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Nach 8 wochen...

Hallo ihr Lieben,

Ich weiß nicht, ob das normal ist und ich überreagiere, daher bitte ich euch mal um eure Meinungen.

Unser kleiner ist seit 5 Wochen zuhause. Vorher war er noch 3 Wochen im KH - weil Frühchen.

Während und vor der Schwangerschaft hat mein Freund mich auf Händen getragen. Er war den ganzen Tag arbeiten, hat danach noch was im Haushalt gemacht, hat mich Abends massiert, hat alles erledigt, ist noch mit dem Hund raus, usw. Man muss dazu sagen dass ich eine Musterschwangerschaft in Sachen Probleme während der Schwangerschaft hatte. Progesteronmangel, Übelkeit und Appetitlosigkeit bis zur 27. Woche, Schlappheit, alles was ihr euch so vorstellen könnt und ab der 28. Woche schmerzen (32. Kam ich ins KH).
Er hat das alles mit mir durchgestanden, war stark und hat mich unterstützt.

Dann kam der kleine auf die Welt und er hat nicht verstanden warum ich immer von morgensbis abends im KH bin. Warum ich mich selbst vernachässige und praktisch nur dafür lebe den kleinenzu sehen, zu versorgen, zu kuscheln. Aber er hat mich machen lassen, hat zuhause den Haushalt alleine gemacht und hat sich Elternzeit genommen um für uns da zu sein.

Seit der Kleine zuhause ist, ist er völlig verändert. Er hat immer noch Elternzeit, kriegt aber nichts mehr auf die Reihe. Haushalt machen wir beide. Er wickelt immer, sobald ich es sage - nie aber von sich aus. Er ist völlig überfordert, sagt er schafft das alles nicht alleine, er tut ja so viel. Hä? Er hat den GANZEN Tag Zeit für den Haushalt, der in 2 bis 3 stunden erledigt ist und schafft es nicht mehr? Obwohl ich auch viel mache?
Das ist das erste.
Dann meckert er ständig, dass ich ja keine Zeit mehr für uns habe. Ich hab den ganzen Tag den Kleinen bei mir und vernachlässige uns als Paar. Obwohl wir meiner Meinung nach sehr viel kuscheln, wieder miteinander schlafen, wir tagsüber zusammen sind und z.B. Serien schauen oder mal was spielen. Ich hab nur noch Zeit für die beiden, keine mehr für mich. Und das ist ok. Aber muss ich mir dann sowas anhören?

Und dann das letzte. Das schlimmste für mich. Das Kind.
Wenn der kleine beim wickeln die dritte Windel voll macht, oder sich den zweiten frischen Body vollspuckt wird er ungeduldig und genervt, meckert rum. Der kleine spürt das, wird aufgeregt und spuckt noch mehr.
Wenn der kleine schreit, reagiert er erst recht spät und macht dann? Nichts. Schnuller rein, fertig. Er versteht nicht was der kleine hat.
Ich frage dann immer.
Was hat er?
- keine Ahnung.
Dann finde es raus.
- wie?
Und dann erkläre ich es ihm. Immer und immer wieder. Wie er testet, ob es Bauchschmerzen sind. Ob ihm schlecht ist. Ob er hunger hat. Ob er nur anders hingelegt werden möchte. Er kann es sich NICHT merken. Das nächste mal lässt er ihn wieder quängeln.
Irgendwanb hab ich gesagt "dann frag mich doch". Macht er nicht. Ruft mich nicht. Lässt einfach quängeln bis ich komme.
Er macht auch NICHTS von sich aus. Alles muss ich sagen.
Eigentlich wird er gestillt. Für Eisen und vit d bekommt er die Flasche. Das macht er. Schon immer. Er denkt aber nicht mehr daran. Das soll ich jetzt tun. Auch noch.
Und den vaporisator? Hat er jetzt ne Woche nicht benutzt. "Da denk ich nicht dran." Mache jetzt ich.
Fläschchenwärmer und vaporisator putzen? Mache ich. Denkt er nicht dran.
Sauger sind abgespült. Ich laufe hin, schaue sie an: noch Milchreste drin.
Ich hab das Gefühl es läuft hier gar nichts mehr. Außer meckern. Diskutieren. Das machen wir ständig. Warum ich meine Wäsche nicht weg räume. Warum ich (wenn das Baby schreit vor Hunger) nicht VOR dem stillen daran denke mir wasser und Mullwindel zu holen und er mir das dann immer bringen muss. Warum wir keine Zeit mehr füreinander haben. Warum er jetzt zur Apotheke soll. Dass er sooo müde ist. (Wir schlafen getrennt, weil er unerträglich ist, wenn er schlafmangel hat. Ich hab den kleinen die ganze Nacht.) Warum wir immer diskutieren....
Ich lasse mir wenig anmerken. Bleibe ruhig. Erkläre es ruhig. Nur manchmal kommt halt auch mal ein "machs halt mal so, sag ich dir doch ständig!" Und dann ist er wieder genervt.

Ich bin momentan ziemlich fertig mit den nerven. Und zwar nicht wegen dem Kleinen, nicht wegen weniger schlaf..

Was soll ich tun? Kennt das jemand? Wird das wieder anders? Sollte ich mich darauf einstellen es lieber immer alleine zu machen?

Ps: der kleine schreit. Er bekommt ihn nicht beruhigt.. Überraschung.

von Aluna am 02.09.2017, 11:31 Uhr

 
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*59 Antworten:

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von mf4 am 02.09.2017, 12:09 Uhr

Hab nur bis zur Hälfte gelesen. 1 Baby 2 erwachsene Menschen und euer Haushalt dauert Stunden täglich? Und das bisschen ist dann auch noch ein wer-macht-mehr-Wettstreit, jeder ist gestresst und er macht eh nichts gut genug.

Willkommen im Alltag mit Baby aber ich finde daa alles aufgebauscht. Macht einfach keine 3h Hausarbeit und dann habt ihr freie Zeit.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Mariechen2015 am 02.09.2017, 13:31 Uhr

Ich denke auch ihr macht zu viel Heckmeck um das Ganze.
Zwei Elternteile zeitgleich für ein Baby das ist schon wirklich Luxus.
Freut euch,dass es so funktioniert und genießt die Zeit als Familie und macht nicht so ein Tamtam was alles zu tun ist.
Die wirkliche Arbeit kommt ja noch und irgendwann wird dein Mann auch nicht mehr zu Hause sein.
Macht das Baby macht nicht viel Dreck in dem arbeit.
Wenn du dich und Baby kümmerst dann macht Mann eben in der Zeit bisschen was im Haus.
Aber wenn ihr täglich mit 2 Mann Haushalt machen verstehe ich nicht was da so viel anfällt.
Ich habe drei Kinder,zwei davon klein die wirklich noch viel Sand aus Kiga mit uns Haus bringen,rumkrümmeln usw.
Ich mache morgens vor der Arbeit die Bäder und die Küche und aufgeräumt wird sowieso gleich immer.
Und abends wird die untere Etage durchgesaugt,alle 2-3 Tage oben.
Gewischt wird unten alle 2 Tage,oben wo Ca 2 mal die Woche.
Müll,Wäsche,Staub wischen,Spülmaschine läuft nebenbei.
Wenn ihr zu zweit täglich eine Stunde zusammen wenn das Kind schläft eben den Haushalt morgens macht,dann dürfte es doch wirklich ordentlich sein.
Viele Sachen müssen bei zwei Erwachsenen Personen ja auch nicht täglich gemacht werden.
Stresst euch nicht so und genießt die Familienzeit.
Es kommen auch Zeiten wo beide wieder arbeiten,Kinder wesentlich mehr dreckig machen und man das alles allein Wuppen musst.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von ahu am 02.09.2017, 13:31 Uhr

Hallo!
Auch Männer können Wochenbettdepressionen bekommen und auch Männer nimmt die Schwangerschaft mit.
Anscheinend hat er doch wochenlang alles für dich getan - hast du schon mal daran gedacht, dass er jetzt auch mal eine Pause braucht?
Schick ihn (liebevoll) übers Wochenende mal raus. Keine Ahnung, Kurzurlaub mit seinen Jungs, Verwöhnprogramm bei seiner Mama... irgendwas, das ihm Spaß macht.
Sei ein bißchen nachsichtig, mach dir klar, was er alles für dich getan hast und frag ihn mal, wie ihr ihn wieder fit kriegt ;-)

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Mehtab am 02.09.2017, 14:03 Uhr

Hallo Aluna,

ich kann dich wirklich nicht verstehen. Ihr seid zu zweit zu Hause, und dein Mann hat jetzt wochenlang alles alleine gemacht, um dir Zeit für das Baby zu geben. Wieso kannst du ihn denn nicht jetzt entlasten, so dass er sich erholen kann, bevor er wieder zu arbeiten anfängt. Wie lange hat er denn noch Elternzeit, wenn der Kleine schon acht Wochen alt ist. Wenn er wieder arbeitet, dann musst du das ja auch alles alleine machen. Also reg dich ncht auf über das, was er nicht macht, sondern freu dich über das, was er macht. Viellicht ist er sich auch noch unsicher. Sag ihm einfach, wenn er etwas machen soll und kritisiere nicht so viel. Das ist kontraproduktiv. Wie ist denn die weitere Betreuung eures Kindes geplant? Arbeitest du auch schon bald wieder?

Nichts für ungut, aber setz bitte einmal eine andere Brille auf, bevor du soviel Ressourcen verschwendest.

Alles Gute und viele Grüße

Mehtab

 

Ich kenne das teilweise.

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 14:47 Uhr

Wir haben beim ersten Kind auch viel gestritten. Wir waren beide irgendwo fertig und überfordert mit der Situation und hatten viele dieser "Mir geht es aber viel schlechter als Dir" Diskussionen. Die führen zu nix.

Da hilft nur reden, reden, reden. Möglichst ohne Vorwürfe machen. Du räumst Deine Wäsche nicht auf, er spült die Sauger nicht richtig. Über beides kann man ergebnisoffen reden, wie man das in Zukunft handhabt. Also dass Du z.B. nicht losmeckerst, sondern in einem vernünftigen Ton drum bittest, die Sauger nachzuspülen.

Er wird nicht alles so machen wie Du, irgendwo muss er mit Baby seinen eigenen Weg finden. Dafür musst Du ihm aber Vertrauen schenken und Luft lassen. Du schreibst, Du hast keine Zeit für Dich. Geh für zwei h aus der Wohnung, lass den beiden Zeit, sich kennenzulernen.

Mit dem Wasser und der Mullwindel verstehe ich das irgendwo. Du kannst doch das Baby abdocken und es Dir selbst holen, warum muss er da aufstehen? Warum gehst Du nicht zu Apotheke? Entweder Baby dalassen oder eben mitnehmen.

Redet miteinander. Er scheint ja schon ein Kümmervater zu sein. Ihr müsst für Euch da einfach noch abstecken, wer was wie macht.

 

Und wegen Kind

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 14:55 Uhr

Du kommst hier im Post sehr schulmeisterlich rüber. Da hätte ich Null Bock drauf. Wieso fragst Du ihn ab? Sag doch einfach oder mach, was Du denkst. "Ich würde ihn mal in Fliegerhaltung nehmen, das mag er meist recht gern." oder so.
Oder dass Dein Freund sich aufregt. Bestätige ihn da doch mal, nimm das ernst. Er macht da seinem Frust Luft und das darf er auch. "Oh Mann, echt das Dritte mal? Er ist halt klein und kann nix dafür." Ich reg mich auch auf, wenn ich Kind zum dritten mal umziehe.

 

Die beiden sind aber erst seit 8 Wochen Eltern.

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 15:01 Uhr

Da wuppt man das noch nicht so. Mir ist das gerade erst wieder aufgefallen, wie schnell ich im Gegensatz zu Neueltern wickeln kann. Mir laufen die Windeln Auch nicht aus, bei Kind 1 hatte ich das noch häufig. Ist bei vielen Handgriffen am Baby so.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von memory am 02.09.2017, 15:24 Uhr

Tja wenn er in deinen Augen alles falsch und zu wenig macht , hilft da wirklich nur das DU allein wickelst , umziehst , in die Apotheke gehst , den Haushalt machst, die Sauger ausspülst , das Kind beruhigst, testest ob es Bauchschmerzen oder Hunger hat ,deine Mullwindeln und Wasser selbst holst ,deine Wäsche weg räumst, die 1 Flasche gibst . Zumindest lebst Du dann ruhiger!

Oder aber Ihr macht eine klare Liste mit jeden seinen Aufgaben , so braucht man nicht ständig diskutieren , wer was wann machen soll und ihr sitzt beide nicht mit dieser "och kann der nicht mal -mensch warum sieht er /sie denn nicht"- Erwartunghaltung in der Gegend rum. Allerdings verkneift man sich dann auch die Kontrolle des Anderen, sonst siehe Punkt 1!
Denke aber auch , dass der Gute nur überfordert ist nach dem er dich so lange unterstützt hat und jeder braucht mal seine Auszeiten! Und mal ehrlich ihr habt ein paar Wochen altes Baby , wen bitte schön interessiert da der dämliche Haushalt???

Kennen tue ich das nicht , mein Mann hatte weder Elternzeit bei den Kindern noch war er in der Woche zu Hause! So musste ich eh alles allein machen! Und stellte fest , ich kann auch vieles einfach mal so lassen:-)

Und P.s. ---> das sich ein Säugling in den ersten Wochen/Monaten am besten von der Mutter beruhigen lässt , vor allem wenn man stillt , ist völlig normal und hat nichts mit Ihm zu tun.

 

Re: Och Gott...

Antwort von Banu28 am 02.09.2017, 17:20 Uhr

Ich habe meine Kinder auch als Babys immer komplett allein versorgt, weil mein Mann keine Elternzeit nehmen konnte. Mein Haushalt war trotzdem okay und schnell gemacht. Es gibt viele Frauen, die allein zwei kleine Kinder versorgen müssen und nicht herumheulen. Normalerweise ist es so, dass die Frau arbeiten geht, wenn der Mann Elternzeit nimmt, und umgekehrt. Dass Beide zu Hause herumhocken, habe ich noch nie gehört.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Nina411 am 02.09.2017, 17:26 Uhr

Die Frage, die sich mir stellt, ist, wo bist Du währenddessen? Wenn das Baby schreit, wenn dein Freund den Haushalt machen soll usw?
Er ruft dich, wenn das Baby Hunger hat...also wo bist du denn? Sitzt er daneben und tut nix?
Es ist wirklich eine Verständnisfrage, denn da verstehe ich gerade eure Situation nicht.

Zum Windelwechsel: da muss man wohl lernen abzuwarten, bis das Baby fertig mit allem ist. Das ist nicht alles mit einem Pups erledigt.

Habt ihr eine Hebamme, die euch/ihm alles erklären kann?

LG

 

Hier ist das total häufig.

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 17:30 Uhr

Viele nehmen gleichzeitig Elternzeit. Unsere Bekannten nutzen die acht Wochen überlappend auch zum ausgiebigen urlauben.
Ich habe bei meinem ersten Kind übrigens so gut wie keinen Haushalt gemacht, das hat mein Mann nach der Arbeit bzw. am WE erledigt. Ich war mit Stillen und Co. komplett ausgelastet, insofern kann ich die AP da prinzipiell schon verstehen, dass für sie alles neu ist und sie sich überfordert fühlt.

 

Re: Och Gott...

Antwort von Nina411 am 02.09.2017, 17:35 Uhr

Eben. Und da sie sich anscheinend auch nicht ohne Unterlass um das Baby kümmert, kann ich noch weniger verstehen, was sie den ganzen Tag tut... Außer Nörgeln.

Haushalt soll er hauptsächlich tun sie "hilft". Er ruft, wenn das Baby schreit, er wickelt auf Kommando...

Ich finde es schon ungewöhnlich.
Natürlich sind wir alle das erste Mal Eltern geworden und waren mit allem überfordert, aber hier liest es sich dennoch anders.

 

Naja, sie wird die Nächte allein machen.

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 17:54 Uhr

Und sie stillt, wahrscheinlich alle 2-3 h und offensichtlich ist das Kind Frühchen und Spuckkind. Das ist nicht so prickelnd.

Für mich liest es sich so, dass hier eine Mutter ist, die sich überfordert fühlt. Da gibt es ja viele Möglichkeiten, woran das liegen könnte. Frust, Ängste wegen den Wochen im KH, Schlafmangel...

Ich versteh nicht so richtig, warum ihr vorgeworfen wird, sie würde nur nörgeln. Wie schon geschrieben, ich war mit Stillen und Co. komplett ausgelastet.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von 3wildehühner am 02.09.2017, 17:55 Uhr

Dein Partner hat fast 40 Wochen!!!!! ALLES für dich/euch getan, größtenteils neben seiner Arbeit! Das war psychisch und physisch eine große Anstrengung. Ist es da nicht verständlich, dass bei ihm jetzt ein wenig die Luft raus ist und er auch mal Ruhe braucht-und bestimmt keine ständigen Belehrungen.

 

Mein Mann war wegen eines Unfalls im KH.

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 18:05 Uhr

Und dann noch 4 Wochen Zuhause immobil und "pflegebedürftig". Dann noch 2 Monate nicht in der Lage, Haushalt zu machen, auto zu fahren.

Ich habe alles allein gemacht neben meinem Vollzeitjob. Plus ständiges Gefahre zu Ärtzen und Co.
Und daf0r auch viel Genörgel geerntet, weil er so frustriert war. Aber ohne Kinder ist das doch schon zu schaffen.

Wieso braucht der Mann der AP da jetzt Ruhe, verstehe ich nicht. Er arbeitet doch nicht und kann jede Nacht gemütlich durchschlafen. Wenn Baby gestilt wird oder schläft, hat er auch komplett Freizeit.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:08 Uhr

Der kleine ist ein Frühchen. Nochmal etwas mehr arbeit. Er ist erst seit 5 wochen zuhause. Und 3 Stunden Hausarbeit täglich ist momentan alleine schon wegen der wäsche nötig. Sind relativ frisch umgezogen.
Außerdem geht es hauptsächlich um die Zeeite Hälfte und um das Verhalten. Nicht um die Hausarbeit. Schade, dass das so runter gespielt wird.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:11 Uhr

Die Pause bräuchte ich aber auch. Mich fragt nur keiner. Ich hab den kleinen den ganzen Tag, hab nie Ruhe/zeit für mich, hatte wochenlang den stress mit dem Krankenhaus während er Zuhause bleiben durfte, damit er sich erholt. Ich meckere nicht und ich sage ihm das auch nicht. Ich lasse ihn trotzdem schlafen. Er darf tun und lassen was er will, solange er mit im Haushalt hilft. Und nen Tag oder sogar ein Wochenende weg WILL er gar nicht. Er WILL bei uns sein und uns helfen, aber er schafftes nicht.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:24 Uhr

Ich bin gerade wirklich schockiert über die antworten. Ich habe hier deutlich um Hilfe gebeten wie wir das hinbekommen. Nirgends steht IRGENDWAS davon, dass ich meckern würde.
Wie oben geschrieben soll er den Haushalt machen, solange wir uns organisieren lernen. Mein Kleiner will alle 2 Stunden essen. Die letzten 5 Tage sogar ungelogen alle 30 Minuten. Danach kann ich ihn nicht hinlegen, weil er sofort spuckt und oft will er dann schon wieder essen. Er kann kaum alleine im Bettchen liegen, weil er sofort los schreit (und wehe jemand kommt jetzt mit "lass ihn schreien". Die können ihre eigenen Kinder vernachlässigen.)
Und wenn ich dann mal DUSCHEN will oder AUFS KLO MUSS, darf ich ja wohl erwarten, dass Papa es schafft mich zu rufen, wenn der Kleine essen will, damit ich mich beeile, oder?
Wahnsinn was einem hier unterstellt wird.
Er muss hier weiß Gott nicht viel machen. Den halben Tag schaut er TV, spielt PC oder geht Baden, duschen, etc.
Er darf JEDEN Tag ao lange schlafen wie er möchte. Das sind meist 9 bis 10 Stunden. Und ich lege mich mittags nicht hin. Ich meckere auch nicht rum, dass ich müde bin. Ich versorge den Kleinen, koche oft trotzdem noch, mache Dinge im Haushalt und MECKERE NICHT. Aber wenn der kleine schreit oder irgendwo Bakterienherde entstehen, weil er es nicht auf die Reihe kriegt und mir nicht mal BESCHEID gibt, dann sag ich was. Wow.

Und zur Info: er will selbst endlich lernen wie er mit dem kleinen umgeht. Wie er rausfindet was er hat und braucht und wie er ihn beruhigt. Aber Hauptsache dann kommen solche Kommentare hier wie "ich habs auch alleine hinbekommen"... schön für euch.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:33 Uhr

Ps: 5 Monate der Schwangerschaft hat er nicht mit mir zusammen gewohnt. Und der Kleine kam 8 Wochen zu früh. Also waren es 2 Monate verwöhnen.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:39 Uhr

Ach und wir führen ja immer Gespräche. Ganz ruhig, gabz sachlich, ich nehme ihn in den Arm, bin für ihn da. Wir schreien und nixht ständig an, wir diskutieren. Versuchen Lösungen zu finden, weil er ja genaz so unzufrieden mit sich ist. Und wie Im neuesten Beitrag unten beschrieben hat er ja auch seine Pause.

 

Re: Ich kenne das teilweise.

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:45 Uhr

Wir reden ja sehr sehr viel. Und oft. Und auch immer sehr ruhig. Ich meckere auch nicht, wenn dann spreche ich die dinge ruhig an (finde es schade,dass offenbar sehr viele hier denken ich sei ein totaler Hausdrache.). Aber es tut sich halt nix. Darum ja die Frage, ob wer helfen kann.

Er muss auch nicht alles machen wie ich. Aber schreien lassen geht halt nicht. Genau wie unhygienisches Zubehör.


Emilie: das hab ich immer getan. Jedes mal. Aber irgendwann mal muss er es doch auch lernen.. will er selbst doch auch. Er hat sich dann beschwert, dass ich ihm immer sage was er tun soll. Darum bin ich auf Fragen umgestiegen. Damit er selbst darauf kommen kann.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:48 Uhr

Wie unten geschrieben: es waren ACHT Wochen. Keine 40.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von mf4 am 02.09.2017, 20:52 Uhr

Sorry aber da hak ich jetzt mal nach...
der kleine spuckt, vorstellbar, dass er täglich eine Trommel Wäsche macht (inkl. Bettwäsche). Gehst du mit dem Waschbrett 3h an den Fluss?

Kann es sein, dass du dich inzwischen so hineingestresst hast, dass du übertreibst? Wenn meine Waschmaschine 3h lang wäscht habe doch ich nicht 3h Arbeit sondern eher 15min für aufhängen/abnehmen.

Zum Thema zurück... warum dein Partner nun einen Wellnessurlaub brauchen sollte verstehe ich auch nicht. Leg du dich mit dem Baby hin, wenn es schläft und wenn du baden möchtest tu das. Ich denke nicht, dass dein Baby 24h wach ist.

 

Re: Och Gott...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:53 Uhr

Nina: Ganz schön anmaßend, ehrlich.

Auch als Mama will man duschen. Und wenn ich den Haushalt mache, bin ich auch mal in einem anderen Raum. Wie ich oben geschrieben habe (das hast du offenbar nicht gelesen, sonst würdest du jetzt nicht so unverschämte sachen unterstellen) habe ich keine Zeit für mich. D.h. die Einzige Zeit in der er mal kurz nach dem Baby schauen soll, sind dinge die ich erledigen muss. Aber stimmt eigentlich.. mamas müssen sich ja eigentlich nicht waschen. Kann ich zukünftig ja auch noch lassen. Oder aufs klo. Mach ich einfach neben das Sofa.....

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 20:59 Uhr

Naja er spuckt sehr viel und wir haben nur eine 4 kg trommel. Also 1 bis 2 Waschmaschinen täglich. Dann noch unsere Wäsche. Ein bisschen mehr als sonst, weil er mich auch mal erwischt, aber das merkt man kaum.
Aber das ist ja nicht der gesamte Haushalt. Alleine die Küche, das Kochen, betten beziehen, Sofa zum schlafen richten und morgens aufräumen, saugen und wischen, Bad putzen (machen wir recht häufig. Finden wir beide wichtig.) Usw. Da kommt schon was zusammen. Und ich meinte ja 2 bis 3 stunden. 2 sind normal. Wenn jemand zu besuch kommt sind es mal 3.

Hinlegen geht selten bis nie. Hab das in einem Beitrag unten beschrieben. Oft stillen, ständig spucken, fast immer Körperkontakt nötig etc.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 21:00 Uhr

Ps: stimmt. Hatte hier 3 stunden geschrieben. Sollte eine 2 werden. In einem anderen beitrag meinte ich 2 bis 3.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Mehtab am 02.09.2017, 21:01 Uhr

Hallo Aluna,

nein, ich beneide dich wirklich nicht, aber irgendetwas läuft da schief. Dein Kind verhungert nicht, wenn du auf die Toilette gehst oder duscht. Ich gehe jetzt davon aus, dass du nicht stundenlang duscht.

Dein Kind muss doch auch noch viel schlafen. So kleine Babies brauchen doch noch viel Schlaf. Nutz die Zeit, wenn es schläft. Nimm da einmal etwas Druck weg und habe mit deinem Mann noch etwas Geduld. So wie du es schreibst, ist er ja willig zu helfen. Das wird schon noch. Stress dich nicht so.

Viele Grüße

Mehtab

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 21:05 Uhr

Ja. Was schief läuft ist leider, dass er wirklich so gut wie nie einfach schläft. Er braucht immer hautkontakt, sonst schreit er los. Die wenige Zeit die er mal im Bettchen liegt ohne Bauchweh, ohne übelkeit und ohne Hunger, nutzen wir entweder mal zum zusammen duschen, zum kuscheln oder um irgendwas gemeinsam im Haushalt zu machen (haben z.B. noch 5 Umzugskartons die aussortiert werden müssen.)

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von mf4 am 02.09.2017, 21:20 Uhr

Nimm den Druck weg... Betten müssen nicht jeden Tag überzogen werden und man muss auch nicht täglich putzen oder gar extra weil Besuch kommt.

Mich würde es auch nerven, wenn er "Elternzeit" nimmt aber diese nur nutzt um zu schlafen und zu zocken. Warum kann er nicht die Umzugskartons ausräumen. Das Chaos wäre nämlich etwas, was mich irre machen würde. Man will doch mal fertig eingezogen sein.

Für mich liest sich das alles andere als entspannt sich 24h am Tag für 2 Monate auf der Pelle zu sitzen. Wenn ich das lese bin ich schon fast froh, dass ich Elternzeit des Partners nicht kenne. Klar hatte ich dann wirklich alles allein aber eines hatte ich nicht... einen, über den ich mich noch aufregen muss.

Ich mutmaße mal, dass es für dich einfacher wird, wenn er wieder arbeitet. Dann machst du in Ruhe dein Ding und was du nicht schaffst bleibt liegen... Punkt. Sollte es ihn stören dann kann er es ja erledigen oder überlegen, ob er sein Zeug wieder in Umzugskartons räumen möchte.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Mehtab am 02.09.2017, 21:24 Uhr

Du, das wird schon noch. Irgendwann, hoffentlich bald, wird euer Baby auch schlafen und die Situation entspannt sich. So ein Frühchen ist wahrscheinlich schon aufwändiger als ein voll ausgetragenes Baby, aber das legt sich. Halt die Ohren steif, bis es soweit ist. Lass dir Zeit mit den Umzugskartons. Schiebe soviel du kannst, solange der Kleine nicht schläft. Nimm Druck raus, wo es nur geht.

Alles Gute

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 02.09.2017, 21:36 Uhr

Mich würde es auch nerven, wenn er "Elternzeit" nimmt aber diese nur nutzt um zu schlafen und zu zocken. Warum kann er nicht die Umzugskartons ausräumen. Das Chaos wäre nämlich etwas, was mich irre machen würde. Man will doch mal fertig eingezogen sein.


Ja mich macht das auch verrückt. Ich komme nicht dazu. Der kleine trinkt jetzt schon wieder seit 45 Minuten, hst 30 Minuten vorher erst aufgehört. Er trnkt noch sehr langsam.. seit 5 Stunden (!!) Liegt vor mir ein fotoalbum in das ich gerne mal bekleben würde und ich habe genau eine Seite geschafft, weil ich nichts mache außer stillen, bäuerchen, hoch halten damit er nicht spuckt, Bauchschmerzen bekämpfen weil seine Verdauung noch nicht ausgereift ist, wickeln und wieder stillen... der Papa ist mit Freunden unterwegs und ich bin das erste mal so am ende, dass ich weine. Unter anderem mit Sicherheit, weil mir hier so unheimlich viel Hass entgegen schlägt, den ich nicht verstehe. Offenbar darf man als Mama nicht mal am Ende sein oder sich mal mit anderen Müttern darüber unterhalten. Und ja, auch mal meckern.
Aber Papa darf das. Bei allen und jedem. Und das ist okay. Da sagt niemand was. Ich sag ja auch nix.

 

Re: Och Gott...

Antwort von Mariechen2015 am 02.09.2017, 21:40 Uhr

Echt das hast du noch nie gehört? Das ist ja schade,dass sich dass in eurem Umfeld dann so wenig Familien leisten (können),nur dafür kann die AP nichts.

 

Re: Och Gott...

Antwort von Nina411 am 02.09.2017, 21:42 Uhr

Stimmt, meine Antwort war kein Schulterklopfer.
Ich hatte unten in meinem Beitrag auch geschrieben, dass ich nicht verstehe wo du bist.

Natürlich kann ich nachvollziehen, dass alles (sehr) anstrengend ist. Aber bitte lies dein AP noch einmal durch. Du beschwerst dich über deinen Partner, der dir anscheinend auch schon offen gesagt hat, dass er nicht alles allein schafft.

Er soll Fläschchen geben, diese dann spülen, Windel wechseln, umziehen, Haushalt größtenteils allein "er hat doch den GANZEN Tag dafür Zeit" schreibst du. Anscheinend ja nicht, wenn er dir Wasser, Spucktuch bringen soll, nichts richtig macht und dauernd eine verbale Klatsche bekommt.

Es ist anstrengend FÜR EUCH BEIDE!!!! Nicht nur für dich alleine. Etwas mehr Verständnis könntet ihr euch da zukommen lassen.
Er ist wahrscheinlich auch erschöpft davon dich auf Händen zu tragen während der SS. Hast du daran schon gedacht?

 

Klingt nach unserem Ältesten.

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 21:54 Uhr

Ich hatte damals das Glück, dass eine Freundin acht Kinder hat. Die waren alle anders. Einige haben problemlos im Beistellbettchen geschlafen, ein Mädchen hat nur auf ihrem Bauch geschlafen. Ein halbes Jahr lang. Der Älteste war ein Schreikind.
Da hab ich mir einiges an Ratschlägen geholt.

Wir denken, dass Kind 1 einfach ein Problem hatte, sich selbst zu beruhigen. Und dementsprechend den Körperkontakt bzw. Bewegungsreiz/Saugreiz von außen gebraucht hat. Das mit dem Duschen und Schreien kenne ich auch noch. Sprich, Schreien auf Papas Arm. Aber ich glaube.mittlerweile nicht mehr, dass es Hunger war, sondern dass Mama weg war. Ich habe mit ihm an der Brust gegessen, geschlafen.
Wir hatten eine Schaukel, da hat er lange drin "gelebt". Das hat vieles einfacher gemacht.
Du könntest schauen, ob er sich im Tragetuch wohler fühlt. Die Enge und Begrenzung mögen solche Kinder oft. Mein Sohn hat.gebrüllt mein reinsetzen, aber sobald man gelaufen ist, war er ruhig.

 

Ist er mit dem Baby auch allein?

Antwort von emilie.d. am 02.09.2017, 22:10 Uhr

Es ist schwer, eine Bindung aufzubauen, wenn vom Kind nicht so viel Positives zurückkommt. Und man muss als Vater gerade bei einem Stilljunkie auch irgendwo seinen eigenen Weg finden. Ohne dass man die Mutter als Backup hat.

Entweder ihr findet da Kompromisse oder Du wirst vieles selbst oder allein machen müssen. Silikonsauger von z.B. Avent dürfen wie die Flaschen auch in die Spülmaschine. Sterilisieren im häuslichen Bereich bringt keinerlei Vorteile und wird von DGE, FKE und Co nicht empfohlen. Wären wir verheiratet, würde ich Flaschen weder sterilisieren noch von Hand spülen und Dir die entsprechenden links ausdrucken. Da müssten wir dann auch irgendwo einen Kompromiss finden.
Latexsauger muss man nur hin und wieder auskochen, falls Ihr die habt.

 

Re: Klingt nach unserem Ältesten.

Antwort von kleineTasse am 02.09.2017, 22:59 Uhr

Du erlebst das Gleiche, wie zig andere Neumamas auch. Erschwerend kommt bei dir noch dazu, dass dein Baby ein Frühchen ist und auch noch gefühlte 24 Std. spuckt. Das neue Leben mit Baby kann man im Vorfeld nicht üben und man steht quasi von einer Sekunde auf die andere doch mittendrin. Das Baby ist noch sehr neu und es muss sich alles erst einpendeln. Dann noch ein Frühchen, da sitzt der Schreck wahrscheinlich auch noch tief. Du bist mit deinem Partner im Gespräch, dass ist ja schon mal gut. Das er über Nacht keine Änderung vollbringt, ist mir aber auch klar... so aus der Ferne. Er hat sich das Leben mit Baby sicher auch leichter vorgestellt. Das ist glaube ich für den Mann doppelt schwierig, wenn es dann anders kommt, als gedacht. Ihr müßt die anstrengende Zeit jetzt einfach überleben. Irgendwie! Und zusammenhalten. Es wird bald besser und einfacher und dann ist der Alltag leichter zu bewältigen. Du scheinst mir mental stärker zu sein als dein Freund. Deine Art mit ihm zu reden liest sich nicht nett. Sag einfach mal nichts und lass ihn machen. Er wird das Baby nicht "umbringen", Papa lernt dazu und ist wieder ein Schrittchen weiter. Was wir Mütter intuitiv machen, muss Papa erst lernen. Garnicht so einfach. (war bei uns auch so, ich hätte meinen
Partner manchmal an die Wand nageln können, so doof hat er sich angestellt) Vielleicht müssen die Aufgaben nochmal anders verteilt werden oder du siehst einfach mal über den Staub hinweg der irgendwo rumliegt. Schafft euch Freiraum im Alltag und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Versuche deine "Kommandos" (klingt so beim lesen) etwas liebevoller zu verpacken. Alles Gute!

 

Re: Ich kenne das teilweise.

Antwort von Aluna am 03.09.2017, 0:06 Uhr

Ja, wenn ich z.B. zur Post gehe oder ich besuch habe (meine Familie wohnt 700 km entfernt) dann gehe ich mit denen mal ein bisschen raus und er ist 2 Stunden mit dem Kleinen alleine. Meist erzählt er dann nur, dass er die ganze Zeit geschrien hat, er nicht wusste was war und er am ende ein Zäpfchen gegeben hat.

Das geht mit unseren auch. Aber ob er sie in die spülmaschine oder in den Vaporisator stellt ist ja egal. Bleibt ihm überlassen. Nur eins von beidem muss eben sein. Er hatte das letztes mal fast eine Woche nicht gemacht und mir nicht Bescheid gegeben.

 

Re: Och Gott...

Antwort von Aluna am 03.09.2017, 0:15 Uhr

Er hat nur 8 Wochen der Schwangerschaft richtig miterlebt. Die hat er mich auf Händen getragen, ja. Aber davon Erholung brauchen?

Und Haushalt soll er nicht alleine machen, ich mache auch einiges. Fläschchen ist EINS pro Tag, das er geben soll. Morgens, um Eisen zu geben. Ist jetzt nicht die Welt. Und kurz was bringen dauert 20 Sekunden. Und wo steht denn bitte was von ner verbalen klatsche? Ich glaube fast ich habe sogr ausdrücklich oft genug geschrieben, dass wir sehr ruhig über alles reden und ich ihm nur fragen stelle, damit er selbst drauf kommt was er tun muss. Und auch das nur, wenn er überfordert ist und nicht weiß was der kleine hat.
Und wenn wir reden bin ich die, die ihn am ende tröstet. Wir suchen Lösungen damit es ihm besser geht, damit er lernt wie der kleine tickt, weil er das von sich aus will..

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 03.09.2017, 0:23 Uhr

Klar, im Endeffekt muss er es einfach lernen aber machen lassen kann ich ihn nur ein stück weit. Nach 10 Minuten muss ich einfach was sagen. Auch weil er dann überfordert ist. Und er will dann ja auch Hilfe.

Naja, Haushalt liegen lassen geht nicht. Dann meckert ER. Ich würde ein paar Dinge schleifen lassen. Er kann das aber nicht. Und dann bekommen wir streit, weil ich zu viel liegen lasse. Er meckert schon wenn ich mal einen kleinen Kleiderhaufen auf dem Stuhl habe, von Kleidung, die ich nochmal anziehen möchte.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von emilie.d. am 03.09.2017, 0:55 Uhr

Ich kenne Euch ja nicht und wie ihr tickert bzw. ob Dein Partner wirklich zu inkompetent ist, ein Baby 1-2 h allein zu betreuen. Ich habe nach vier Wochen wieder mit Sport angefangen und die Zeit musste mein Mann irgendwie schaffen. Ich mache vieles anders als er, aber was er macht, ist nicht unbedingt schlechter. Und er hat einen Weg für SICH gefunden.

Wovor hast Du konkret Angst? Dass der Kleine schreit und er ihn einfach ablegt? Dann würde ich das im Vorfeld besprechen. Er könnte sich ja aufs Sofa mit ihm setzen und den Kleinen auf den Bauch legen oder eben alternativ rumtragen. Mein Mann hatte so eine Babygeräusch App (Föngeräusche, Meer und Co.), vielleicht wäre das was für ihn zum ausprobieren.

Ich kenne halt einige, die ihren Mann nicht in die Pflege eingebunden haben bzw. haben machen lassen und sich dann beschweren, dass Mann Kinder nur "fertig serviert" ins Bett kriegt, die Kiga Tasche falsch packt, nichts in den Schränken findet...

Wickeln, Füttern macht er ja schon, das ist super, weil es Bindung erzeugt. Du kriegst das reichlich übers Stillen, er hat das viel weniger. Habt ihr mal eine Trageberatung gemacht? Wenn er das Kind 1h in der Trage hat und spazierengeht, gibt das auch Bindung.

Ich hab mich mal.mit meinem Mann unterhalten und er meinte, es wäre so schön mit Nr. 2, weil der ihn nicht nur anschreit, sobald er ihn nimmt. Ich hab das damals gar nicht so wahrgenommen, aber es ist einfach frustig, wenn Kind Frau so deutlich bevorzugt.

Schaut, dass ihr miteinander sprecht, ohne Vorwürfe. Handelt konkrete Kompromisse aus. Wer was wann macht, wer was wo liegen lassen darf. Das muss sich alles finden.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Antje04 am 03.09.2017, 8:42 Uhr

Dein Mann hat während das Baby im KH war, gearbeitet und die finanzielle Verantwortung gewuppt, auch den Haushalt.
Er war stark und hat Dich unterstützt. Schreibst Du ja selber. Aber wie lange kann man stark sein?
Vielleicht ist er jetzt am Limit. Sicher, Du bist auch am Limit, aber Ihr braucht jetzt keinen Wettbewerb, wer am meisten am Limit ist.
Die Angst um Euer Baby, die ersten Wochen bangen, das haben andere Neu-Eltern nicht. Das muss man verarbeiten, jeder auf seine Weise.
Und macht eine Paartherapie. Miteinander reden hat nur Sinn, wenn das ohne Vorwürfe abläuft, und man sachlich bleibt. Ihr seid aber emotional so angeschlagen, dass ihr vielleicht eine dritte Person - einen Mediator - braucht.
Ihr habt diese schlimme Zeit unterschiedlich verarbeitet: Du warst 24/7 im KH, er war daheim und hat Haushalt gewuppt, und sich sicher auch Sorgen gemacht, aber sich abgeschottet - weil er ja stark sein muss, wenn Du heim kommst und ihm das Herz ausschüttest. Es ist doch zwangsläufig, dass er sich irgendwann emotional nicht mehr engagieren kann und will. Du bist die Löwenmutter, weißt alles, kannst alles (so kommt das rüber), und er steht daneben wie ein Schüler... Da kann man schon mal den Bezug zum Baby verlieren.
Er ist sicher auch mit den Nerven fertig.

Und holt Euch eine Haushaltshilfe. 2-3 Stunden täglich Haushaltsarbeit? Da fehlt es an Organisation, und mir haben in der ersten Zeit Listen geholfen, die ich abhaken konnte. Planung, was als erstes, was dann....

Das sind alles keine Vorwürfe, nur Denkansätze...

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Chrissie3 am 03.09.2017, 9:38 Uhr

Sorry, habe nicht alles gelesen, deshalb weiß ich nicht, ob der Tipp schon kam: habt ihr bereits ein Tragetuch? Bei Babies, die soviel Nähe brauchen, ist das eine feine Sache und man kann nebenbei etwas erledigen. Bei Toilettengang habe ich meinen kleinen damals auf eine Decke vor mich gelegt.

Ansonsten gesteh ich, dass ich zur altmodischen Fraktion gehöre und mein Mann nahezu nichts machen musste, weil er es mir nicht recht machen hätte können. Was ich damals total unterschätzt hatte, waren die Folgen des Schlafentzugs und dass mir meine Arbeit abgegangen ist. Als ich nach 7 Monaten wieder mit TZ-Arbeit angefangen hatte und unter die Menschen kam, ging es mir schlagartig besser.
Versuch gelassener zu sein, die Zeit geht vorüber. Wenn du aber deinen Mann sagen willst, was er zu tun hat, dann hinterlässt das Spüren in der Beziehung, die sich schlecht wieder entfernen lassen.

Hast du Mutter/Schwiegermutter, die mal kommen kann? Oder Schwester? Auch wenn einige hier so tun, als sei das alles so easy: jeder von uns geht unterschiedlich, geht damit auch anders um. Nicht jeder hat die gleiche Energie- u. Nervenkraft. Deshalb bringt es nichts, wenn dir manche sagen, was sie alles geleistet haben. Vielleicht haben sie tatsächlich mehr Kraft, vielleicht aber doch eine ganz anders geartete Situation.

Aber pass auf, dass du nicht eure Paarebene kaputt machst wegen deiner Erwartungshaltung. Wenn ihr es gemeinsam nicht schafft, holt euch Hilfe von außen. Aber nicht in einem Forum, sondern in Form eines realen Menschens. Das ist keine Schande!

Ich wünsche dir viel Kraft!
Viele Grüße
Chrissie

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von mf4 am 03.09.2017, 9:48 Uhr

Ganz ehrlich... wenn mich das Stillen meines Babys so auslaugen und 24h am Tag beschäftigen würde dann würde ich abstillen. Das mögen viele anders sehen aber ich bin nicht so der Typ, der sich zu 100% aufopfern würde und dafür am Boden zerstört ist.

Sie das mal nicht so eng... Hass... hier schlägt die etwas Unverständnis entgegen. Wie geschrieben auch von meiner Seite auch.
Er will es sauber, also soll er putzen.
Wäsche macht die Maschine, aufhängen/abnehmen kann er sie.
Da er die Dinge des Babys nicht ordentlich säubert wäre das mein Part, denn das geht gar nicht.

Wenn du duschen oder baden möchtest tu das. Entspannt funktioniert das eh nur, wenn Baby schläft. Selbst wenn er beim Baby ist und du weißt er packt es nicht kannst du Entspannung vergessen.
Er könnte das Baby baden und du inzwischen auch. Sag nicht "kann er nicht, traut er sich nicht". Das sind für mich Ausreden, denn uns Mütter fragt auch keiner, ob wir die Fähigkeiten ab Geburt haben... wir lernen sie.

Geh mit dem Baby raus, nimm dir ein Buch mit, einen Kaffee oder was auch immer und lass ihn die Kartons ausräumen. Dass ihr euch momentan ganztägig auf der Pelle hängt scheint euch beiden nicht gut zu tun.
Ich empfinde Alleinsein wesentlich entspannter als jemanden zu haben, der nur ein Statist ist und noch Forderungen stellt.
Ich vermute es wird besser, wenn seine Elternzeit vorbei ist. Dann musst du dich nicht mehr über ihn ärgern.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Ally79 am 03.09.2017, 11:02 Uhr

Es tut mir echt leid dir das zu sagen, aber sei mal lieber froh, was er dir momentan noch alles abnimmt. Wenn seine Elternzeit vorbei ist, ist das alles den ganzen Tag über deine Aufgabe. Ehrlich gesagt klingt es auch jetzt schon nach einer Überforderung bei dir. Versteh mich nicht falsch, der Anfang ist tierisch anstrengend mit all den neuen Aufgaben, dem wenigen Schlaf und der neuen Situation. Da darf man auch erschöpft und müde sein. Aber er darf das auch. Er macht mehr als viele andere Männer (ich hab auch so einen und es oft viel zu wenig zu schätzen gewusst). Es gibt Männer, fie wickeln gar nicht etc. Also bedanke dich lieber mal bei ihm und fange nicht an deine Überforderung nur auf ihn zu übertragen. Du darfst dich manchmal übererfordert fühlen, aber er halt auch. Ich wünsche euch alles Gute.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 03.09.2017, 11:34 Uhr

Nein, er hat seit der Geburt Elternzeit unf durfte in dieser Zeit viel Zuhause bleiben, hatte Zeit für sich und nur den Haushalt zu tun. Den Rest lasse ich mir gerne durch den Kopf gehen. Organisation fehlt tatsächlich, klar. Das versuche ich langsam hinzubekommen, braucht aber seine Zeit.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Aluna am 03.09.2017, 11:40 Uhr

Er wird ja auch bald wieder arbeiten gehen und bis dahin werde ich auch wieder fit sein, alles lernen alleine hinzubekommen. Nur im Moment WILL er ja helfen. Darum hat er ja Elternzeit.
Tragetuch wurde schon genannt, danke aber auch dir für den Tipp. Werde ich ausprobieren, sobald der kleine wieder wenistens nur alle 2 Stunden hunger hat.

Hilfe habe ich leider keine. Ich bin für ihn 700 km weg von meiner Familie und meinen Freunden gezogen. Und seine Familie kommt um das Baby zu kuscheln und sich noch von mir bekochen zu lassen. Geholfen hat leider noch nie jemand.

Das versuche ich. Ich sage wie schon ein paar mal geschrieben auvh selten wirklich was. Aber er meckert viel und dann setzen wir uns hin und reden. Ruhig und normal. Oft von ihm aus.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von mf4 am 03.09.2017, 11:53 Uhr

Du ziehst weg für ihn... das schürt Erwartungshaltung... diese wird nicht erfüllt.
Ihr fangs gerade erst an als Mitbewohner klar zu kommen und dann noch als Neueltern. Das ist schwierig. Sprecht klar ab, wer welche Tätigkeiten übernimmt.

Ist man dran mit Baden, wickeln usw. dann stellt man alles parat, braucht also keinen Handlanger "bring mal" und der andere hat freie Zeit (deine Zeit in Ruhe zu baden z.B.).

Wenn seine Familie zum Baby-bekuscheln kommt ist doch toll. Dann zieh dich zurück, mach etwas für dich. Du bist nicht verpflichtet sie zu bekochen und falls sie das erwarten dann ist es dein Recht es abzulehnen.
Du bist nicht verpflichtet für andere zu sorgen außer fürs Baby.

Es kann gut sein, dass seine Familie niemals zum Kümmern kommen wird. Das kenne ich gut, Besuch ja, Kinder wirklich abnehmen nein. Das kann man nicht einfordern und damit kann man auch leben.

Das Kind wird älter und wenn es nicht mehr dauer-gestillt wird dann schick ihn raus mit dem Kind, falls Großeltern da sind dann schick sie los mit dem Kind. Dann nimm dir deine Zeit für dich.

 

Re: Ich kenne das teilweise.

Antwort von Nina411 am 03.09.2017, 15:18 Uhr

Was damit gemeint war, dass es keine Vorteile bringt: es macht keinen Sinn "ist überflüssig" Flaschen und Sauger zu sterilisieren. Man kann von Hand spülen oder sie in den Geschirrspüler stecken das reicht wenn man sie gründlich spült und dnach heiß abspült.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Pebbie am 03.09.2017, 17:30 Uhr

Ich habe jetzt einige Deiner Antworten gelesen.
Da kommt bei mir die Frage auf: hast Du eine Nachsorgehebamme?
Wenn ich von Deiner Dauerstillerei lese, erinnere ich mich das meine Hebamme mir gesagt hat das ich viel zu viel Gewese darum mache, nachdem ich ihr aufschreiben sollte wann und wie ich stille.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Pebbie am 03.09.2017, 17:30 Uhr

Ich habe jetzt einige Deiner Antworten gelesen.
Da kommt bei mir die Frage auf: hast Du eine Nachsorgehebamme?
Wenn ich von Deiner Dauerstillerei lese, erinnere ich mich das meine Hebamme mir gesagt hat das ich viel zu viel Gewese darum mache, nachdem ich ihr aufschreiben sollte wann und wie ich stille.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Antje04 am 04.09.2017, 9:54 Uhr

Wenn seine Familie kommt und sich bekochen lassen will, obwohl Du Dich um einen Säugling, der Startschwierigkeiten hat, kümmern musst, sollte Dein Partner ein deutliches Wort mit ihnen wechseln.
Alles eine Frage der Kommunikation...

 

2 h ist ein ganz normaler Rhythmus für einen Neugeborenen.

Antwort von emilie.d. am 04.09.2017, 10:16 Uhr

Durchschnittlich kommen Babys in den ersten Wochen 12 mal innerhalb 24 h. Wenn man nach Bedarf stillt, halt nicht nach Uhrwerk alle 2h, sondern mit längeren oder kürzeren Abständen. Abends machen viele über Stunden Clusterfeeding, wahrscheinlich, damit der Prolaktinspiegel für den nächsten Tag erhöht wird (trinken, schlafen, trinken, schlafen...)/Milchvorbestellung sozusagen. Und in den ersten Monaten gibt es auch mehrere Wachstumsschübe, wo sie gefühlt auch dauerstillen.

Daneben gibt es dann einfach noch non-nutrives Beruhigungssaugen, was auch ok ist, wenn das an der Brust stattfindet. Auch wenn die eine oder andere Hebamme das nicht so sieht und dringend zum Schnuller rät.

Es sind sich eigentlich alle einig, dass man nach Bedarf stillen sollte bzw. auch Pre nach Bedarf geben sollte. So oft und soviel ein Baby möchte. Bei einem Frühchen sowieso.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von wir6 am 04.09.2017, 10:28 Uhr

Hallo,

ich kenn das von mir und meinen Mann, wenn wir gleichzeitig frei haben.

Dann haben wir, ich sags mal so, Kompetenzschwierigkeiten.

Wer hat was zu tun , was kann der Andere erledigen.

Ich merke ganz schnell, dass ich dann auch Verantwortung abgebe und er weiß gar nicht, dass er jetzt diesen Part hat.

Also die allgemeine Lösung für uns ist:
sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Rede vernünftig mit deinem Panter, ohne Vorwürfe und ich Ich-Sätzen.
Überdenke vorher, was für dich wichtig ist, wo du Kompromisse eingehen kannst und was vernachlässigt werden kann.

Das was wichtig ist, zB viel um den Kleine kümmern, musst du ihm unmissverständlich klar machen. Es ist nun mal zur Zeit so, es werden aber auch wieder andere Zeiten kommen. Das Kind wird einfacher oder anders schwer werden.
Irgendwann wird er ohne dich einschlafen können keine Sorge.

Dennoch solltest du deinen Partner nicht aus den Augen verlieren, ein kleines Lächeln hier, ein kleiner Kuss da und zwischendurch auch mal Elternse..x
Hier noch eine kleine Aufmerksamkeit, da anerkennende Worte, hier eine kleine Überraschung.

Wo kannst du Kompromisse schließen? im Haushalt vielleicht? ich weiß nicht, wie penibel du bist, aber Haushalt lässt sich auch wirklich gut mit einem Tragetuch erledigen, wenn dein Kind das mag.

Ich hatte immer das MobyWrap und bin begeistert davon, obwohl ich keine typische "Öko-Mutti" bin, war es ein Segen.

Auch hat mir beim Kochen oder Essen oder ähnliches, was ich nicht im Tragetuch machen wollte, hateine Wippe enorm geholfen.

Und dann frag ihn nach seinen Wünschen, wie stellt er sich das Leben zu dritt vor, welche Lösungen hat er ?

Und dann schaut ihr, ob ihr zusammenkommt.

Denn wer will schon ewiges dauergenöle

Viele Grüße

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von ursel7 am 04.09.2017, 13:50 Uhr

Oje, schwieriges Thema hier in diesem Forum

Ich kenne es, wenn man ein sehr anspruchsvolles Baby hat und kann nachvollziehen, wie es dir geht. Ich würde zunächst auch mal ein Tragetuch ausprobieren oder vielleicht auch eine Trage, die für Neugeborene geeignet ist, dann kann der Papa auch das Kind tragen (meiner mochte beim ersten noch nicht so gern ein Tuch). Das geht auch schon ganz am Anfang und ist vielleicht eine Möglichkeit, aus dem Dauerstillen mal rauszukommen. Hier fanden Kind 2 und 3 das Tuch ganz toll und hatten dann auch längere Stillpausen, in denen sie entspannt geschlafen haben und man selbst auch Zeit für sich hatte..

Ansonsten: kannst du einschätzen, ob dein Freund wirklich nicht weiß, was er mit dem schreienden Baby anfangen soll oder das sagt, damit du dich schnell drum kümmerst? Evtl. wäre es sonst eine Überlegung, ihn auch mal länger mit dem Baby allein zu lassen, damit er selbst was ausprobieren muss, das funktioniert. Natürlich nur, wenn du weißt, dass er es nicht 4 h schreien lässt, sonst hast du auch keine Ruhe.

Vielleicht solltet ihr euch noch einmal in Ruhe unterhalten, wo ihr momentan die Prioritäten setzt. Perfekter Haushalt und perfekter Umgang mit dem Kind funktioniert momentan nicht, also gäbe es die Möglichkeit, man läßt den Haushalt schleifen und er lernt etwas mehr, wie euer Kind so tickt oder er macht Haushalt und du Kind und für euch ist es ok so.
Vielleicht habt ihr auch eine Nachsorgehebamme, die ihm mal ein paar Tipps geben kann, was man mit einem schreienden Kind anfängt, das bringt vielleicht mehr, als wenn du ihm das x mal sagst.

Und Baby ab in die Trage und dann dem Papa auf die Brust funktioniert auch oft ganz gut.

Und haltet durch! Es gibt Kinder, die unheimlich anstrengend sind, das hatten wir bei 1. auch und das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht kennt.
Es wird besser, wenn das Kind größer ist und auch, wenn man für sich annimmt, dass die Vorstellungen, die man vom Leben mit Kind hatte (pflegeleichtes Kind und glückliche Eltern mit sauberem Haushalt) nicht eingetreten sind, dass das Kind anspruchsvoller ist, man keine Schuld daran hat und das auch völlig ok so ist.

Ich wäre an meinem 1. auch fast verzweifelt, weil ich nur mit stillen und dem Versuch, das schreiende Etwas zum schlafen zu bringen, beschäftigt war. Zum Glück war mein Mann pflegeleicht und hat mitgezogen.

LG U.

 

Wie lange habt ihr vor dem Kind zusammengelebt?!

Antwort von Möhrchen am 04.09.2017, 17:06 Uhr

...keine 2 Monate und die waren von der Schwangerschaft und den Kopmlikationen überdeckt. Vorher hattet ihr eine Fernbeziehung, wenn ich das richtig interpretiere. Vermutlich seid ihr auch noch nicht allzu alt.

Sei mir nicht böse, aber dass ein WE-Mann eine Frau quasi "dauernd" auf Händen trägt, wenn man sich sieht, ist ja nicht ungewöhnlich...in der Schwangerschaft und nach dem Frisch-Zusammenzug auch noch verständlich...aber im Alltag wird's dann doch zu viel.

Ich persönlich hätte meinen Mann mit dem Baby nicht gebraucht...der hätte höchstens was zu Essen kochen können^^...alles andere mein Ding und ich bin mir sehr sicher, dass er mir - wenn er da gewesen wäre und da ein bisschen rumgewuselt wäre - extrem auf die Nerven gegangen wäre^^. Ich war sehr froh, alleine zu sein und nur für das Baby und mich zuständig zu sein. Für den Haushalt hatten wir den Luxus einer Putzhilfe - aber selbst die kam nur alle 2 Wochen für 2-3 Stunden und das reichte auch...da waren ja max. die Wollmäuse einzufangen und mal durchzuwischen, wobei wir auch eine DHH mit etwas mehr als 120 qm und Katzen dazu hatten...ich war die meisten Zeit des Tages eh im Schlafanzug und das Baby hat auch keine 5 Garnituren am Tag gebraucht...in sofern kann ich den täglichen stundenlangen Aufwand für euren Haushalt auch nicht wirklich nachvollziehen.

Allerdings habe ich auch keine Fotoalben usw. bestückt obwohl meine Tochter super getrunken und sehr viel geschlafen hat. Das hätte mich z.B. gestresst. Und irgendwelche Family habe ich auch nicht bekocht.

Beim 1.Kind ist das noch Luxus, der mit dem 2. dann so nicht mehr geht, aber den sollte man unbedingt auch nutzen. Jungs haben doch häufiger mit den Koliken zu tun und ein Frühchen ist da ja noch viel empfindlicher...da würde ich die Kraft und Zeit nur für das wirklich Nötigste aufwenden.

Ich finde schon auch, dass Du recht gereizt rüberkommst...verständlich...Du hast Dein Limit erreicht, Du hast dir das ganz anders vorgestellt, bist enttäuscht und überfordert.

Meine ganz spontanen Ideen:

- nimm dir Zeit für dich, wenn du es möchtest...für mich liest sich da viel "ich will es allen anderen und deren Anforderungen an mich recht machen" - das macht dich auf Dauer totunglücklich
- Lass alle 5 grade sein - wenn dein Freund so viel wert auf Sauberkeit legt, drück ihm die Putzsachen in die Hand (das hat er vorher doch auch selbst gemacht oder?!)
- stellt einen Plan auf und legt ganz konkret fest, wer was an welchem Tag macht, wenn es so viel zu tun gibt
- mag der Kleine gerne im Kinderwagen sein? Falls ja, schick deinen Freund mit dem Baby um den Block...anfangs vielleicht nicht soooo weit und auch, wenn er erst einmal noch meckert...oft gibt sich das nach ein paar Metern
- lasst den TV und Computer aus, wenn das Baby dabei ist...das macht manche Babies auch nervös, lenkt vom Trinken ab und bringt vielleicht zu viele Reize
- lass die Fotoalben liegen - achte lieber darauf, dass Du ganz mit Ruhe beim Baby bist, wenn du stillst...die merken sofort, wenn die Mama unter Strom steht und reagieren darauf (schreibst du ja selbst)
- ruf den Pizzaservice, wenn die Family mit Hunger auf dem Sofa sitzt oder ladet explizit nur zum Kaffee ein - alternativ kann Dein Freund ja was zaubern...auch das wird er ja irgendwie gelöst bekommen haben, bevor Du bei ihm eingezogen bist?!

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von Danyshope am 04.09.2017, 19:49 Uhr

Bei dem Kompetenzproblem kann ich nur unterschreiben. Ist in vielen Bereichen immer wieder ein Problem. Jeder denkt der andere acht schon...

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von C.C. am 05.09.2017, 14:54 Uhr

Sie hatte eine schwere Schwangerschaft (wisst ihr, wie DAS zehrt, dagegen ist Haushalt in Klacks), die Angst und Sorge um ein Frühchen und jetzt soll sie den Papi liebevoll ins WE schicken oder in Urlaub, damit er sich erholt? Naja...

Es wird sich einspielen aber er versucht ja jetzt schon über schädigendes Verhalten (dreckige Sauger, schreien lassen, nicht wickeln) seine Verantwortung komplett auf sie zu delegieren. Schade sowas.

Vielleicht könnte ein Gespräch mit der Nachsorgehebamme helfen, wenn die gut ist.

 

Stillberatung

Antwort von Nicol am 07.09.2017, 14:09 Uhr

Hallo, Ich denke es ist nicht normal, wenn dein Kind alle 30 Minuten gestillt werden möchte. Was euch helfen könnte wäre eine Stillberatung. Auch das heutige spucken spricht dafür, dass etwas beim stillen schiefläuft. Vielleicht ist es auch nur ein Wachstumsschub.

 

Re: Nach 8 wochen...

Antwort von kirshinka am 17.09.2017, 10:58 Uhr

Ich habe irgendwann aufgehört zu lesen - aber ich muss sagen: ich kenne das!

Meine Tochter war ein wenig schlafender dauerstillender Tragling! Die ersten 6-8 Wochen habe ich außer stillen und Wäsche machen nix gemacht!
Die ersten 3 Monate hat das Baby auf meinem Arm gelebt - ablegen ging nicht - nicht für 5 Minuten.
Als sie sich mit 4,5 Monaten rollend durch die Gegend bewegen konnte, ging das.
Aber alleine in einem anderen Zimmer lassen? Alleine schlafen oder eingeschlafen? Totale Fehlanzeige.

Deshalb mein Tip:
Schaff dir ein tragetuch an - und dein Mann auch - oder einen ergocarrier oder was immer.
Dann kannst du raus - das Baby schläft-du stillst und wickelst wann es passt und ghz ist.
Und wenn dein Mann mit dem Baby am Körper raus geht hast du etwas Ruhe.

Tragen mindert Bauchweh enorm! Und macht die Hände frei!
Für mich nach drei Wochen die absolute Erlösung. Da nachts schlafen auch nur immer 2 Stunden am Stück waren.

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