ein Jahr herumreisen??? Wenn ihr euren Kindern allerdings eure eigene negative Einstellung zur Schule vermittelt (furchtbar, und dann evt. auch noch SAMSTAGS, ein Skandal!), müßt ihr euch nicht wundern, wenn sie bald schon keine Lust mehr darauf haben. Seid ihr sicher, daß ihr wirklich im Sinne eurer Kinder argumentiert (die meisten freuen sich doch sicher auf die Schule) oder ob ihr sie einfach noch nicht so schnell loslassen wollt?

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Also

Antwort von knurbelwurbel am 17.01.2004, 17:05 Uhr

hier gehst nicht um loslassen oder sonstiges

hier gehts nur darum,das wir Eltern nixs zussagen haben.

und ich das hirnrissig finde,das solche kleinen Kinder in die Schule müssen,die können kaum denn Schulranzen tragen usw.

Dann ist es das nächste,hier in unserem Stadtbezirk wurden die Hort's abgeschaft,also muss mein Kind heim gehn,und kann plötzinn anstellen...prima

und das nächste ist,was bringt das Schulsystem denn uns,wenn Sie keine Arbeit bekommen hinterher

da sind sie doch besser dran,später eingeschult zu werden und noch ein Jahr Kindheit zuhaben,statt in der Schule mehrmals hängen zu bleiben

Mein Kind ist sehr intilligent,der schaft das auch,aber ich finds dennoch zu früh.

Ich hoffe,ich bekomm für Ihn die Schulanweisung durch,das er später in die Schule kommt,find es wichtig.

Und was das Schulsystembetrifft,icgh bin och nicht blöder als alle anderen(sorry,musste mal sein),ich bin mit 7 reingekommen,hab Hauptschule und Lehre bekommen,und war mit 19 fertig,und konnte Arbeiten gehn.

Und ich muss sagen,so ist es ok....nicht das mann mit 16.fertig ist und kann nicht Arbeiten gehn,nur weil das Jugendgesetz wieder da ein Streich spielt.

Naja nette Politiker,die wollen am Ende Kita's einsparen,so siehts aus.


Liebe Grüsse
Knurbelwurbel

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Re: Also

Antwort von marit am 17.01.2004, 17:53 Uhr

natürlich hast du recht damit, daß es scheiße ist, wenn das Geld den Kitas weggenommen wird.

Aber ich habe das doch richtig verstanden, daß er auch 3 Jahre lang in der Eingangsstufe bleiben kann. wenn er die Zeit braucht. Wieso sollte er dann zwingend später sitzen bleiben, dann hätte er das zusätzliche Jahr doch auch?

Außerdem denk ich nicht, daß der Arbeitsmarkt in 10 Jahren noch genauso aussieht wie jetzt. die Tatsache, daß es heute relativ wenig Kinder gibt erhöht doch die Chance für jeden einzelnen auf einen Arbeitsplatz. Du hast recht, wenn er nach dem Hauptschulabschluss eine Lehre macht und dann dabei bleibt, dann ist es nicht sooo wichtig. Aber es gibt ja auch Fälle wie mich: mit 7 eingeschult (meine Eltern wollten mir das Jahr "schenken", ich wär aber liebend gern viel früher zur Schule gegangen und hab mich dann nur endlos gelangweilt, weil ich schon alles konnte). So kam ich mit 20 zur Uni, hab ein Jahr im Ausland studiert und schließlich mit 26 den Abschluß gemacht und dann bis 29 promoviert. Erst jetzt mit knapp 30 verdiene ich zum ersten mal zumindest soviel Geld, daß ich auch mal etwas zur Seite legen und mit meiner eigenen Familienplanung beginnen kann, aber eigentlich müßte ich jetzt erst mal noch 5 Jahre arbeiten um im Beruf so weit fuß zu fassen, daß ich auch mal ein Jahr aussetzen könnte. Gerade für Fälle wie mich wären 3 gewonnene Jahre ein Riesengeschenk gewesen (2 Jahre früher zur Schule und ein Jahr früher fertig). Das wären nämlich genau die drei Jahre, die es mir JETZT ermöglichen würden Arbeit und Kinder irgendwie unter einen Hut zu bringen, zu einem Zeitpunkt, wo es biologisch noch unproblematisch ist...

Daran sollte man auch einmal denken, daß die endlose deutsche Verzögerung der Bildungswege für die Frauen, die studiert haben ganz schön bittere Konsequenzen haben kann.

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Erfahrungen mit der Eingangsphase

Antwort von Abygail am 17.01.2004, 22:58 Uhr

Momentan schlagen die Wogen ja ziemlich hoch, das neue Schulgesetz ist in Berlin beschlossen worden. Ich möchte keine Mutmaßungen äußern bez. Kitaschließungen, mehr Arbeitslosen nach kürzerer Schulzeit usw. Aber ich möchte Euch unsere Erfahrungen mit der Individualisierten Schulanfangsphase schildern. Mein Sohn ist nach einem halben Jahr Frontalunterricht in eine Schule gewechselt, die die sog. ISA-Klassen in Berlin als Pilotprojekt realisiert haben. Wir kennen also beide Seiten. Vielleicht beruhigt es einige von Euch, wenn ich sage, dass wir durchweg positive Erfahrungen mit diesem System (ursprünglich kommt es wohl aus Schweden) haben. Jedes Kind wird individuell gefördert. Dieser Satz klingt sehr schön, aber wie sieht das in der Praxis aus? Unsere Lehrerinnen arbeiten mit Wochenplänen für jedes einzelne Kind. Sicher macht das mehr Arbeit, aber es lohnt sich. Gut daran ist, dass es keinen Wettlauf mehr gibt um den besten Schüler und dass die Kinder nicht so leicht unter Druck geraten, weil sie vielleicht Dinge nicht so können wie der Sitznachbar. Nicht zu verachten ist die soziale Komponente, wenn Kinder gemischten Alters in die gleiche Klasse gehen. Die Kinder helfen sich gegenseitig, arbeiten frühzeitig in Arbeitsgruppen, helfen sich auch z.B. dabei, das Klo zu finden, wenn jemand neu ist. Als mein Sohn noch in die alte Schule ging, wurden wir ständig unter Druck gesetzt, jeden Tag gab es endlos viele Hausaufgaben, wir sollten täglich lesen und schreiben üben usw. Inzwischen ist mein Sohn in der Lage, flüssig zu lesen und was ganz wichtig ist, das gelesene auch zu verstehen und wiederzugeben. Kürzlich hat er ein richtig gutes Diktat geschrieben, ohne explizite Übung zu Hause. Der Stundenumfang ist größer, dafür gibt es kaum Hausaufgaben. Die Lehrerinnen haben freiwillige Hausaufgaben eingeführt, die, da ja kein Druck da ist, rege genutzt werden. Die Kinder gehen gern in die Schule, was meiner Meinung nach ein nicht zu verachtender Aspekt ist. Also: Bitte nicht allzuviele Bedenken, die ISA ist ein guter Start ins Schülerleben. Bedenken hätte ich nur in Bezug auf die Tatsache, dass ein neues System mit altem Personal zum Scheitern verursacht ist. Jemand, der 20 Jahre lang frontal unterrichtet hat, wird ein ISA-System nur halbherzig unterrichten. Wir hatten großes Glück mit der Schule und den Lehrerinnen, die sich engagieren und die Mehrarbeit in Kauf nehmen. Seht es positiv, schlimmer als es bisher war (besonders mit Hinblick auf Pisa) kann es nicht werden.

Liebe Grüße
Aby

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