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Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Liebe Biggi, liebe Kristina,

ich brauche von euch mal einen Rat, einen Tipp und/oder einfach eure Erfahrung.

Ich (alleinerz.) lebe seit Geburt meiner Tochter (11,5 M) mit ihr allein; sie schläft seit Anbeginn bei mir im Bett und wird noch gestillt (nach Bedarf). Seit dem 8 LM bekommt sie Beikost, welche sie seit ein paar Tagen auch nicht mehr so gern nimmt ... warum, weiß ich nicht. Sonst hat sie gerne gemampft und gefuttert; mal mehr, mal weniger.

Da sie von mir kein Fleisch und keine Kuhmilch bekommt, achte ich auf ausreichend Haferflocken (Eisen) und Naturjoghurt; da sie seit Beikostbeginn Verstopfung hat, weiche ich die Flocken mit Leinensamen und einer getr. Aprikose über Nacht ein, püriere sie am nächsten Morgen und machen daraus praktisch ihren Frühstücksbrei (manchmal angereichert mit Alnatura-Gläschen).

Krank war sie bisher nicht, es gibt auch keine Auffälligkeiten. Sie verträgt alle Lebensmittel (abgesehen davon, dass Bananen die Verstopfung fördern). Sie hat vor ein paar Tagen ihren 3. Zahn bekommen (die Tage davor waren überdurchschnittlich anstrengend: Sie war dauerquengelig und extrem anhänglich).

Sie ist ein sehr ausgeglichenes, friedliches und freundliches Baby. Was mich betrifft: Ich stille gern, von Tag zu Tag genieße ich es mehr und werde es ihr überlassen, wann sie sich selber abstillen möchte (nicht nur, weil ich es genieße, sondern weil es richtig ist)! :) Allerdings habe ich ein Problem, das zu arg an meinen Kräften zehrt:

Seit Monaten kommt sie nachts stündlich; manchmal wacht sie auch schon mal nach 30 min. auf, oder nach 50, meist aber im Stundentakt. Stören tut mich dies nicht, aber: Es zehrt mich aus, weil ich keinen Schlaf bekomme und immer vollkommen verdreht im Bett liege. Mir tut mein ganzer Körper weh und ich bin einfach nicht ausgeglichen und kraftvoll genug, um meinen Alltag bewältigen zu können. Deswegen würde ich gern diese Stunden-Intervalle ausdehnen, dass sie z.B. nur alle 3 Stunden kommt. Nächtliches Abstillen ist für mich ein NoGo und auch keine wirkliche Alternative. Denn sie braucht das (v.a. beim Zahnen oder nach besonders aufregenden Tagen) und das ist für mich prinzipiell erstmal in Ordnung - nur die Häufigkeit ist eben das Problem.

Ich habe schon viel hier Forum dazu gelesen und kenne auch das Buch vom Sears (Schlafen & Wachen); dort schreibt er (S. 111 ff), dass sich Babys durch Entwicklungsschübe an das stündliche Erwachen praktisch "gewöhnen", und genau so scheint es bei meiner Kleinen zu sein: Sie hat es sich angewöhnt (denn alles andere kann ich ausschließen und kein Trick hilft mir, sie allein, ohne Brust, zum weiter-/längerschlafen zu bringen).

Wie bringe ich meiner Kleinen schonend bei, dass es andere Weiterschlafmöglichkeiten gibt (außer Brust/Stillen)? (Wenn möglich, ohne das sie schreit; denn das ertrage ich nicht. Bisher jaulte sie aber immer sofort los, wenn sie nicht die Brust bekam, und ich habe nachgegeben, weil ich das Schreienlassen als Folter empfinde.) Sie trinkt nachts auch, wenn sie an die Brust geht: Zwar nicht lange, aber meist zwischen 20 und 30 kräftigen Schlucken. Ich weiß nicht, ob ich ihren Protest aushalte - ich gehe jetzt schon am Stock, und wenn ich ihr nachts "die Brust reinstopfe", kann ich wenigstens die Augen zu machen und weiterdösen ... aber ein nächtliches "Schlaftraining" ginge definitiv über meine Kräfte.

Wisst ihr da Rat/Hilfe/Tipps/Vorgehensweisen? Ich habe mir jetzt einen CD-Player bestellt und möchte ihr beim Einschlafritual (Singen, Geschichte, Spieluhr) Entspannungsmusik laufen lassen, damit sie sich daran gewöhnt und ich dies evtl. nachts mal einsetzen kann, anstatt der Brust. Aber ob ich tatsächlich nachts aufstehe, um das Gerät dann einzuschalten, anstatt ihr die Brust zu geben, weiß ich nicht. Ich hatte auch schon überlegt, mich vors Bett zu legen: Aber dann läge ich direkt im Zug zwischen Balkontür und Flur, das geht also auch nicht.

Ich bin momentan wirklich restlos überfragt und weiß mir nciht zu helfen. Ich weiß nur: Ich brauche etwas mehr Schlaf!

LG von a~

P.S. Früher schlief sie im Auto (MaxiCosi) oder mal im Kiwa ein; selten, aber wenigstens manchmal. Heute schläft sie NIRGENDWO anders, nur auf meinem Arm oder halt im Bett an der Brust.


von annegh am 22.02.2013

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Nachtrag: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Nachtrag:

Sie nimmt keine Ersatzdinge (keinen Nuckel, keine Flasche, kein Schnuffeltuch, kein Kuscheltier - nichts, nada). Die Flasche hat sie von mir eh nie bekommen; heute trinkt sie - wenn - Wasser aus dem Becher (tagsüber), aber zu wenig (s. Verstopfung). Sie wiegt etwa 10 kg, ist also nicht dick und nicht dünn für ihr Alter. Auch ihre Entwicklung (motorisch, kognitiv) ist altersgemäß. Ein Kind mit "besonderen Bedürfnissen" ist sie nicht. Bei der Loslösung hilft meine Tante. Die letzte nächtliche Dauernuckelphase ging vor etwa 2 Wochen zu Ende.

Viele Fakten ... und wahrsch. hilft trotz alledem nur "annehmen und durchhalten" ... ODER?

Antwort von annegh am 22.02.2013
 

Re: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Liebe annegh,

irgendwo hat jede von uns ihren "neuralgischen Punkt". Vielleicht ist es bei dir so, dass du lernen darfst, dich abzugrenzen. Deine eigenen Bedürfnisse ebenso ernst zu nehmen wie die deiner Kleinen?

Zunächst einmal zur Beikost: Das kommt ganz häufig vor, dass Kinder, die zunächst gern und munter futtern, wieder zurück zum (fast) vollen Stillen gehen. Das ist ok, solange sie die Möglichkeit bekommt, sich selbst für Beikost zu entscheiden.

Ich bin KEINE Expertin für fleischfreie Babyernährung. Insofern kann ich zu deinem Ernährungsplan nichts sagen.

Zahnende Babys SIND anstrengend, das ist klar, und brauchen besondere Zuwendung, ja. Trotzdem: Es ist dein gutes Recht (und im Grunde auch deine Pflicht!) Grenzen zu setzen, und wenn du auf dem Zahnfleisch gehst, wäre das wohl auch nötig. Wir denken oft, wenn unsere Babys weinen oder schreien, dann sind wir Monster, die sie quälen. Das ist aber gar nicht so. SIE haben keine andere Ausdrucksmöglichkeit, und meist ja auch Erfolg. Wir haben die Chance uns klar zu machen, was ihr Protest bedeutet, nämlich genau das: Protest. Das ist ihr gutes Recht. Nicht jedoch ein Grund, immer wieder nachzugeben. Wenn du bei deiner Maus bist und ihr ruhig zuredest, wird sie irgendwann begreifen, dass dein NEIN ein nein ist. Und dann ist Ruhe. Wenn duimmer wieder nachgibst, verunsicherst du sie eher, weil sie ja nicht lernt, sich auf dich einzulassen, sondern eher noch ein wenig mehr zu probieren, ob sie dich nicht doch noch umstimmen kann.

Vielleicht hilft dir dieser Gedanke, eine Entscheidung für euch zu treffen.

Ja, die ersten Nächte sind anstrengender, als wenn du einfach stillst, das ist klar. Darum ist es wichtig, dass du dir klar wirst, was du willst.

Lieben Gruß,
Kristina

Antwort von Kristina Heindel am 23.02.2013
 

Kristina, und wie kann ich beginnen?

Liebe Kristina,

ich danke dir von Herzen (und weiß, worauf du hinauswillst: meine innere Haltung).

Hast du denn Tipps, wie ich die Abstände nachts ausdehnen kann?? Eine Herangehensweise, die sich bewährt hat? Wie/womit ich anfangen kann?

Heute Nacht hat sie ihren 4. Zahn bekommen ... ich denke, solche Nächte sind ungeeignet für einen Start. Oder?

Antwort von annegh am 23.02.2013
 

Re: Kristina, und wie kann ich beginnen?

Liebe annegh,

die Radioweckermethode, die sich an dem Pantley-Plan orientiert, ist meist hilfreich. Brauchst du die Details oder findest du sie über die Suchfunktion?

Lieben Gruß,
Kristina

Antwort von Kristina Heindel am 23.02.2013
 

Re: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Hallo annegh,

ich weiß genau, wie Du Dich fühlst!!! Wir hatten es genauso mit dem bis zu stündlichen Trinken nachts, und das hat mich echt fertig gemacht. Mein Mann hatte schon Angst um mich, und meinte, ob es nicht besser für mich wäre, ganz abzustillen. Ich habe aber gefühlt, dass sie es braucht, und habe versucht, weiterzumachen. Gerade als ich an dem Punkt war, wo ich wirklich dachte, JETZT gehts nichts mehr, ich muss nachts abstillen, da ist es passiert: plötzlihc schließ sie wesentlich länger. Ich lag dann plötzlich nachts wach, weil ich dachte, es wäre etwas nicht in Ordnung. ABer nein, sie hat einfach länger geschlafen.
Ich glaube, sie hat es gespürt, dass ich nicht mehr kann, und hat für sich den Weg gefunden, dass wir beide weitermachen können.
Das war mit gut 1 Jahr so. Mit 1,5 Jahren kam sie dann in den Kindergarten und ich wollte ihr die Gewohnheit und die Nähe zu mir nicht nehmen. Und heute ist es so, mit knapp 22 Monaten, dass sie seit einiger Zeit nur noch 1 mal nachts trinkt. Als sie letztens krank war, da kam sie nochmal öfter, aber da konnte sie wegen Schluckbeschwerden auch nicht viel Festes essen, und dann gings auch wieder besser, wieder plötzlich.
Wenn Du meinst, Du schaffst es noch ein bisschen, dann mach weiter. Wenn Du aber wirlich meinst, Du schaffst es nicht mehr, dann zieh Konsequenzen für Dich. Ob Du es ihr nun erklärst (sie verstehen wirklich viel in dem Alter), und dann die Radioweckermethode machst, oder Dir etwas anderes einfällt, sit ja egal. Hauptsache Du fühlst Dich besser!
Denn dann hast Du wieder viel Kraft für sie.
Zum Eisen: probiere mal Hirse (aber keine Braunhirse, nur BAbyhirse!), da ist auch mehr Eisen drin und das gab bei uns keine Verstopfung!. Im Alter Deiner Tochter hat sie allerdings schon unsere Stücke mitgegesen.

Alles Gute für EUch!
Britta

Antwort von brittawirdmama am 23.02.2013
 

Re: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Kristina, ich habe die Suchfunktion benutzt, aber da kommen so viele threads ... und aus den Titeln allein finde ich diesen Plan nicht.

Kannst du ihn mir schicken/zusammenfassen oder mir einen Link reinsetzen? Bitte :)

Brittawirdmama, deine Zeilen waren Balsam für mich - ehrlich - DANKE! Dieses innere Wissen, dass meine Maus von sich aus - von jetzt auf gleich - länger schlafen wird, habe ich schon die ganze Zeit. Und vom Gefühl bin ich da auch noch ganz nah bei! Ich weiß nur nicht, wie lange ich das so noch durchhalte ... :( Ich habe ja niemanden, der mich mal zwischendrin entlasten kann. Und ich glaube, diesen Zwiespalt spürt auch Kristina, deshalb gab sie mir den Rat, erstmal "klar" zu werden, wo ICH bin und was ich wirklich möchte bzw. brauche!

Es ist die Aufgabe unserer Kinder, uns an unsere Grenzen zu bringen (damit wir sie überwinden lernen; und das ist einzig ein innerer Prozess). Und ich finde, sie machen das echt gut :D Gut, aber ich schöpfe Hoffnung, dass es sich bald ent-wickelt - in mir und mit mir meine Maus.

DANKE EUCH! :)

Antwort von annegh am 23.02.2013
 

Re: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Es freut mich, dass ich Dich ein wenig unterstützen konnte.
Wir sind hier auch nur zu zweit, und mein Mann arbeitet viel. Wir haben sonst auch keine Unterstützung. Aber immerhin ist er ja abends und nachts da.
Deshalb versteh ich gut, dass Du Dich erstmal selbst orientieren solltest. Und nichts anderes hab ich mit meiner Antwort gemeint :-) Überlege ruhig mal laut und rede mit ihr bzw. erzähl ihr von Deinem Konflikt, vielleicht versteht sie es ja auch und auch dadurch ändert sich etwas, ähnlich wie bei uns *kopfhoch*

Antwort von brittawirdmama am 23.02.2013
 

Re: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Liebe annegh,

klaro:

Elizabeth Pantley, die Autorin von "Schlafen statt schreien" hat diese Methode entwickelt:
Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei.

Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann.
Natürlich kannst Du ihr während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird.

Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher.

Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest.

Lieben Gruß´,
Kristina

Antwort von Kristina Heindel am 24.02.2013
 

Re: Stündliches Erwachen bei Einjähriger

Super Kristina, ich danke dir!!! :))

Antwort von annegh am 24.02.2013
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