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Re: Und was Zwischenlösungen angeht

Ja, Zwischenlösungen kann es immer geben, auch hier hat eine Familie in Kopernhagen ihre Tochter wiederaufgenommen, die nach der Ausbildung in Dtld. dort erst mal weder Job noch Wohnung fand.
Aber es ist eben eine ZWISCHENlösung,für die die wenigsten eine große Wohnung (behalten) können oder wollen - wieso auch?
Man geht doch nie von einer eventuellen (Zwischen)Lösung aus, sondern vom "Normalfall"..

Ich rechne ja auch noch nicht damit, daß mein Mann vermutlich vor mir stirbt - Statistik - und ich darum jetzt schon ene kleinere Wohnung anmiete.
Oder daß wir eh mal als alte Rentner im Pflegeheim landen und unseren Besitz daher auf 1 Zimmer Faßbarkeit beschränken.
Oder daß als wir jung waren haben wir eben erstmal eine Wohnung für uns gemietet -- nicht für die kinder, die wir evtl. mal bekommen würden.

Daß es anders kommen kann und man plötzlich 3 Kinder in einer 2-Zimmer-Whg. hat oder in einem Riesenhaus allein wohnen muß (wie einer meiner Freundinnen leider gerade) oder daß man ... --- darauf richtet man sich doch nicht Monate oder gar Jahre vorher ein.
Genauso wie wir kein Familienauto kaufen, wenn wir noch gar keine Familie haben - oder es behalten, nur weil es sein könnte,daß wir mal wieder alle darin fahren "müssen".

Zumindest leben wir, meine Kinder, ihre Eltern, unsere Freunde, im JETZT und was dann passiert, darauf reagieren wir dann.

Klingt ein bißchen so bei Euch, wie der Kollege, der erst von zuhause ausziehen, wollte,wenn er die Mittel für eine große Wohnung hatte -- äh, Sie sind doch allein, Junggeselle?
Ja, aber es kommt ja auch mal Besuch, und der übernachtet evtl. bei mir.
Ah - ja.
Er ist nur sehr kurz von zuhause ausgezogen .... in eine weitaus kleinere Wohnung als er wohl anfangs dachte
Und bei Euch leistet Ihr Euch dann zwar die große Familienwohnung, aber ohne sie für Euch zu nutzen - sondern als mögliche Auffangsstation, falls etwas schiefgeht beim Kind.
Ist eben die Frage, ob man die Zwischenlösung, die es ja auch hier gibt, als Normalfall oder Ausnahme betrachtet.
Wobei ich auch nicht sehe,daß man, wenn man nicht umzieht, ein kurzfristig eingerichtetes Gäste- oder Bügelzimmer oder Büro nicht wieder umfunktionieren kann, wenn es denn wirklich für längere wieder "Kinderzimmer" sein müßte.


Unsere Kinder wissen, wo wir sind ,wenn sie Hilfe brauchen - aber sie sind selbständig genug, ein Zurückziehen zu uns bestenfalls als Übergang zu betrachten und nicht als Dauerlösung,die sie mit einem Zimmer, das unberührt auf sie wartet, bereitsteht.
Sie sind erwachsen und wollen ihr Leben, irgendwo - am wenigsten wieder zuhause bei Muttern und Vater.
Und dazu gehört auch, daß wir unser Leben wieder leben - und unser Haus wieder so nutzen, wie es uns paßt --- und nicht mit fertig eingerichteten Zimmer auf ihre Rückkehr warten..

Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 27.08.2017, 13:40 Uhr

 

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