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Geschrieben von Strudelteigteilchen am 02.10.2017, 14:07 Uhrzurück

Re: bis vor 2 jahren

Natürlich hängt viel von den individuellen Lebensumständen ab. Ich brauche zum Beispiel kein Auto und habe deswegen auch keines. Da schreien auch einige, wie ich so leben kann.

Was die Erwartung der Umgebung angeht: Das ist doch Erziehungssache. Wenn ich mein Smartphone ausmache oder auf Nachrichten nicht sofort antworte, dann wird sich meine Umwelt damit abfinden müssen. Ich kenne auch Menschen, die innerhalb von wenigen Minuten auf Mails antworten, weil sie die - wie Whatsapp-Nachrichten - sofort am Handy lesen. Das tue ich nicht, zumindest nicht standardmäßig. Weder die vorhandene oder nicht vorhandene Technik noch die Umgebung schreiben mir mein Online-Verhalten vor.

Darf ich mal fragen, wie alt Deine Kinder sind? Ich organisiere halt den Haushalt mit dem Smartphone, aber meine Kinder sind auch schon groß und selbstständig. Ich schätze es sehr, daß ich sie per Whatsapp jederzeit erreichen kann, unabhängig von ihrem Aufenthaltsort. Ich bekomme auch ziemlich zuverlässig eine Nachricht, wenn KindGroß doch nicht zum Abendessen da ist oder KindKlein nach dem Training noch zum Kumpel fährt. Und umgekehrt schreibe ich auch nur eine kurze Nachricht in den Familienchat, wenn ich kurzentschlossen nach der Arbeit noch mit meiner Freundin einen trinken gehe und die Kinder sich selber um ihr Abendessen kümmern müssen. Das Smartphone hat meinen Bewegungsradius definitiv vergrößert.

Es ist ja nicht nur so, daß man Nachrichten via App schneller bekommt - man verschickt sie auch schneller. Meine Eltern leben 700 km entfernt und sind viel auf Reisen. Sie teilen ihre Eindrücke gerne, indem sie Bilder in den Großfamilienchat einstellen. Natürlich kann man das auch mailen, es geht ja weder um das sofortige Empfangen noch um sofortige Reaktionen (obwohl die vorkommen und manchmal sehr lustig sind). Aber es ist viel einfacher, mal eben ein Foto mit dem Smartphone zu machen und das in Whatsapp einzustellen, das ist in Sekunden getan, per Mail ist es deutlich komplizierter. Umgekehrt kann KindKlein mal eben ein Foto vom Zeltlager oder vom Turnier machen und an Oma und Opa schicken. Früher habe ich ein bis zwei Mal im Jahr relevante Fotos auf CD gebrannt und an meine Eltern geschickt. Meine Eltern bekommen deutlich mehr von unserem Alltag mit, seit man das so nebenher machen kann.

Aber, wie gesagt: Das ist halt unsere individuelle Situation. Kleinere Kinder, die eh immer da sind, wo ich sie zuletzt abgeliefert habe, und Eltern, die im Dorf drei Häuser weiter wohnen, würden für mich den Nutzen deutlich reduzieren. Da bliebe nicht viel übrig, das gebe ich zu.

 

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