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Schwangerschaft - Fragen und Antworten





 
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Dammschnitt

Der Dammschnitt wird nach dem Ermessen des Arztes oder der Hebamme angewandt, um einen schwierigen Geburtsvorgang zu erleichtern. Ein präventiver Dammschnitt soll einem eventuellen Dammriss zuvorkommen.

Der Dammschnitt wird im Verlauf einer Presswehe angesetzt. Er verläuft entweder in der Mittellinie (median) entlang der natürlichen Dammnaht oder er wird seitlich angesetzt. Der mediane Schnitt ist im Vergleich zum seitlichen Schnitt kürzer, bereitet im Nachhinein weniger Schmerzen, heilt besser und die entstehende Narbe stört kaum. Jedoch reißt der mediane Schnitt gelegentlich noch etwas weiter zum After hin ein, was zu Komplikationen führen kann. Deshalb bevorzugen viele Ärzte und Hebammen einen seitlichen Einschnitt, obwohl dieser etwas langsamer heilt und dabei auch eher Beschwerden macht. Der Dammschnitt wird auch Episiotomie genannt. Die Frauen spüren einen Dammschnitt, der immer während einer Wehe gemacht wird, nicht.

Mehr zum Thema Dammschnitt erfahren Sie auch in unserem großen Special über die Geburt.


von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Dammschnitt
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Hebamme Martina Höfel zu dem Stichwort  Dammschnitt
 
Frage: Dammschnitt umgehen

Hallo,
wollte mal nachfragen, ob man einen Dammschnitt umgehen kann, wenn man während der Schwangerschaft Übungen oder Massagen macht? Hab da eine Probepackung Massageöl für den Dammbereich bekommen.Ist sowas sinnvoll?
Bin jetzt in der 34. SSW


Antwort

Liebe Bl@ck+Rose,

hier meine Ergänzung zu Kollegin SilkeJulia.

Mit der Dammassage beginnt man ca. 6 Wochen vor dem Termin.
Dann beginnt man den Damm, also das Gewebe zwischen der hinteren Scheidenwand und dem After kräftig zu massieren und zu dehnen, damit es weich, geschmeidig und dehnfähig wird. (Vielleicht vorher ein Sitzbad, dann ist alles gut durchblutet!)
Dazu nehmen sie anfangs einen, später zwei oder drei Finger, gehen etwa drei cm tief in die Scheide ein, fassen ihren Damm und massieren ihn U-förmig mit leichtem Druck Richtung Darm. Zuerst wöchentlich, dann täglich, unter Verwendung von Johannis-, Oliven- oder Weizenkeimöl 3-5 Minuten. Versuchen Sie die Scheide für ca. 20 Sek. auseinanderzuziehen, bis Sie ein leichtes Prickeln verspüren. 3-4 Minuten sind zu lang - da irrt christine. In den letzten Tagen vor der Geburt ölen Sie die Schamlippen mit ein, damit auch diese geschmeidig werden.
Überschüssiges Öl bitte hinterher abtupfen.
Die Massage kann auch vom Partner ausgeführt werden. Geht das Ganze in ein Liebesspiel über, viel Spass.*g*
Es ist für den Partner aber auch eine Möglichkeit, den Damm einmal losgelöst von der Sexualität zu erleben. So, wie er es auch später in der Klinik vorfindet.

Bitte denken Sie daran, dass eine Dammmassage immer nur 24 Std. wirkt, deshalb in den letzten Tagen täglich durchführen.

Liebe Grüße
Martina Höfel

 
 
Frage: Kaiserschnitt nach Dammschnitt

Hallo,

Ich habe mein Sohn letztes Jahr im Oktober entbunden. Hatte einen Dammschnitt 3. Grades, einen Scheidenriss und Hämorriden (taubeneigroß) 4. Grades. Bin jetzt im März wieder schwanger geworden. Ich bin jetzt in der 19. Woche schwanger. Vor paar Tagen war eine Hebamme bei mir und hat gemeint, dass ich über einen Kaiserschnitt nachdenken soll. Ich habe vorher darüber gar nicht gedacht. Jetzt bin ich wirklich am Überlegen, ob ich einen Kaiserschnitt vorziehe.Da ich nach der Geburt noch lange Probleme damit hatte. Hatte vor 3 Wochen sogar die Polypen am Dammschnitt entfernen lassen, da die sehr stark geblutet haben. Mit meinen FA habe ich noch nicht gesprochen. Habe erst in 2 Wochen den Termin. Was meinen Sie dazu?

Danke im Voraus

PS: mein Sohn war 4 kg, 54 cm und KU 35 cm bei der Geburt


Antwort

Liebe nellik,

bald ist es soweit, dass wir mit Kanonen auf Spatzen schiessen!

Die Medizin meistert die kompliziertesten Herz- und Gehirn-OP's, operiert Männer zu Frauen und umgekehrt - aber nach einem DR III (der sicherlich nicht angenehm ist, sich aber gut versorgen läßt) wird der Frau eine große Bauch-OP angeboten!

Für Sie ist wichtig: bei der Geburt sollte der Kopf LANGSAM steigen (notfalls müssen Sie eben die ganze Zeit hecheln!!!!), d.h. Seitenlage - noch besser Vierfüßlerstand- und wenn überhaupt nötig, muss rechtzeitig ein Dammschnitt gemacht werden.

Die Erfahrung lehrt, dass es äußerst selten eine Wiederholung eines DR III gibt. Daher sollten Sie drüber nachdenken, aber mehr auch nicht!

Liebe Grüße
Martina Höfel

 
 
Frage: Dammschnitt

In drei Wochen werde ich meine zweite Tochter auf die Welt bringen. Ich fürchte mich am meisten vor einem Dammschnitt, weil ich da sehr gruselige Erinnerungen an das erste mal vor beinahe 10 Jahren hatte. Es war das schlimmste bei der Geburt damals.
Ich habe das im Vorbereitungskurs angesprochen. Die Hebamme wollte wissen, welcher Art der Schnitt war. Sie hat mir auch die Angst genommen und gesagt, dass Schnitte heutzutage nur noch in den allerseltensten Fällen vorgenommen werden.
Mein Schnitt von damals verlief von der Scheide zum After. Als ich ihr das sagte, war sie sehr erstaunt, konnte es kaum glauben. Leider konnten wir da nicht mehr weiter drauf eingehen. Jetzt geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Warum hat sie so reagiert? War der Schnitt wegen dieser Lage so unangenehm?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Gruß
Joria


Antwort

Liebe Joria,

im Idealfall brauchen Sie bei der zweiten Geburt gar keinen Schnitt!

Entweder es geht ohne oder die Hebamme läßt es reissen (Esreißt nämlich dann die eh schwächste Stelle). Wenn doch geschnitten werden muss, dann sollte in der Wehe geschehen, denn dann merkt frau es wirklich nicht!

Es gibt zwei Arten einen Dammschnitt anzulegen - gerade (vom Scheidenausgang Richtung Anus) und schräg (vom Scheidenausgang Richtung einem Punkt neben dem Anus).

Eine medio-laterale (wie der Name sagt: von der Mitte der Scheide zur Seite weg) ist also die schräge Form.
Dabei wird einer der Beckenbodenmuskeln verletzt und frau hat manchmal lange Last, bis die Epi verheilt ist.

Bei einer medianen (graden) Epi ist das weniger der Fall, da die Schnittführung eher die Sehnenplatte betrifft.

Je nach Klinik wird die eine oder andere Variante bevorzugt! Im Idealfall wird von Geburt zu Geburt entschieden. Bei uns wird nur mediolateral geschnitten, wenn die Saugglocke etc. zum Einsatz kommt.

Liebe Grüße
Martina Höfel

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