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Geschrieben von IngeA am 18.10.2019, 6:38 Uhr

Dafür sind Kinder aber Kinder

man kann von ihnen nicht erwarten, was man von Erwachsenen erwarten kann. Man muss sie erst langsam heranführen. Sonst müssten wir Kinder nicht erziehen.

Natürlich müssen Kinder lernen, dass nicht alles nach ihrer Nase geht und das es Dinge gibt, die man machen muss, ob es einem gefällt oder nicht. Auch Arbeitsausdauer und ne gute Arbeitsgeschwindigkeit müssen Kinder lernen.
Aber das sollte sich, in einem für das Kind erträglichen Rahmen halten. Man muss zumindest herausfinden, warum das Kind so lang braucht. Und man darf auch nicht vergessen, dass Kinder gerade im freien Spiel ganz viel lernen, v. a. Frustrationstoleranz.

Meine Älteste z. B. war auf der Grundschule vom Stoff her eigentlich total unterfordert, war aber vom Arbeitstempo her nicht gerade schnell. Nicht weil sie getrödelt hätte, sondern weil sie eben eine sehr genaue, bedächtige Art hat (mittlerweile ist sie SEHR schnell). Das nächste war, dass sie wirklich immer sehr viele Aufgaben auf hatte, gerade in Mathe. Sie hatte oft so Blätter mit "Rechengittern" oder Rechenmauern. Die brauchen wenig Platz dementsprechend sind viele Aufgaben auf einem Blatt.
Ich habe mal, um sie zu motivieren gesagt: "Du rechnest das Blatt, und ich schreibe die Aufgaben ab und rechne sie. Schauen wir mal, wer schneller fertig ist."
Ich habe alleine zum Abschreiben von den + und - Aufgaben fast ne 3/4 Stunde gebraucht! (1. od 2. Klasse).
Klar ist abschreiben was anderes als nur ausrechnen, aber da war ich dann doch bei der Lehrerin. Danach war es besser.

Der Mittlere hat oft getrödelt obwohl er die Aufgaben eigentlich konnte. Er hätte schnell fertig werden können, hatte aber keinen Bock. Da habe ich "externe Motivation" eingesetzt. Wenn er 2 später 5 oder 7 Min. am Stück konzentriert gearbeitet hat, hat er im "HA-Plan" einen Stempel bekommen. Nur mit "wenn du schnell machst kannst du früher spielen" konnte man ihn nicht motivieren. Das war nicht "greifbar genug". Er musste allerdings, mit Pausen, die Aufgaben fertig machen, wenn er getrödelt hat. Da habe ich nicht abgebrochen, v. a. weil er in der Schule in Klassenarbeiten immer als einer der ersten abgegeben hat.

Die Jüngste hat sich einfach hingesetzt und alles flott fertig gemacht. Da musste ich mir auch keine Gedanken machen.

LG Inge

 
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