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Die 38. Schwangerschaftswoche - 38. SSW

Wie groß wird der Bauch denn noch?

Sie sind jetzt in der 38. Schwangerschaftswoche (SSW).

Schwangere misst ihren Bauchumpfang Ihr Baby ist an sich vollständig entwickelt, nimmt aber noch immer zu: um die 25 Gramm pro Tag. Obwohl sich bei Ihnen die Gewichtszunahme möglicherweise verlangsamt hat, wächst der Bauch in den letzten drei bis vier Schwangerschaftswochen nochmals enorm. Manche Frauen fragen sich, ob sie tatsächlich nur ein Baby im Bauch haben.

Bei den Untersuchungen wird Ihr Frauenarzt / Ihre Frauenärztin verstärkt darauf achten, ob der Mutterkuchen seine Aufgabe, nämlich die optimale Versorgung des Babys, noch erfüllen kann. Außerdem wird nun geprüft, ob noch ausreichend Fruchtwasser vorhanden ist. Bei Auffälligkeiten werden Sie engmaschiger beobachtet. Eventuell ist es sinnvoll, die Geburt vor dem Termin einzuleiten, um Komplikationen für Sie und das Baby zu vermeiden.

Sollte bei Ihnen ein geplanter Kaiserschnitt gemacht werden, wird er wahrscheinlich in dieser SSW stattfinden. Das macht man, damit das Baby sich nicht doch alleine auf den Weg macht. Denn die meisten Kinder kommen in einem Zeitraum von 10 Tagen vor dem errechneten Termin bis zu 10 Tage danach.

Die Wirkung der Hormone

Doch nicht nur Ihr Bauch wird noch größer, auch die Brüste bereiten sich in den letzten Schwangerschaftswochen intensiv auf das Stillen vor. Vielleicht tritt aus den Brustwarzen manchmal schon der ein oder andere Tropfen Vormilch aus. Diese gelbliche Flüssigkeit enthält alles, was das Neugeborene in den ersten Tagen braucht. Sie ist sehr nahrhaft. Für die Vorbereitung der Brust sind Hormone verantwortlich. Und weil die Hormone über die Plazenta auch zum Baby gelangen, kann es sein, dass bei neugeborenen Mädchen die Brustwarzen etwas angeschwollen sind. Bei Jungen sind die Hoden nach der Geburt etwas angeschwollen und sehen im Verhältnis zum restlichen Körper sehr groß aus. Beide Erscheinungen sind ganz normal und bilden sich bald zurück.

Machen Sie lieber langsam

Ist bei Ihnen der Nestbautrieb in dieser SSW immer noch unverändert aktiv und Sie möchte noch einiges fertig machen und richten? Wenn es Ihnen gut geht und Sie sich wohlfühlen, spricht nichts dagegen. Versuchen Sie aber bitte nicht, Möbel zu verrücken, Großputz zu machen oder noch schnell eine Wand zu malern. Solche Aktionen sind unfallträchtig und für Frauen in diesem Stadium der Schwangerschaft absolut ungeeignet. Egal, was Sie noch vorbereiten wollen: Halten Sie in diesen letzten Schwangerschafts-
wochen bitte Maß. Hören Sie auf, wenn Sie müde werden und gönnen Sie sich eine Pause. Es hat keinen Sinn, wenn Sie sich auspowern. Sie brauchen Ihre Kräfte für die Geburt und die Zeit danach.

Wann muss ich eigentlich Richtung Klinik starten?

Spätestens jetzt, wo die Geburt Ihres Kindes greifbar nahe rückt, zweifeln Sie vielleicht: "Bei welchen Anzeichen, dass die Geburt losgeht, soll ich denn nun in die Klinik fahren"? Sicher werden Sie im Geburtsvorbereitungskurs darüber gesprochen haben. Lange Zeit galt auch der Tipp, dass eine werdende Mutter in die Klinik fahren sollte, wenn die Wehen etwa alle fünf Minuten kommen.

Speziell beim ersten Kind kann es jedoch schwierig sein, die Wehen und andere körperliche Signale alleine richtig einzuordnen. Denn obwohl es Richtwerte gibt, wie eine Geburt in etwa verlaufen wird, ist sie dennoch ein ganz individuelles Ereignis. Jede werdende Mutter und ihr ungeborenes Kind haben einen ganz eigenen Rhythmus. Daher gibt es eigentlich nur eine einzige Faustregel: Rufen Sie in der Klinik, bei Ihrem Arzt oder bei Ihrer Hebamme an oder fahren Sie in die Klinik, sobald Sie Rat und Beistand brauchen. Es wird Sie beruhigen, wenn eine Hebamme oder ein Arzt / eine Ärztin Sie untersucht und den Stand der Dinge klärt. Sind Sie wirklich zu früh in die Klinik gekommen, werden Sie vermutlich noch einmal nach Hause geschickt. Auch das ist nicht weiter schlimm und passiert vielen werdenden Müttern.

Ich gebe das Startsignal!

Ihr Baby ist die Hauptperson - schon seit Beginn der Schwangerschaft. Doch besonders deutlich wird es nochmals, wenn es auf die Geburt zugeht. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als zu warten, wann das Baby das Starsignal gibt. Wie dieses Signal genau aussieht, ist bis heute noch nicht bekannt. Ziemlich sicher sind aber wiederum Hormone beteiligt, die die Kontraktionen der Gebärmutter auslösen.

Das Baby ist nun auch schon sehr gut vorbereitet. Käme es in der 38. Schwangerschafts-
woche zur Welt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Damit es mit seinem Köpfchen durch den engen Geburtskanal passt, sind die Schädelplatten noch nicht verwachsen. Sie werden beim Durchtritt durch den Geburtskanal zusammen geschoben, sie können sich sogar ein wenig übereinander schieben.

Während des ersten Lebensjahres verknöchern die Schädelnähte. Zusätzlich gibt es die rautenförmigen Fontanellen. Die größte befindet sich zentral auf dem Schädel. Wenn man darüber streicht, kann man fühlen, dass darunter noch kein Knochen ist. Diese große Fontanelle wird mit etwa 1,5 Jahren geschlossen sein.
 

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So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

- Sie befinden sich jetzt in der 38. Schwangerschaftswoche (38. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
- Anders gesagt: 37 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung).
Im Mutterpass steht beispielsweise SSW 37/5 (Woche 37, Tag 5).
- Sie sind in der 36. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 246.-252. Tag der Entwicklung.
- Die Scheitel-Fersen-Länge (SFL) ist eine Schätzung der Körperlänge des Kindes beziehungsweise wird aus verschiedenen anderen Messungen errechnet.
Am Ende der 38. SSW ist der Fetus ca. 49,8 cm (Scheitel-Fersen-Länge) lang. Der Kopfdurchmesser (BPD) beträgt zwischen 87 und 103 mm und das Baby wiegt zwischen 2427 und 4045 g.
 
Bitte beachten Sie, dass sich die Größe und das Gewicht nun immer individueller entwickeln können. Wenn Ihr Baby größer oder kleiner sein sollte, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

 
von Dr. Christine Hutterer
 

Zuletzt überarbeitet: Januar 2015

 




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