| Geschrieben von manzini am 04.08.2005 Uhr. |
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nesselsucht in der schwangerschaft
lieber dr. bluni,
ich bin jetzt in der 33.ssw und ca. vor einem monat bekam ich ständig extreme juckattacken zb bei berührung mit wasser, lufteinwirkung...an haenden, füßen, bauch, po, rücken..überall. als ich den hausarzt fragte, meinte der, das käme von der schwangerschaft, aber er wolle mir lieber nichts dagegen geben, wenn ich es ertragen könnte. ich hielt durch und fragte dann meinen frauenarzt bei der nächsten untersuchung. und der meinte auch, dass das von der schwangerschaft kommt, verschrieb mir allerdings calcium brause. nun, ganz weg ist das jucken jedenfalls noch immer nicht, manchmal kommt es auch noch recht stark. durch zufall bin ich jetzt erst draufgekommen, dass das der beschreibung nach 100 prozentig dieses "urtikaria" ist, udn dass das ja viele verschiedene ursachen und formen kennt. es würde mich interessieren, wie sie das beurteilen. kann das wirklich einzig und allein durch die schwangerschaft so plötzlich und so enorm auftreten? bestehen gefahren für das kind?
vielen dank |


1 Antwort:
Re: nesselsucht in der schwangerschaft
Antwort von Dr.Bluni am 05.08.2005
hallo,
bei einer solche Ausprägung des Juckreizes sollte sicher versucht werden, die Ursache abzuklären und dieses zu therapieren. Je nachdem, was es letztlich ist, wird dann die Therapie ausfallen. SIcher muss hier nicht tatenlos zugewartet werden.
Sofern Frauenarzt oder Frauenärztin nicht weiterkommen, kann die Klinik oder eine Fachabteilung für Dermatologie sicher schnell Abhilfe leisten.
es gibt in der Schwangerschaft eine recht hohe Anzahl, unspezifischer Hautveränderungen, in unterschiedlichster Ausprägung, die in der Regel nur symptomatisch behandelt werden und auf das Kind keinen Einfluss haben. Und die Psyche kann hier sicher eine Rolle spielen.
In einigen Fällen können bestimmte Hauterscheinungen aber schon typische, schwangerschaftsbedingte Ursache haben.
Dieses würde der Hautarzt/ärztin oder der Frauenarzt/ Frauenärztin dann sicherlich erkennen.
Ein Juckreiz in der Schwangerschaft ohne erkennbare Ursache außer der Gravidität selbst wird in unterschiedlicher Intensität bei 20% der Schwangeren beobachtet. Er beginnt nicht selten im 3. Monat, um sich dann langsam bis zum Ende der Schwangerschaft zu steigern, meistens auf das Abdomen (Bauch) beschränkt.
Hiervon ist auf jeden Fall abzugrenzen ein Juckreiz, der auf eine schwangerschaftsspezifische (Haut)erkrankung oder eine allgemeine, nicht schwangerschaftsspezifische Hauterkrankung zurückzuführen ist. Deren gibt es zahlreiche, wobei man dies von hier aus natürlich nicht beurteilen kann, sondern das kann nur der Frauenarzt/Frauenärztin bzw. der Hautarzt. In einigen Fällen muss man hier auch bestimmte Blutwerte der Leber bestimmen.
Sofern man keine klinischen Ursachen findet kann man folgendes empfehlen bei trockener, juckender Haut:
Die Haut sollte möglichst vor Austrocknung geschützt werden. Dabei hilft das Duschen, auch mal ohne Seife oder mit einer milden Waschlotion.
Die Haut sollte gerade nach einem Bad oder Dusche am besten mit einer Feuchtigkeitslotion eingerieben werden, um sie vor Austrocknung zu schützen.
VB |
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