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Geschrieben von sandra suering am 22.02.2013

Muttermilch

Hallo Frau Welter,

ich habe mich schon einmal an Sie gewandt in Sachen Stillprobleme.
Wir sind jetzt bei der Flasche geblieben.
Ich hatte in meinem Beitrag auch vergessen zu erwähnen, dass ich Mitte März wieder arbeiten gehe und unsere Tochter dann von einer Tagesmutter betreut wird. Dort muss sie dann den ganzen Tag die Flasche bekommen. Also hatte ich deshalb entschieden, uns nicht weiter zu stressen, was im Nachhinein eine gute Entscheidung war, denn ich habe das Gefühl, dass unsere Kleine nun zufriedener, ruhiger und ausgeglichener ist.

Jetzt habe ich aber eine andere Frage.
Ich habe noch eingefrorene Muttermilch von Weihnachten.
Wie lange ist diese im Gefrierschrank haltbar und wie taue ich sie am besten und schonensten wieder auf?

Und dann habe ich noch eine Frage.
Seit Dienstag schläft unsere kleine die Nächte durch.
Sie hat ihre letzte Flasche zwischen 19 und 20:30 Uhr und wird dann morgens zwischen 4 und 6 Uhr wach.
Ich würde es aber bevorzugen, dass sie ihre letzte Flasche gegen 23 Uhr bekommt und sich dann morgens hoffentlich erst gegen 7 Uhr meldet.
Wie bekomme ich diesen Wechsel hin?

Ihre Trinkmenge pro Flasche liegt bei 120 ml bei ungefähr 4-6 Flaschen am Tag.
Ich bekomme beim Abpumpen im Laufe des Tages nur 2, manchmal 3 Flaschen mit Muttermilch zusammen, sodass wir mit Pulver den Rest zufüttern.
Die Länge zwischen den Stillzeiten schwankt stark, da es abhängig davon ist, ob sie Muttermilch oder Pulver bekommt ( mit dem Pulver hält sie in der Regel länger aus, bevor sie wieder Hunger hat ), ob sie wach ist oder schläft. Es ist daher ziemlich schwierig bis zum Abend vorzuplanen.
Ausserdem kommt noch dazu, dass wenn sie abends einschläft, dann auch wirklich tief und fest schläft und keinen Mucks von sich gibt. Würde ich sie dann wecken, würde sie nichts essen, weil sie keinen Hunger hat. Aus der Erfahrung heraus weiss ich dass schon.
Sie ist in der 33 SSW geboren worden und wurde später in der Klinik regelmässig zum Essen geweckt. Diesen Rhythmus hatten wir hier zuhause auch beibehalten in der ersten Zeit und deshalb weiss ich, dass es schwierig ist, sie zum Essen zu überreden, wenn sie geschlafen und noch keinen Hunger hat.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Liebe Grüsse
Sandra Süring
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Re: Muttermilch

Antwort von Kristina Heindel am 22.02.2013
 
Liebe Sandra,

wenn die Flasche für euch der richtige Weg ist, dann ist deine Entscheidung absolut in Ordnung.

Zu deiner Frage wegen der gefrorenen Milch: Sie ist 3 bis 4 Monate haltbar, wenn sie in einem Tiefkühlabteil eines Kühlschranks mit eigenständiger Kühlung gelagert wird (z.B. separater Teil eines Einbaukühlschranks, mit eigener Tür), bzw. 6 Monate und länger, wenn sie in einem separaten Tiefkühlgerät bei konstant 19 ° C aufbewahrt wird.

Gefrorene Muttermilch ist schonend aufzutauen (keine Mikrowelle!!!). Entweder sehr langsam über 24 Stunden im Kühlschrank bei +4°C oder bei Raumtemperatur. Im Notfall kann die Milch auch schnell unter fließendem kaltem oder lauwarmen Wasser (max. 37°C) aufgetaut werden. Flaschenwärmer ist auch möglich, aber bitte das Wasser immer wechseln. Beim Füttern sollte die Milch etwa Körpertemperatur haben. Ist die Milch aufgetaut, muss sie sofort bis zum Verbrauch wieder in den Kühlschrank. Aufgetaute Muttermilch kann für 24 Stunden ungeöffnet bei +4°C aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen des Gefäßes muss aufgetaute Muttermilch bei +4°C aufbewahrt und innerhalb von 12 Stunden verbraucht werden. Reste einer erwärmten Muttermilchmahlzeit müssen weggeworfen werden!


Was den Wechsel in der Nacht betrifft kann ich dir keine "Anleitung" geben. Du wirst es einfach probieren müssen, ob deine Maus das annimmt oder nicht. Erfahrungsgemäß ist es nicht einfach, den natürlichen Rhythmus der Kinder zu verändern, aber das ist eben bei jedem Kind anders. Aber das, was du schreibst, deutet ja eher darauf hin, dass sie nicht trinken würde...

Hinsichtlich ihrer Trinkmenge: Solange sie gut gedeiht ist alles in Ordnung!

Lieben Gruß,
Kristina

 

Re: Muttermilch

Antwort von sandra suering am 22.02.2013
 
Hallo Kristina,

vielen Dank für Deine Antwort. Die hat mir sehr viel weitergeholfen.

Wegen der letzten Flasche mache ich mir nur deswegen den Kopf, weil eine Familie von uns einen jetzt 3jährigen Sohn hat und dieser abends um 18 Uhr ins Bett geht und morgens zwischen 4 und 5 Uhr wieder aufsteht. Und eben dieser kleine Bursche hat auch als er klein war die letzte Flasche so zwischen 19 und 20:30 Uhr getrunken.
Die Familie hat alles ausprobiert, von länger wach halten bis sogar Medikamente ( verordnet vom Arzt ), aber nichts hat geholfen.
So wie die möchte ich eben nicht enden. Deshalb mein Anliegen.

Ein schönes Wochenende.
Gruss
Sandra

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