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Annina Dessauer - Mutter-Kind-Kuren Annina Dessauer  -  Mutter-Kind-Kuren
 

Re: Wieso werden Mu-Ki-Kuren immer wieder abgelehnt?

Ich habe mir gestern Abend lange überlegt ob ich auf die Frage ganz kurz und knapp antworte oder sehr lange. Grundsätzlich ist es eine Pflichtleistung, aber hinter jeder Pflichtleistung stehen auch Bedingungen. Diese sind die Kurbedürftigkeit der Mutter und hier müssen verschiedene Kontextfaktoren zusammen kommen. Da ist so wie wenn ich hier im Saarland den Familien- und Sozialpass beantrage, ich muss für diese Leistung Voraussetzungen erfüllen.

Nicht jedes Elternteil dass eine Kur beantragt ist kurreif oder auch kurfähig. Die Ärzte die die Atteste ausstellen kennen sich mit Kuren oftmals nicht aus (müssten eigentlich eine Schulung besucht haben um diese auszufüllen), der medizinische Dienst stellt sich über die Empfehlungen und Atteste der Ärzte, die Krankenkassen werden überregional nur spärlich vom Bundesversicherungsamt kontrolliert (oder regional von den Gesundheitsministerien der Bundesländer)... Das sind viele Gründe warum Kuren abgelehnt werden, keine Kurbedürftigkeit, falsche Attestierung, fehlende Kontrollinstrumente.

Dennoch ist es so dass die Rate der Ablehnungen aufgrund der geänderten Begutachtungsrichtliniem im Jarh 2012 verschwindend gering geworden ist. Ich habe seit dem 1. Januar mit meiner Beratungsstelle 127 Anträge gestellt, von denen bis jetzt ganze 6 abgelehnt wurden. Davon sind 4 von einer mir bekannten Krankenkasse. Diese arbeitet überregional, da hilft nur die Ablehnungen zu "schwärzen" und dem Bundesversicherungsamt zur Kontrolle weiter zu leiten.

In diesem Jahr werden wir im letzten Jahr aber ganz andere Probleme haben. Die Krankenkassen bewilligen mal für 2 Monate eine Kur, mal für 3 Monate, mal für 4 Monate.. (wobei das nicht im Gesetz festgelegt ist!). Da die Krankenkassen meiner Meinung nach seit letzten Jahr unter Druck stehen wird bewilligt was nicht bei drei auf dem Baum ist. Die dicken Fehler passieren hier bei Eltern die wirklich kurbedürftig sind (Partner verstorben, Krebserkrankung, Kind behindert).

"In sich" enthalten die Begutachtungsrichtlinien des medizinischen Dienstes noch mal einschränken. Unter den bereits als Pflichtleistungen verzeichneten Kuren kann z.B. eine Mutter mit sehr junger Mutterschaft gar nicht abgelehnt werden. Dennoch kommt das vor.

Wichtiger erscheint mir die Frage, was macht man als Laie mit den fehlenden Konstrollinstrumenten den Krankenkassen gegenüber. Und noch wichtiger, was macht man mit dem fehlerhaften Ablehnungsbescheiden der Krankenkassen (ambulant vor stationär, mütterspezifzische Belastungsgrenze nicht erreicht). Diese Frage wird sich dann stellen, wenn die Krankenkassen die Lücken in den Begutachtungsrichtlinien ausnutzen werden um wieder mehr Kuren abzulehnen. Der momentane Stand der Dinge sieht aber eher so aus, dass wir zu wenig (gute!) Kurkliniken haben, die sich nicht haben drücken lassen von den Krankenkassen in den Tagessätzen um primär belegt zu werden. Aber das ist eine andere Geschichte...


von Annina Dessauer am 12.02.2013
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