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Geschrieben von emilie.d. am 10.05.2017, 9:13 Uhrzurück

Re: Verlustängste bei 6 jährigem Mädchen

Wenn die Beziehung gut zum Vater ist (scheint ja hier so zu sein), dann bedeutet Trennung den Verlust einer Bezugsperson. Das ist für eine 3-Jährige ein Drama. Beide Eltern sind "im Kopf verankert", ein Teil von einem selbst. Bei einer Trennung geht dann auch ein Stück von der "eigenen Persönlichkeit" verloren. Richtig schlimm wird es, wenn Eltern dann noch während der Trennung über den anderen jeweils herziehen, das zerstört das aufkeimende Selbstbewusstsein richtig, weil Kind Kritik an Vater oder Mutter auf sich selbst bezieht. Schreibst Du nicht drüber, nur generell angemerkt.

Sorry für das Dozieren, aber ich finde es wichtig, dass man das vorab versteht. Eure 6-jährige müsste längst aus dem Trotzalter raus sein, Trennungsmomente, Abschiede kognitiv bewältigen können. Dass sie das im Moment nicht kann, würde ich als Hilfwruf interpretieren. Tust Du ja auch, in dem Du hier postest, finde ich super, dass Dir das nicht einfach egal ist.

Ich persönlich würde jemand Professionelles fragen (gibt z.B. auch Erziehungsberatungsstellen von der Caritas, die umsonst sind). Jetzt aus meinen eigenen Erfahrungen heraus würde ich dazu raten, alles zu tun, was ihr Selbstbewusstsein stärkt, ihre Verlustängste verringert. Ähnlich wie man es auch macht, wenn ein Geschwisterchen sich ankündigt. Das kann ähnliche Reaktionen hervorrufen.
Bezieh sie so viel es nur geht in die Vorbereitungen ein. Gibt es Dinge, die sie gern macht, z.B. basteln? Dann lass sie für die Kirche besondere Deko basteln, die aufgehängt und allen gezeigt wird, lass sie etwas machen, worauf sie Stolz ist, wofür sie Anerkennung bekommt. Lass sie bei der Auswahl von Kuchen, Servietten mithelfen. Noch besser, wenn der Vater das macht. Extra Zeit mit dem Vater wäre gut, damit sie merkt, dass er ihr nicht verlustig geht. Er sollte viel mit ihr reden, dass er zwar heiratet, aber sich für sie nichts ändert. Dass er sie immer lieben wird, egal was in seinem Leben sonst so passiert.
Ausschluß von der Hochzeit fände ich komplett kontraproduktiv. Verschärft die Problematik wahrscheinlich, weil sie sich dann wahrscheinlich erst recht ausgeschlossen und ungeliebt fühlt. Im Gegenteil, ihr Vater sollte ihr eine in ihren Augen wichtige Rolle zukommen lassen, nach dem Motto, den schönsten Tag in meinem Leben möchte ich mein liebstes Kind ganz nah bei mir haben. Das wird sie stärken und dann hört auch das Geschreie auf.

 

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