Rat und Hilfe für Stillende
Was viele Mütter nicht wissen: Sie haben in den ersten zehn Tagen nach der Geburt Ihres Kindes Anspruch auf die Hilfe einer Hebamme (Nachsorge). Die Hebamme Ihrer Wahl kommt in dieser Zeit auch zu Ihnen nach Hause, wenn Sie die Klinik schon verlassen haben. Und zwar täglich, wenn Sie das wünschen. Das zahlen die gesetzlichen, üblicherweise auch die privaten Krankenkassen (Privatversicherte: sicherheitshalber nachfragen).
Besonders schön ist es natürlich, wenn Sie Ihre Nachsorgehebamme schon kennen. Am besten nehmen Sie bereits mehrere Wochen vor der Geburt Ihres Babys Kontakt zu einer Hebamme auf. Zum Beispiel über: Branchen-Telefonbuch, Zentren für Schwangerschaft und Geburt, Bund Deutscher Hebammen und Bund freiberuflicher Hebammen.
Auch später haben Sie bei Stillproblemen Anspruch auf die bezahlte Hilfe einer Hebamme. Selbst bezahlen müssen Sie dagegen die Beratung durch eine professionelle Laktationsberaterin.
Die Beraterinnen der La Leche Liga arbeiten ehrenamtlich. Hilfreich sind auch Stillgruppen oder -treffs für stillende Mütter. Die gibt es zum Beispiel in Hebammenpraxen oder Mütter- und Familienzentren. Häufig ist eine Fachfrau dabei, die Tipps geben kann. Adressen von Stillgruppen nennt unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen, deren Beraterinnen ebenfalls ehrenamtlich arbeiten.
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