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Patchwork-Familien Patchwork-Familien
Geschrieben von Lou_84 am 17.06.2017, 18:48 Uhrzurück

Re: Ein Baby von einer Anderen...

Susanne, deine Gedanken hatte ich auch beim Lesen des Beitrags. Und Lala-0101, ich denke, es ist einfach wichtig, dass du für dich schaust, wo du bei der ganzen Sache bleibst.
Auch wenn du gerade vermutest zu wissen, wie dein Freund da tickt: Keiner weiß, wie sich seine Einstellung noch dreht, wenn das Kind da ist. Da haben auch Väter in intakten Familien schon 360-Grad-Wendungen hingelegt. Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig.
Auch weil du schreibst, du würdest bei euch noch nicht von Beziehung sprechen - sehr gefestigt klingt das noch nicht. Ich will nicht pessimistisch klingen, aber gerade das erste Jahr mit Kind ist ein Ausnahmezustand. Nehmen wir mal an, dein Freund möchte regen Kontakt zum Kind und die Ex stillt: da gibt es Phasen, da hängt das Kind quasi 24/7 an der Brust. Er wird er also auch weiterhin viel Kontakt mit ihr haben müssen.

Darf ich fragen, wie die Ex zu dir steht? Weiß sie von euch?
Auf ein nicht vorhandenes Recht, sauer zu sein, wie du das erwähnst, solltest du dich besser nicht verlassen.
Die Ex meines Freundes hat mir 1,5 Jahre lang ordentlich die Hölle heiß gemacht - dabei hat sie ihn für einen anderen verlassen. Und hier rede ich von der unkomplizierten Patchworkbeziehung. Mittlerweile klappt es zum Glück gut zwischen uns.
Der komplizierte Ex hat mich jahrelang vor seiner Ex verheimlicht, aus berechtigter Angst, das Kind gar nicht mehr sehen zu dürfen. Obwohl sie längst einen Neuen hatte. Auch deswegen bin ich gegangen.
Deine Idee, dass Patchwork einfacher wird, wenn ein gemeinsames Kind da ist, finde ich interessant, da habe ich jetzt drüber nachdenken müssen.
Tatsächlich wurde für mich mit der Geburt unseres Kindes einiges einfacher. Mein Selbstbewusstsein größer, meine Position einfacher und selbstverständlicher als die der Nur-Stiefmutter.
Andere Sachen werden aber auch um einiges schwieriger. Meine Beziehung zum Stiefkind ist etwa um einiges komplexer geworden. Vorher habe ich mich einfach rausgehalten, jetzt muss ich mich im Interesse meines Kindes erziehungstechnisch mehr einmischen. Und auch die Balance ist schwierig -hier ein Kind, mein Kind, das ich über alles liebe, und dort ein Kind, das unheimlich viel Aufmerksamkeit braucht, und das ich gefühlstechnisch eher so ganz okay finde.
Und die Beziehung zwischen meinem Freund und mir wird nicht nur von einem eigenen Kind auf die Probe gestellt, wir haben jetzt die halbe Woche zwei Kinder. Zeit füreinander bleibt uns da nicht viel.
Einfach ist also anders :)

 

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