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Stillforum - Forum für stillende Mütter |
| Geschrieben von Stillmami_1974 am 03.02.2012, 13:45 Uhr. |
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Re: Bindung an Kuscheltier
Klar ist da was dran...
Was aber nicht heißt, daß jedes Kind mit Kuscheltier automatisch eine schlechte oder unsichere Bindung zur Mutter hat.
Aber es ist halt schon so...wenn es dem Kind nicht so gut geht (gesundheitlich oder seelisch), wenn es traurig ist, sich alleine fühlt, Angst hat, sich in einer Situation unwohl fühlt...dann verlangt es ganz intuitiv nach der Mama bzw. der Hauptbezugsperson... Das ist insb. in den ersten 3 Lebensjahren der Fall, da in dieser Zeit die Bindung zur Mutter am intensivsten ist.
Wenn diese Hauptbezugsperson nicht verfügbar ist, dann wendet sich das Kind an eine Ersatzbezugsperson...oder eben an ein Kuscheltier, an den Schnuller oder das Schnuffeltuch.
Man kann natürlich alles aus psychologischer Sicht sehen. Ob das für eine gesunde psychische Entwicklung schlecht ist, wenn sich ein Kind an das Kuscheltier klammert.
Ich finde es durchaus bedenklich, wenn Kinder so arg an einem Mutter-Ersatzobjekt hängen... Schließlich solle die Mama doch stets die erste Wahl sein. Wenn ein Kind dann nicht mehr von der Mutter beruhigt werden kann...sondern nur noch durch den Schnuller oder das Kuscheltier...das finde ich persönlich seltsam.
Gut. Aber bei uns ist es zum Beispiel so, daß keines unserer 3 Kinder je ein Lieblingskuscheltier oder einen Schnuller, sprich einen Mutter-(Brust)-Ersatz hatte.
In den ersten 2 Lebensjahren war/bin ich als Mutter einfach fast immer unabkömmlich. Erst dann dreht sich das Ganze und die Kleinen haben sich stets verstärkt dem Papa zugewandt und dann auch andere Ersatzbezugspersonen (zum Trost, zum Einschlafen usw.) ankzeptiert.
Wenn man bei Dr. Posth nachliest ist es im Prinzip schon so, daß diese Entwicklung "normal" ist.
Zu allererst muß eben eine sichere Bindung zur Mutter bestehen. Erst dann kann sich das Kind auch lösen und sich seelisch gesund entwickeln.
Aber wie gesagt. Ich glaube, es ist eben DANN bedenklich, wenn sich ein Kind allzu extrem an ein Kuscheltier klammert.
Auch unsere Kinder haben viele Kuscheltiere und immer mal wieder wird eines zum "Lieblingstier" gekürt, das dann auch eine zeitlang bespielt wird. Aber am nächsten Tag wird es nicht mehr beachtet usw.
Aber es ist halt auch so, daß unsere Kinder erst gar nicht in die Situation kamen, ohne Mama oder Papa zu sein.
Selbst im Kindergarten haben unsere Kinder kein Kuscheltier benötigt. Der Kiga-Start verlief völlig ohne Tränen. Sie blieben erst dann dort, sobald sie es wollten. Ich hab noch nie ein trauriges oder gar weinendes Kiind im Kiga zurückgelassen. Im Gegenteil. Die beiden Großen lieben ihren Kiga und gehen sehr sehr gerne dorthin. Die Trennung von der Mama war bei beiden kein Problem. Das ist auch eine Frage des Alters. Unsere Tochter war "erst" mit 4 Jahren so weit, unser Sohn meisterte den Kiga-Start bereits mit 3,5 Jahren ganz prima.
Ups...jetzt hab ich einen ganzen Roman geschrieben...sorry.
Sonnige Grüße
Sandra |
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Stichwort: Bindung |
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