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Bauch anfassen erlaubt ..?

Bauch anfassen erlaubt ..?

Ein praller Babybauch fällt auf - und lädt zum Streicheln ein. Manche Schwangere haben nichts dagegen, wenn ihnen von Freunden oder Bekannten über den Bauch gestrichen wird.

Sie sind einfach stolz auf ihren Bauch und freuen sich über die Anteilnahme ihrer Mitmenschen. Doch vielen Schwangeren geht es anders. Sie fühlen sich sowieso fremd in ihrem Körper und sehen ihre Schwangerschaft als Privatsache an. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf seine Intimsphäre und bestimmt sie selbst. Fragen Sie deshalb vorher, ob Sie den ach so schönen Bauch anfassen dürfen. Und seien Sie bloß nicht gekränkt, wenn Sie die Erlaubnis nicht bekommen. Hier noch einige Tipps, wie Sie nicht in das (Schwangeren)-Fettnäpfchen treten.

Nicht alle lassen ihren Bauch gern anfassen

Stellen Sie sich vor, Sie stehen an der Kasse und jemand kommt von hinten und fragt, "Sie haben aber einen schönen Bauch, darf ich mal anfassen?". Für Nicht-Schwangere kaum vorstellbar, für weit fortgeschrittene Schwangere gehört diese Szene zum Alltag. Denn ein großer Schwangerschaftsbauch zieht auch große Aufmerksamkeit auf sich, die wie gesagt nicht allen Schwangeren gefällt. Hinzu kommt, dass in der Schwangerschaft die weiblichen Hormone verrückt spielen und frau sich häufig wie ein Spielball ihrer Gefühle fühlt. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie Ihre schwangere Kollegin nach dem Mittagessen freundlich gefragt haben, ob Sie ihren Bauch anfassen dürfen und ihr ein schnippisches "Nein, mein Bauch gehört mir" herausrutscht. Das war bestimmt nicht böse gemeint! Aber vielleicht sind Sie in dieser Woche schon die Fünfte gewesen, die ihr genau diese Frage gestellt hat - oder noch schlimmer - einfach "gegrabscht" hat.

Wahren Sie Distanz

Sind Sie mit einer Schwangeren zusammen, kommt es natürlich darauf an, in welchem Verhältnis Sie zueinander stehen. Für Kollegen, weitere Bekannte oder gar Fremde heißt es Abstand halten und Distanz wahren. Warten Sie lieber darauf, dass Sie, Ihre Partnerin oder eine gute Freundin schwanger wird, wenn Sie gerne mal einen schönen runden Babybauch anfassen möchten. Wenn Sie doch gefragt haben und Sie spüren, dass es Ihrem Gegenüber unangenehm ist, sprechen Sie Ihren Fauxpas an und entschuldigen Sie sich dafür. Solch ein verständnisvolles Verhalten freut die Schwangere bestimmt und sie kommt womöglich aus ihrer abwehrenden Haltung heraus und Sie dürfen doch mal anfassen. Aber auch, wenn Sie beispielsweise eine gute Freundin sind, achten Sie auf die Situation, in der Sie und die Schwangere sich befinden. Vielleicht ist es ihr ja peinlich, wenn Sie ihr Ihren neuen Freund vorstellen möchten und bei der Vorstellungsrunde euphorisch auf ihren Babybauch tatschen und fragen "Schau mal, ist der nicht prächtig!?!"

Babybauch - zeigen Sie Einfühlungsvermögen

So komisch das klingt: Je größer der Bauch umso stärker fallen die Hemmungen vieler Nicht-Schwangeren. Das gilt nicht nur für Bauchgrabschereien: Schwangere müssen sich auch Fragen zu ihrem Stuhlgang, ihrem Bindehautgewebe, ihrem Essverhalten und psychischem Empfinden stellen lassen. Und das, obwohl sie häufig viel empfindlicher und angreifbarer sind, als sie es möglicherweise gewohnt sind. Diese Fragen meint bestimmt niemand böse, doch trotzdem sind sie eher die Fragen von "Elefanten im Porzellanladen" als die freundlicher und interessierter Mitmenschen. Vorsicht also vor Gedankenlosigkeit! Achten Sie auf mögliche verbale Grenzüberschreitungen. Geschichten von Todgeburten, Schwangerschaftsstreifen, schlechten Hygieneverhältnissen in der Klinik oder Berichte über entzündete Brustwarzen sollten Sie sich einfach verkneifen.

Ratschläge für Schwangere

Sie sind selbst schwanger und mögen es nicht, wenn Ihnen auf den Bauch getätschelt wird? Stehen Sie dazu. Wenn Sie mutig sind, können Sie sich T-Shirts drucken lassen und Ihren Mitmenschen so zeigen, dass Sie nicht gerne angefasst werden (außer von Ihrem Partner). Sprüche wie "Bloß gucken, nicht anfassen", "Don?t touch" oder "Mein Bauch gehört mir" sind zwar Eyecatcher und Sie ziehen damit wahrscheinlich große Aufmerksamkeit auf Ihren Bauch, aber Ihre Mitmenschen wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Ist Ihnen das zu offensiv, halten Sie einfach einen Spruch parat. Sätze wie, "Anfassen darf nur der Papa" oder "Lieber nicht, der platzt sonst" sind nicht unfreundlich und Sie können sie eigentlich in fast jeder Situation nutzen. Solche Sprüche kommen lustig rüber und Sie können den kurzen unangenehmen Moment geschickt übergehen.

Oftmals sagt aber auch schon Ihre Körpersprache mehr als tausend Worte, wenn Sie die Arme überkreuzen oder sie sich vor den Bauch halten. Doch leider gibt es immer wieder Menschen, die vor lauter Freude über das Wunder der Schwangerschaft diese Signale übersehen und Grenzen überschreiten. Regen Sie sich in einem solchen Fall nicht auf und nehmen Sie das Verhalten als das, was es meistens ist: Die pure Freude über einen wunderschönen prallen Schwangerschaftsbauch, der einem neuen Erdenbürger das Leben schenkt.

von Jenni Zwick

Zuletzt überarbeitet: August 2016

   

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