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Prof. Dr. med. B.-Joachim Hackelöer - Pränatale Diagnostik Pränatale Diagnostik
Geschrieben von InaMueller am 20.02.2013

Ersttrimesterscreening - ja/nein?

Sehr geehrter Herr Prof.Hackelöer,

wir stehen momentan vor der Entscheidung ein Ersttrimesterscreening durchführen zu lassen. Ehrlich gesagt, bin ich sehr verunsichert angesichts der Tatsache, da es sich "nur" um einen statistischen wert handelt. Ich habe von vielen Frauen gehört, die dadurch stark verunsichert wurden. Der ausgelöste Stress ist ja sicherlich auch für das Ungeborene schädlich. Mein Mann und ich sind uns sicher, dass wir einem Abbruch einer Schwangerschaft aufgrund einer erhöhten Down-Wahrscheinlichkeit nicht zustimmen werden. Leider haben wir keine gute Aufklärung zu der bevorstehenden Untersuchung erhalten, so dass wir nicht wissen, ob sie außer auf die "Erkennung" der Trisomie noch auf weitere Komplikationen abzielt. Aufgrund meines Alters und gesundheitlichen Vorgeschichte (33 Jahre, Schilddrüsenunterfunktion in Behandlung und SD teilweise entfernt, sowie einer vorausgegangenen Fehlgeburt) wurde mir bereit im Vorfeld prognostiziert, dass ich unter den Schwellenwert fallen würde und definitiv eine Risikoschwangere für ein Trisomie-Kind sei.

Mir fällt es momentan schwer die "richtige" Entscheidung zu treffen, denn schließlich wollen wir alles mögliche dafür tun, damit es unserem Kleinen gut geht und die Schwangerschaft diessmal ohne Komplikationen verläuft).

Für Ihre Antwort bedanke ich mich bereits im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Frage beantworten
 


*Antwort:

Re: Ersttrimesterscreening - ja/nein?

Antwort von Prof. Hackelöer am 20.02.2013
 
Hallo InaMueller,
was das Richtige für Sie ist,können nur Sie selber entscheiden.Wenn Sie nicht über Chromosomenauffälligkeiten aufgeklärt werden wollen,lohnt sich die ausführliche Ersttrimesteruntersuchung ohne Risikoevaluation auch dadurch,daß man schon körperliche Auffälligkeiten(z.B. Herzfehler/Extremitätendefekte/Bauchwandbrüche u.ä.) feststellen kann,die für den weiteren Verlauf und die Betreuung der Schwangerschaft Bedeutung haben,ohn,daß ein Abbruch damit verbunden sein muß.Aber grundsätzlich müssen Sie wissen und alleine entscheiden,was Sie wollen!Darüber müssen Sie mit Ihrem Mann gemeinsam ein Vorgehen festlegen.Horchen Sie intensiv in sich hinein - dann finden Sie es heraus.Einmal müssen Sie sich festlegen!
Alles Gute
Prof.Hackelöer

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