Re: Gibt es eine gute Nahrungsmittel-Alternative bei milchfreier Ernährung?
Guten Tag!
Sie schneiden verschiedene Aspekte einer an:
1. Thema Neurodermitis: Nahrungsallergien sind viel seltener Auslöser einer Neurodermitis als allgemein angenommen. So findet sich im Säuglingsalter nur bei etwa 30% eine Nahrungsallergie als Ursache der Neurodermitis, bei Erwachsenen sogar nur bei 5%.
Die Reaktionen der Haut können auf einer Allergie beruhen, manche Früchte verursachen aber eine Pseudoreaktion über andere Mechanismen.
Ob durch ein Nahrungsmittel eine Verschlechterung der Haut zu erwarten ist, kann durch Ausprobieren festgestellt werden, wie Sie es bereits getan haben.
2. Thema: Einführung neuer Nahrungsmittel; Allergierisiko:
Es ist nicht bewiesen, dass ein Herauszögern der Einführung von Nahrungsproteinen die Allergieraten senkt. Vielmehr weiß man nun, dass zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat ein so genanntes immunologisches Fenster besteht, in welchem der Körper noch eine Toleranz gegen verschiedene Allergene entwickeln kann.
Allerdings ist es sinnvoll, neue Nahrungsmittel immer nacheinander einzuführen (z.B. wochenweise), um bei einer eventuellen Reaktion den Auslöser schnell identifizieren zu können.
3. Thema Wer kennt sich aus?
Es gibt in fast allen größeren Städten Klinikärzte oder niedergelassene Kinderärzte mit Allergologie- Spezialisierung, die sich kompetent um die Diagnostik kümmern und auch Schulungen zum Umgang mit der Erkrankung anbieten. Sie können in einer Internetsuchmaschine z. B. nach Neurodermitis-Schulung suchen, um spezialisierte Ärzte zu finden.
Diese werden Ihnen dann sicher Empfehlungen zum Einführen von Milch in die Nahrung geben (Kuhmilch?).
Viele Grüße,
M. Claßen |