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Mit dem Baby auf Tour

Mit dem Baby auf Tour

Wenn das Baby zum ersten Mal die Nase über den Rand des Autofensters hebt, um staunend einen Blick in die große, bunte Welt zu werfen, die da draußen vorüber- fliegt - dann macht Mamis und Papis der Ausflug ins Blaue doppelt Spaß. Beachten Sie aber ein paar Dinge, damit's ein echtes Vergnügen wird.

Da sie aber noch keine Ahnung haben, was eigentlich mit ihnen geschieht und sich die Bilder um sie herum viel zu schnell ändern, als dass sie etwas davon aufnehmen könnten, wird die Sache bald langweilig. Vielleicht wird sich das eine Baby etwas länger mit der Frage beschäftigen, warum da draußen alles so schnell laufen kann, als das andere - über kurz oder lang werden sie aber beide anfangen, zu quengeln. Und das tun sie dann meistens so lange, bis alle Insassen gründlich genervt sind. Haben beide - Mami und Papi - bislang vorn gesessen, so ist das jetzt der Moment, in dem Papi rechts ranfährt und Mami nach hinten zum Spielen umsteigt. In weiser Voraussicht dieses Geschehens sollten Sie vorbeugen und Teddy & Co zum Spielen gleich mit auf die Tour nehmen.

Weiche Spielsachen, mit so kurzen Bändern am Kindersitz befestigt, dass das Baby sie greifen kann, sind ideal. Die Hutablage muss dagegen von allem befreit werden, was "greifbar" ist.

Sticker, auf die Rückseiten der vorderen Sitze und an das Fenster neben dem Kindersitz geklebt, können Babys Blicke immer wieder auf sich ziehen. Beruhigend wirkt eine Spieluhr - oder ein Hörbuch mit Märchen für die schon etwas Älteren.

Achten Sie vor allem auf das erste Quengeln und reagieren Sie vielleicht mit einem Fingerspiel o.a. darauf. Hat sich das Murren erst einmal zum Heulsturm entwickelt, nutzen alle Hinweise auf die schönen Kühe draußen auf der bunten Wiese nichts mehr.

Ab entsprechendem Alter können Sie dem Kind vor der Fahrt eine Tasche geben, in die es zuvor selbst all die wichtigen Dinge einpacken kann, die es für die Reise "braucht." Unterwegs lenkt dann das Kramen darin schön ab. Für Momente, in denen garnichts mehr hilft, könnten Sie eine kleine "Überraschungstasche" im Petto haben, aus der Sie vielleicht das eine oder andere neue oder länger nicht gesehene Spielzeug zaubern - natürlich in einigen Lagen Papier verpackt, damit das Auspacken seine Zeit dauert.

Für längere Fahrten ist für die Eltern wohl die Nacht am angenehmsten, wenn das Baby schläft. Auch frühmorgens aufzubrechen ist günstig, weil es dann meist noch ein paar Stunden müde ist.

Wenn Kinder aber allzu sehr quengeln und rebellieren, halten Sie an und erklären ruhig aber bestimmt, dass das Auto erst weiterfahren kann, wenn sich das Kind beruhigt und brav in seinem Sitz sitzt.

Öfter mal Pause machen

Besonders bei Fahrten mit Babys sind regelmäßige Pausen zum Wickeln und Füttern wichtig. Babys dürfen nicht stundenlang im Sitz eingeengt sein - deshalb auf längeren Fahrten häufiger anhalten und das Kleine aus dem Sitz nehmen. Während der Fahrt braucht es ausreichend Schutz vor Sonnenlicht, Zugluft und Hitze. Hin und wieder sollte man auch etwas zu trinken geben - Babys empfinden die Luft im Auto trockener als Erwachsene.

Ganz wichtig: Ob am Zielort oder unterwegs an einer Raststätte: das Baby nie, auch nicht kurzfristig oder aufgrund besonderer Umstände - auch nicht, wenn es fest schläft - allein im Auto lassen!

Ein paar Dinge, die man dabei haben sollte:

  • das Lieblingsschmusekissen, auf dem es sich besser schläft,
  • ausreichend zu trinken und ab entsprechendem Alter Zwieback o.a. zum Knabbern.
  • Für den Fall, dass dem Nachwuchs reines Mineralwasser nicht schmeckt, gibt es im Handel z.B. auch Mineralwasser, dem ein Schuss natürlicher Fruchtsaft beigemischt ist (HiPP Stille Quelle).
  • die Wickeltasche fürs Baby - mit folgendem Inhalt:

    eine Wickelauflage
    4-5 Einmalwindeln
    pflegende Feuchttücher oder Ölpflegetücher
    Babyöl
    milde Babywaschlotion oder -cremeseife, Babyshampoo
    Baby-Pflegecreme, etwas Baby-Pflegelotion oder -Milk
    Spezielle Wundschutzcreme
    Aus der Apotheke ein Handdesinfektionsmittel oder Alkohol - für den Fall, dass man sich unterwegs vor dem Wickeln des Babys die Hände nicht waschen kann
  • eine Plastiktüte für gebrauchte Windeln.

Tipps gegen Übelkeit

Eine Reisekrankheit entsteht, wenn das Gehirn zeitweise die optischen Eindrücke nicht mit den Informationen des Gleichgewichtorgans auf einen Nenner bringen kann.

  • Versuchen Sie, das Kind dazu zu bringen nach vorn oder seitlich aus dem Fenster zu sehen bzw. seine Aufmerksamkeit auf Dinge draußen zu lenken (Autos, Bäume, Wolken ...). Nach unten sehen verstärkt die Übelkeit. Für frische Luft (keine Zugluft) sorgen.
  • Wenn Sie Grund zur Befürchtung haben, dass dem Kind übel werden könnte, sollten Sie für alle Fälle immer eine Plastiktüte, einen feuchten Waschlappen und frische Kleidung bereit haben. Und nicht schimpfen, wenn es sich erbricht - das macht alles noch schlimmer.
  • Tabletten, die der Übelkeit vorbeugen sollen, nur nach Absprache mit dem Kinderarzt geben.

Der richtige Kindersitz

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 1,50 m sind, dürfen nur in "Rückhaltevorrichtungen" mitgenommen werden, die amtlich genehmigt und für das Kind genormt sind. Die Euronorm gibt hier folgende Klasseneinteilung vor:

Gruppe 0 für Babys bis 10 kg (bis etwa 9 Monate)

Gruppe 0+ für Babys bis 13 kg (bis etwa 15 Monate)

Gruppe I von 9 bis 18 kg (etwa 8 Monate bis 4 Jahre)

Gruppe II von 15 bis 25 kg (etwa 3 - 7 Jahre)

Gruppe III von 22 bis 36 kg (etwa 6 - 12 Jahre)

Sitzschalen, in denen das Baby halb sitzt, halb liegt, sind auf dem Beifahrersitz nur zugelassen, wenn kein Beifahrer-Airbag eingebaut ist bzw. dieser deaktiviert wurde (Beschreibung gut durchlesen!).

TIPP: Zum Kauf von Schalen und Sitzen sollten Sie immer sowohl das Kind, als auch das Auto mitnehmen und vorab den Ein- und Ausbau, als auch die Passform für das Kind testen.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2015

   

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