Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Stillverwirrung und Abpumpen

Frage: Stillverwirrung und Abpumpen

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Hallo Frau Welter! Ich habe zwei Fragen: 1) Unsere Tochter Nele (12 Wochen) wird voll gestillt (bis jetzt). Um mir ein bisschen Freiraum zu verschaffen, habe ich zwischendurch eine volle Brustmalzeit abgepumpt. Nele hat jetzt an zwei Tagen je einmal Muttermilch mit der Flasche bekommen, statt der Brust. Jetzt verhält sie sich an der Brust merkwürdig. Sie lässt die Warze flutschen, brüllt und trinkt nicht mehr so effektiv. Ist das eine Stillverwirrung wegen der Flasche? Wie soll ich mich nun verhalten? Soll ich ihr die Brust verweigern bis sie richtig Hunger bekommt? Wie ist das in Zukunft, sollten wir besser die Finger von der Flasche lassen? :( Falls wir Frage 1) in den Griff bekommen, nun Frage 2)... 2)Im Forum steht man soll, um den Milchfluss nicht unnötig anzuregen immer ein bisschen an Milch über den Tag verteilt abpumpen und zu einer Malzeit sammeln. Muss man jede der kleinen Portionen sofort einfrieren oder kann man bis zum abend sammeln und dann einfrieren? Sollte man für jede der "Pfützen" ein neues Gefäß nehmen und dann erst vor dem Einfrieren zusammenschütten? Oder kann man ruhig warme auf die schon kalte Milch draufschütten? Schon mal schönen Dank für eine Antwort. Gruß Gaby


Biggi Welter

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? Liebe Gaby, das klingt leider tatsächlich nach einer Saugverwirrung und deshalb ist es sehr ratsam, dass Sie zumindest für eine ganze Weile „die Finger von der Flasche lassen“. Bitte das Kind jetzt NICHT hungern lassen. Diese Methode ist nicht nur grausam, sondern auch ineffektiv und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Kind schließlich so erschöpft ist, dass es gar nicht mehr trinken kann. Eine Saugverwirrung kann überwunden werden, allerdings sind dazu Geduld und Beharrlichkeit notwendig. Viel Körperkontakt an der nackten Brust, Weglassen aller künstliche Sauger und in schlimmen Fällen vorübergehend eine Ernährung mit dem Becher sind die Wege, die eingeschlagen werden sollten. Am besten wird eine solche Rückführung an die Brust von einer erfahrenen Stillberaterin begleitet. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Versuchen Sie einmal, wie die Kleine reagiert, wenn Sie Ihr die Brust in möglichst entspannter Atmosphäre und einer ruhigen Umgebung mit möglichst wenig Ablenkung anbieten. Auch im Halbschlaf kann günstig sein. Wichtig ist, dass jetzt kein zusätzlicher Druck aufgebaut wird. Damit Sie keine Probleme mit der Brust bekommen und die Milchbildung aufrecht erhalten bleibt, ist es ratsam zu pumpen. Die dabei gewonnene Milch kann mit einem kleinen Becher gegeben werden. Doch wie gesagt, am besten ist es, wenn Sie von einer Fachfrau begleitet werden. Milch die über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg abgepumpt wird kann gesammelt, zusammengeschüttet und dann eingefroren werden. Es hat sich bewährt die Milch in kleinen Portionen (etwa 50 bis 60 ml) einzufrieren. Diese kleinen Mengen sind schnell aufgetaut und erwärmt und es muss nicht so viel Milch weggeworfen werden, wenn das Baby nicht alles trinkt. Es ist möglich frisch abgepumpte Milch auf bereits gefrorene Milch zu geben, vorausgesetzt die Milch wurde zunächst gekühlt und es ist nicht mehr frische Milch als bereits gefrorene Milch. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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