kullerauge0507
Hallo, ich habe ein großes Problem mit unserer Tochter. Sie wird jetzt am 23. Jan. ein Jahr alt. Und ich möchte nun komplett abstillen. Sie bekommt tagsüber gar keine Brust mehr nur am Abend möchte sie sie noch haben egal ob sie schon gegessen hat oder nicht. Und das Problem ist wach kann ich sie nicht ins bett tun da sie sonst nur am schreien ist. Ich muss dazu sagen dass sie auch keinen schnulli mag u auch nicht aus der flasche trinkt. Auch haben wir nächte wo sie mir stündlich bis alle 2 std bis zum morgen wach ist u sich im arm nicht beruhigen lässt weil sie da auch an die brust will oder ich leg mich zu ihr ins Bett. Ich muss noch sagen dass Amy noch 2 geschwister hat im alter von 4 und 6 Jahre. Vielleicht haben sie mir einen Tipp wie ich unser Nesthäckchen komplett abstillen kann. Ich würde es gerne meinen mann überlassen aber da er immer sehr spät nach Hause kommt ist es fast nicht machbar ihm die kleine in die Hand zu drücken. Vielen Dank für ihre Hilfe
Liebe kullerauge0507, da Ihr Baby noch recht jung ist, hat es ein noch recht hohes Saugbedürfnis und da es keine Flasche und keinen Schnuller hat, braucht es das Stillen wohl noch sehr. Wenn Sie nun abstillen wollen, dann sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeigen Sie ihm, dass Sie es selbstverständlich noch genau so lieb haben wie schon immer. Sie entziehen ihm die Brust aber nicht Sie selbst und Ihre Liebe. Dazu können Sie die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen, Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedes Mal Ihrem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Sie können Ihr Kind ja zuerst (kurz) stillen und dann Ihrem Partner übergeben. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Probieren Sie es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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