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Tagesmütter - alles
Wichtige zur Ersatzmama
Nicht immer schaffen es Eltern, einen
der begehrten Plätze in einer Kinderkrippe
oder alters-gemischten Gruppe zu ergattern.
Wer leer ausgeht oder eine andere
Betreuungsart sucht, ist meist auf
eine Tagesmutter angewiesen. |
Wer eine gute Tagesmutter hat, kann sich glücklich schätzen. Wer eine sucht, kann sich auf einiges gefasst machen. Denn Tagesmutter kann praktisch jeder werden und so dauert es manchmal etwas länger bis man die richtige gefunden hat.
Was macht eine gute Tagesmutter aus?
Was eine gute Tagesmutter ausmacht, hängt in erster Linie von Ihrem Gefühl und Ihrem Kind ab. Mögen Sie die Frau? Vertrauen Sie ihr? Fühlt sich Ihr Kind wohl? Liegen Sie in Erziehungsfragen auf einer Wellenlänge? Andere Faktoren, die dafür oder dagegen sprechen können, sind beispielsweise die Frage nach Wohnung oder Haus mit Garten oder der Anzahl der Kinder, die zusätzlich noch betreut werden.
Natürlich wollen Sie eine perfekte Ersatzmutter. Aber denken Sie auch daran, dass eine Tagesmutter nie genau so sein kann wie Sie. Und sehen Sie in dieser Unterschiedlichkeit einen großen Vorteil. Ihr Kind lernt nicht nur mit Mama oder Papa, sondern auch mit einer ganz anderen Bezugsperson umzugehen. Es lernt andere Dinge und Verhaltensweisen kennen und erweitert so täglich seinen Horizont.
Idealerweise hat eine Tagesmutter bereits Erfahrung im Umgang mit Kindern. Ein unbedingtes Muss sind jedoch Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit, liebevoller Umgang und Durchsetzungsvermögen. Fragen Sie auch nach der Flexibilität, denn es kann immer mal vorkommen, dass sich bei Ihren Terminen etwas ändert und die Tagesmutter Ihr Kind länger oder an einem anderen Tag betreuen muss.
Was kostet eine Tagesmutter?
Die Stundensätze sind regional sehr unterschiedlich und werden in der Regel von der Tagesmutter selbst festgelegt. Die Spanne liegt i.d.R. zwischen 5,- und 10,- Euro. Windeln, Essen und Extrakosten wie z.B. Ausflüge kommen meistens zusätzlich dazu.
Wie findet man die richtige Tagesmutter?
Zuerst sollte man sich an das zuständige Jugendamt wenden und dort nach einer freien Tagesmutter fragen. Auch andere Institutionen wie kirchliche und andere Verbände oder spezielle Agenturen vermitteln Betreuungspersonen. Sehen Sie auch in die Zeitung oder an das schwarze Brett in Supermärkten oder Kindergärten. Nutzen Sie jedes Gespräch mit Freunden oder Eltern in der Nachbarschaft oder auf dem Spielplatz. Vielleicht wird gerade irgendwo ein Platz frei oder eine Mutter bietet sich an, Ihr Kind zu betreuen.
Was ist sonst noch zu beachten?
Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie mit der Tagesmutter einen Vertrag abschließen, der alle wichtigen Punkte wie Betreuungszeiten und Entgelt enthält. Dort können Sie abklären, was an Feiertagen passiert, ob und wie Urlaub oder Krankheit der Tagesmutter bzw. des Kindes bezahlt wird, ob das Kind an Ausflügen teilnehmen darf, inwieweit das Kind versichert ist etc. Denken Sie auch daran, der Tagesmutter eine Vollmacht für Arztbesuche im Notfall zu geben und sie mit den wichtigsten Telefonnummern zu versorgen. Tagesmütter sollten übrigens privat haftpflichtversichert sein, falls beispielsweise den betreuten Kindern ein Schaden entsteht.
Sie haben die perfekte Ersatzmutter gefunden? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt muss nur noch Ihr Sprössling davon überzeugt werden, dass es bei der Tagesmutter mindestens so schön ist wie bei Mama und Papa. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit dazu. Bleiben Sie am Anfang dabei und lassen Sie es dann zunächst mal eine Stunde, dann zwei und mehr allein. Die meisten Kinder fühlen sich zunächst fremd in der neuen Umgebung. Leichter geht die Trennung, wenn Sie sich beispielsweise auf dem Spielplatz für einige Zeit verabschieden. Wichtig ist, dass auch Sie loslassen können, denn nur so haben Tagesmutter und Kind die Möglichkeit zueinander zu finden.
Zugegeben, die ersten Schritte zur Tagesmutter sind nicht einfach, aber nach einiger Zeit können Sie Ihre neugewonnene Freizeit genießen. Viel Spaß dabei!
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