1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von cube am 29.10.2019, 8:07 Uhr

Auf das wiederholen bezogen

Unabhängig davon, das euer Sohn offenbar Probleme hat, die vermutlich nicht nur durch die Rückstufung behoben werden:
das klassische Sitzenbleiben gibt es nicht mehr. Die flexible Schuleingangsphase erlaubt es, Kinder zum neuen Schuljahr oder auf mitten im Schuljahr zurückzustufen. So sollen Kinder, die eben noch zu jung sind, noch "reifen" müssen, mehr Zeit erhalten, ohne den Stempel "Sitzenbleiber" zu bekommen.
Normalerweise erfolgt so eine Einschätzung zum Ende des 1. Schuljahres oder im 1. HJ des 2. Jahres. Das bereits jetzt - wenige Wochen nach Einschulung - darüber gesprochen wird, zeigt aber, das euer Kind offenbar erhebliche Probleme hat, dem Stoff folgen zu können.
Nach dem, was du sonst so geschrieben hast, wird es sicher das Beste sein, ihm mehr Zeit zu geben. Eurem Kind ist nicht damit geholfen, es weiter zu schleifen in der Hoffnung, dass er es irgendwie schon schaffen wird. Das wird nur dafür sorgen, das er trotz aller Bemühungen immer wieder merkt, er ist nicht so gut wie der Rest der Klasse. Das wird seinen Problemen eher Vorschub leisten als ihm ein gutes Gefühl/Erfolgserlebnis zu vermitteln.
In der Klasse unseres Sohnes (2. Klasse) sind 2 Kinder, die zurück gestuft wurden. 1 Kind im laufenden 2. Jahr zurück in 1. Klasse (wobei 1. & 2. ja zusammen sind und daher nicht der Klassenverband gewechselt wird) - sie fühlt sich jetzt viel besser. Kommt gut mit und ist überhaupt nicht unglücklich darüber. Anderes Kind aus 3. Klasse zurück in 2. Hier haben die Eltern eben insistiert, das er schon packen wird - hat er aber nicht. Nun ist es für ihn aber deutlich schwieriger, sich damit zu arrangieren. Er hat jetzt viel mehr das Gefühl, eben nicht gut genug zu sein. Weil ihm vorher vermittelt wurde, er müsse sich eben nur ein bisschen mehr anstrengen. Damit ist es aber eben nicht getan. Wenn Grundlagen fehlen, ist spätestens in der 3. Klasse Schluss mit "irgendwie durchziehen".
Also nochmal mein Rat: sprecht mit der KL offen darüber, welche Probleme sie sieht und was sie euch an Maßnahmen rät. Verschließt euch bitte nicht komplett davor, was eine Lehrkraft an Einschätzungen und Beobachtungen von sich gibt.
Und habt dabei doch bitte auch im Kopf, das ihr selbst bereits seit längerem Probleme mit seinem Verhalten habt.
Ihr tut eurem Kind keinen Gefallen, wenn ihr die Hinweise immer abtut als "KL ist zu streng", "HA´s nicht zuhaben ist doch nicht so schlimm" etc.
Euer Kind leidet darunter, wenn ihr die Hilfen nicht annehmen wollt aus evt. falschem Stolz oder dem Gefühl, ihr würdet damit als schlechte Eltern dastehen oder so. Es geht nicht um eure Reputation - es geht darum, eurem Kind bestmöglich zu helfen, sich gut entwickeln zu können.

 
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