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Spielzeuggröße

Kleinkinder überschätzen die Größe ihres Spielzeugs

Wie Gulliver im Zwergenreich wirken kleine Kinder auf so manchen niedlichen Schnappschüssen, wenn sie inmitten ihres Spielzeugs versuchen, in einen Puppenwagen zu steigen oder sich auf einen Puppenstuhl zu zwängen. Die meisten Erwachsenen allerdings fragen sich, warum Kleinkinder eigentlich die tatsächlichen Größenverhältnisse nicht erkennen? Mit dieser Frage hat sich auch ein amerikanisches Forscherteam von der Northwestern University in einer Studie beschäftigt und über das Ergebnis in der Fachzeitschrift "Science" geschrieben.

"Selbst Kleinkinder können die Größe von Gegenständen unterscheiden", erklärt David Uttal, einer der Autoren der Studie, "die Frage ist also, warum die Kinder manchmal die Tatsache ignorieren, dass ein Gegenstand für sie zu klein ist." Nach Meinung der Mitautorin Judy DeLoache liegt das daran, dass zwei Systeme innerhalb des kindlichen Gehirns in manchen Situationen noch nicht abgestimmt zusammenarbeiten können. Beim Sehen werden nämlich zwei Abläufe in Gang gesetzt, bei einem wird ein Gegenstand eingeordnet, zum Beispiel: 'Das ist ein Stuhl, da kann ich mich draufsetzen'. Beim anderen wird die Größe des wahrgenommenen Gegenstands bestimmt und auch seine Erreichbarkeit. Wollen Kleinkinder nun mit den Gegenständen spielen, werden gewissermaßen im Übereifer beide Abläufe noch nicht sorgfältig getrennt.

Die beiden Forscher haben dies mit Versuchen nachgewiesen. Sie gaben Kleinkindern zwischen 18 und 30 Monaten zunächst Gegenstände in Kleinkindgröße - beispielsweise Plastik-Trecker zum Selberfahren - und hinterher die gleichen Objekte in Puppengröße. Auf ihren Videoaufnahmen fanden sie 40 solcher "Wertungsirrtümer", die 25 von 54 Kleinkindern passiert waren.

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