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Warum Kinder beim Memory unschlagbar sind

Kinder wissen weniger von ihrer Umwelt und schauen deshalb genauer hin. Bei manchen Gedächtnistests können Fünfjährige die meisten Erwachsenen schlagen. Amerikanischer Forscher haben herausgefunden, dass Kinder eine andere Lernstrategie verwenden und daher besser abschneiden.

Bisher wurde vermutet, dass sich das Gedächtnis von der frühen Kindheit bis zum frühen Erwachsenenalter ständig weiterentwickelt und die Leistungen dabei stets besser werden.

Bei den Experimenten wurden etwa fünf Jahre alte Kleinkinder und Studenten getestet. Ihnen wurden Bilder vorgelegt, später kamen weitere Motive hinzu. Nach deren Betrachten sollten die Versuchspersonen angeben, ob sie das Bild bereits kannten oder nicht. Die Kinder legten bei diese Aufgabenstellung eine 31-prozentige Treffsicherheit an den Tag. Die Studenten lagen in nur 7 Prozent der Fälle richtig.

Die Forscher erklärten, dass Erwachsene mehr wissen als Kinder und ihnen genau das bei diesem Gedächtnistest zum Verhängnis wird. Das so genannte induktive Lernen spielt beim logischen Denken eine zentrale Rolle. Dabei wird das Erfahrene in Kategorien eingeordnet oder es wird nach Ähnlichkeiten vorgegangen.

In den Tests versuchten die Kinder Ähnlichkeiten herauszufinden und schauten die Bilder daher viel genauer an. Die Studenten, die ein viel größeres Wissen als die Kinder hatten, teilten die Bilder beim Betrachten hingegen in Kategorien ein und achteten weniger auf deren Einzelheiten. Deshalb schnitten sie im anschließenden Gedächtnistest weit schlechter ab als die Kinder, die die Tierbilder viel genauer betrachtet hatten.

 
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