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Frage an diejenigen deren Kind schon vor der Einschulung liest bzw. schreibt

Thema: Frage an diejenigen deren Kind schon vor der Einschulung liest bzw. schreibt

Hallo mein Sohn wird n. Woche eingeschult u. kann ausser seinen Namen noch nicht schreiben u. lesen. Seine große Cousine wurde vor 3 Jahren eingeschult u. konnte vorher lesen u. schreiben, ihre Schwester wird jetzt eingeschult u. liest auch schon in fremden Texten. Soweit so gut. ABER: mir ist aufgefallen dass die Kleine schreibt "FONPVIERM" (soll heissen "von P. für M.") ehrlich gesagt rollts mir da die Fußnägel hoch..... Verbessert ihr euere schreibwütigen Kinder da eigentlich nicht? Ihre Schwester "konnte" es vor der Schule genauso u. ist jetzt Ende der 3. Klasse u. hat in ein Freundschaftsbuch als Traumberuf "Gertnerinn" (Gärtnerin) geschrieben kann es sein dass sie sich irgendwie vom früheren Schreiben her alles so gemerkt hat wie sie es geschrieben hat? Sie liest täglich mind. 2 h täglich..... Ehrlich gesagt bin ich mittlerweile nicht mehr so überzeugt ob es was bringt schon vor der Einschulung lesen u. schreiben zu können.... viele Grüße u. wäre nett wenn ihr mir euere Erfahrungen schreiben könntet....

Mitglied inaktiv - 09.08.2010, 16:28


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Es gibt auch die Lehrmethode "Lesen durch Schreiben" und die Tinto-Fibel. Mit diesen Lehrmethoden lernen die Kinder auch zu schreiben, wie sie es hören. Da fehlen oft in einem Wort mehrere Buchstaben, weil das jeweilige Kind noch nicht alle Buchstaben isoliert aus dem Wort heraushört. Erst später lernen die Kinder dann Lernwörter. Die Lernwörter und nur die müssen dann richtig geschrieben werden und alle anderen Wörter so wie es das Kind hört. Es soll ausdrücklich NICHT verbessert werden. Ich kenne auch einen Haufen Kinder in der Klasse meiner Großen (jetzt 4.), die noch nicht lesen und schreiben konnten als sie eingeschult wurden, aber beim freien Schreiben durchaus solche Fehler wie "Gertnerinn" machen. In ihrer Klasse hat kein Kind eine schlechtere Note als 3 in Deutsch. Ich würde sagen, dass das mit dem Schreiben können vor der Einschulung überhaupt nichts zu tun hat.

Mitglied inaktiv - 09.08.2010, 17:27


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Gerüchteweise (ich weiß es ja noch nicht ;-)) lernen die Kinder bei uns in der Grundschule anfänglich das Schreiben, wie es gesprochen wird und das soll anfänglich auch gut sein. Eine Zeit lang hat sie die Worte so geschrieben, wie sie sie gehört hat (MA war Emma usw., jetzt schreibt sie aber eher richtiger, was wohl auch vom Lesen kommt) Ich korregiere bei meiner schon mal, versuche mich aber auch zurück zu halten, um ihr den Spass nicht zu nehmen. Bei uns ist zur Zeit das Schreiben gar nicht sooooo aktuell, außer die Worte, die sie schon seit Ewigkeiten kennt. Zur Zeit ist Lesen ganz doll in und sie will unbedingt die Schreibschrift lesen lernen. Frag mich aber nicht, was richtig ist, lol, ich weiß es nicht.

Mitglied inaktiv - 09.08.2010, 20:48


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Google mal "Lesen durch Schreiben", da wirst Du ganz viel finden dazu. Ist eine Methode des Lesen-Lernens, die in einigen Schulen/Klassen Anwendung findet. Ist umstritten. Manche schwören drauf, andere sagen, es ist schrecklich. Wichtig bei der Methode ist, dass man die Buchstaben immer als Laute ausspricht. Also: nicht "Em" sondern "m" und nicht "Te" sondern "t" usw. Mit dem Lesenlernen vor der Schule hat das recht wenig zu tun. Auch vor der Schule kann man einem wissbegierigen Kind auf verschiedene Weisen das Lesen nahebringen. Manche ist besser, manche schlechter. Und richtig wissbegierige Kinder kannst Du auch nicht abhalten, die lernen es so oder so. Meine Erfahrung ist jedoch, dass Kinder, die sich schon vor der Schule für das Lesen interessieren (also nicht von den Eltern erzwungen) auch später gute Leser und sichere Schreiber werden. Das heißt natürlich im Umkehrschluss nicht, dass Kinder, die "erst" in der Schule lesen lernen, später schlechter lesen oder schreiben. Zu sagen, dass ein Kind, das schon vorher lesen kann, später Schwierigkeiten bekommt, finde ich allerdings an den Haaren herbeigezogen. Hört sich für mich eher nach einer Neid-Debatte an. LG, Stefanie

Mitglied inaktiv - 09.08.2010, 21:16


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Man sollte sich nicht negativ über mangelnde Schreibfertigkeiten von Grundschülern auslassen, wenn man "ausser" statt "außer" (!) schreibt und die Kommaregeln nicht beherrscht. Außerdem fängt jeder Satz mit einen Großbuchstaben an. Du hast doch sicher schon sehr viel mehr Texte gelesen als das genannte Mädchen.... (sorry, musste sein)

Mitglied inaktiv - 09.08.2010, 21:38


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Hallo seltsamerweise hatte ich früher IMMER ne 1 in Deutsch!!!! Und war auf der Sekretärinnenschule (auch ne 1!!!!) - ABER damals gabs diese doofe Rechtschreibreform noch nicht.... Außerdem hab ich keine Lust, wegen ein paar schnell gestellten Fragen/Antworten hier noch jedes Komma, Pkt., Ausrufezeichen etc. zu korrigieren.... Aber ich bleibe bei meiner Meinung: ich werde meinen Sohn NICHT mit Rechtschreibfehlern schreiben lernen lassen - denn - so wurde uns früher schon gesagt - das falsche "Bild" brennt sich in den Kopf ein (O-Ton unserer Lehrerin, deshalb sollte daheim schon korrigiert werden u. nicht erst am nächsten Tag in der Schule bei den Hausaufgaben....) viele Grüße

Mitglied inaktiv - 10.08.2010, 18:53


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Ja, die Rechtschreibreform ist doof. Mein Kind geht noch nicht zur Schule, interessiert sich aber schon sehr für Buchstaben und ganze Wörter. Mir graut auch schon vor diesem "Schreiben nach Gehör". Bin mal gespannt, was da so kommt.

Mitglied inaktiv - 11.08.2010, 00:31


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Und was machst du, wenn in der Klasse deines Sohnes "Lesen durch Schreiben" gelehrt wird? Du warst vor längerer Zeit in der Grundschule, inzwischen hat sich auch die Didaktik weiterentwickelt.....

Mitglied inaktiv - 11.08.2010, 09:35


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nein, das falsche bild brennt sich nicht ein ... ich wurde vor 32 jahren eingeschult (es wurden erst einmal keine wörter korrigiert / ich habe meine alten hefte noch...) unsere tochter schrieb sehr lange zb. : schpilen, aine, ... mitlerweile kennt sie von ihrer freundin (diese ist in der schule) die "regeln" nun schreibt sie : spile und eine. ich habe mir auch eine zeitlang überlegt das schreiben und lesenlernen vor der schule zu unterdrücken / habe es zum glück nicht getan. viel spaß beim korrigieren (hoffentlich vermießt du ihm damit das schreibenlernen nicht). lg biggi

Mitglied inaktiv - 11.08.2010, 12:30


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Mein Sohn schreibt auch statt Viereck "Firek", das Dreieck wird zum "Treiek" oder statt WM "Weäm". Er ist aber gerade mal 5 1/2, geht noch nicht zur Schule und muss nicht grammatikalisch korrekt schreiben. Er schreibt halt so wie er es hört und laut unserer Nachbarin die Grundschullehrerin ist, ist das völlig normal, in der Schule lernen sie das mit dem Kinderduden schon richtig. ***Ehrlich gesagt bin ich mittlerweile nicht mehr so überzeugt ob es was bringt schon vor der Einschulung lesen u. schreiben zu können....**** Du solltest bedenken, daß das Lesen und Schreiben vor der Schule nicht von den Eltern sondern vom Kind ausgeht. Was willst du da machen, wenn das Kind dich nach Buchstaben frägt ?

Mitglied inaktiv - 09.08.2010, 22:09


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hallo meine tochter kann auch schon lesen und schreiben,sie kommt ende august in die schule. hier ist es auch so das die kinder im ersten jahr so schreiben wie sie es höre. vieles kann sie aber richtig schreiben,meißt vertut sie sich mit f und v oder f statt p. meine tochter konnte auch schon sehr früh reden,ich hab das nie sonderlich gefördert. das lesen hat sie sich selber beigebracht,sie kennt alles buchstaben und hat die worte immer buchstabe für bs zusammengesetzt. jetzt liest sie mir gerne aus den vorschulbüchern vor, zwar langsam aber ihr macht es riesen spaß. mein neffe kommt jetzt auch in die schule er kann auch noch nicht lesen, einige sachen kann er schreiben. aber man hört ja so gerne das jungs etwas "fauler" sind. ich würd mich nicht verrückt machen, lernen werde sie es alle. gruß carina

Mitglied inaktiv - 10.08.2010, 09:28


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Kiner müssen nicht lesen und schreiben können, wenn sie in die Schule kommen. Es schadet aber auch nicht! Mein Sohn kann kurze Wörter entziffern und auch ein wenig lautgerecht schreiben (aber nur, wenn er will). In seiner Klasse wird nach der Methode "Lesen durch Schreiben" unterichtet, da hat er vielleicht einen kleinen Startvorteil, den aber die anderen Kinder innerhalb weniger Wochen wettmachen werden. Es hat sich so ergeben, ich habe mit ihm im Vorschuljahr viele Laut- und Reimspiele gemacht. Lesen durch Schreiben ist eine Methode zum Lesenlernen und funktioniert bei vielen Kindern gut. Es sollten aber irgendwann Lernwörter und Rechtschreibregeln eingeführt werden (je nach Lerngeschwindigkeit).

Mitglied inaktiv - 10.08.2010, 09:36


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Ich glaube man muss das eine vom anderen trennen und ich zu meiner Zeit habe schreiben ganz anders erlernt als es Heute vermittelt wird. Ich denke bis zur Ende 2 ,Klasse wird noch wenig auf die richtige Rechtschreibung gelegt, was allerdings bis zur 4. Klasse behoben sein sollte. Die Ansprüche erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Was bei einem 1.Klässler noch wahre Freudensprünge bei den Eltern auslöst (Ja, das erste Wort) kann und wird bei einem 4.Klässler mit einem Flunsch bedacht. Und, welches Kind kann schon vor der Schule schreiben? Die meisten "drucken", in Großbuchstaben. Hierbei sollte der Spaß im Vordergrund stehen und nicht die Erklärung grammatikalischer Regeln.

Mitglied inaktiv - 10.08.2010, 09:43


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"Ehrlich gesagt bin ich mittlerweile nicht mehr so überzeugt ob es was bringt schon vor der Einschulung lesen u. schreiben zu können...." Wie willst du denn verhindern, dass manche Kinder es lernen ? "kann es sein dass sie sich irgendwie vom früheren Schreiben her alles so gemerkt hat wie sie es geschrieben hat?" Nein, sicher nicht ! Du solltest dich vielleicht mal mit dem Lesen- und Schreibenlernen beschäftigen.

Mitglied inaktiv - 10.08.2010, 11:40


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ein kind, das von sich aus das lesen und/oder schreiben anfängt wird man in seinem interesse (auf gesunde weise) nicht bremsen können. vom forcieren hingegen halte ich gar nicths.

Mitglied inaktiv - 10.08.2010, 14:31


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denn die Kindern können das Medium Schreiben ganz schnell einsetzen,und man erfreut sich innerhalb kürzester Zeit an den ersten Briefen. Man nutzt ganz einfach,das Kinder den meisten Spaß haben,wenn sie schnell das Schreiben erlernen,und nicht ewig lang an Wörtern rumrödeln,die sich ganz anders erlesen als anhören. Parallel gibt es aber immer eine Reihe von Lernwörtern,die zuhause geübt werden,und dann natürlich in Diktaten auch korrekt geschrieben werden sollen. 3 meiner Kinder haben so Schreiben gelernt,und alle 3 haben eine außergewöhnlich gute und sichere Rechtschreibung. Und ich konnte mich 6 Wochen nach dem ersten Schultag über kleine ,zuckersüße Briefe freuen. AXL

Mitglied inaktiv - 11.08.2010, 16:26


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Dein Sohn ist noch nicht mal eingeschult, aber Du hast in einem anderen Thread schon gefragt, wie Du am besten mit ihm üben kannst und hier beschlossen, notfalls auch gegen den Willen der Lehrer alle seine Rechtschreibfehler auszumerzen. Wieviel Druck willst Du denn aufbauen? Lass ihn erstmal in der Schule ankommen und gucke, wie er sich macht. Bei uns gibt es im Zeugnis statt Noten übrigens einen "Lernbericht", da wird auch auf Selbstvertrauen, Lernfreude, Integration in den Klassenverband usw. eingegangen. Und eine überehrgeizige Mutter kann da einiges versauen... Nur mal so zum Nachdenken!

Mitglied inaktiv - 11.08.2010, 22:15