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Mein Baby will zu oft trinken

Mein Baby will zu oft trinken

Es scheint, als hätten Neugeborene ständig Hunger. Ungefähr alle anderthalb bis zwei Stunden bekommen sie Appetit und werden unruhig, drehen den Kopf hin und her, machen Schmatzgeräusche oder führen die Händchen zum Mund.

Sobald das Baby durch diese Anzeichen signalisiert, dass eine Mahlzeit ansteht, sollten Sie Ihr Kind stillen oder füttern: Zwölf Stilleinheiten binnen 24 Stunden sind durchaus normal.

Stillen nach Bedarf

Babys können in den ersten Lebenswochen nur sehr kleine Mengen trinken, denn ihr Magen ist winzig. Babys können auch nicht "auf Vorrat" trinken und brauchen daher ständig Nachschub. Feste Stillzeiten einzuhalten gilt heute als überholt. Besser ist es, auf die Zeichen seines Babys zu achten und zu stillen, wenn das Kind es benötigt. Auch Kinder, die gerade einen Wachstumsschub haben oder erkältet sind, wollen häufiger gestillt werden. Im Sommer, wenn es warm ist und das Baby schwitzt, wird es ebenfalls häufiger gestillt werden wollen, weil es durstig ist und ein paar Schlückchen dünne Vormilch ein idealer Durstlöscher sind.

Dabei stellen Mütter schnell fest, dass über den Tag hinweg die Milchmenge Schwankungen unterworfen ist: Vormittags und in der Nacht ist oft mehr Milch vorhanden, am Nachmittag und gegen Abend haben viele Frauen weniger Milch. Auch wenn der Tag hektisch verläuft und die Mutter gestresst ist, kann es sein, dass die Milch wegbleibt.

Deshalb können gerade nachmittags und abends der Hunger und das Verlangen nach Stilleinheiten beim Baby besonders groß sein. Dem entsprechend häufig sollte man das Baby stillen, denn häufiges Anlegen und kurze Stillintervalle fördern am besten eine gute Milchproduktion. Bei den meisten Frauen funktioniert dieser Regelkreislauf der Natur sehr gut. Die Milchmenge ist aber auch von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche Mütter können mehr Milch spenden, andere weniger. Ist nicht so viel Milch pro Stilleinheit vorhanden, wird das Kind öfter trinken wollen.

Nähe und Stillen

Bei manchen Kindern, die über einen längeren Zeitraum fast stündlich gestillt werden wollen, kann aber auch ein Verlangen nach Nähe im Hintergrund stehen. Babys genießen das Stillen nicht nur weil sie sich satt trinken können, sie brauchen auch die Nähe und Geborgenheit, die ihnen das Stillen vermittelt. Manche Kinder verlangen auch deshalb ungewöhnlich oft nach der Brust, um diese Nähe zu spüren. Wenn ein starkes Verlangen nach Nähe hinter dem häufigen Stillbedürfnis Ihres Kindes steht, kann in manchen Fällen Tragen Abhilfe schaffen. In einem Tragetuch oder in einer anderen System eng am Körper getragen, beruhigen sich viele Kinder, weil sie Nähe, Wärme und Geborgenheit spüren.

Wenn Sie das Gefühl haben, das häufige Anlegen und Stillen überfordert Sie, sollten Sie dieses Problem offen mit Ihrer Nachsorgehebamme oder mit einer Stillberaterin ansprechen. Gemeinsam können Sie den Tagesablauf durchgehen und überlegen, wie man das Thema am behandelt. Schuldgefühle, Überforderung und schlechtes Gewissen bringen keine Mutter weiter und belasten nur die Stillbeziehung zum Kind. Holen Sie sich Hilfe und lassen Sie sich beraten, wenn Sie die Situation belastet. Sie sind nicht die einzige Mutter, die dieses Thema beschäftigt.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Mai 2017

   

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