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Mehrsprachig aufwachsen Mehrsprachig aufwachsen
Geschrieben von DK-Ursel am 03.02.2013, 16:27 Uhr.

Re: 3 Sprachig aufwachsen

Hej!

Dein Beitrag reizt mich doch zu einigen Entgegnungen

Natürlich hat die deutsche Sprache in deutscher Umgebung es am leichtesten, die Muttersprache Deines Sohnes zu werden, aber wieso soltle die flämische Sprache dies als Vatersprache nicht genauso sein????
Das erfordert allerdings einen Einsatz Deines Mannes, dem Sohn die flämische Sprache so oft und viel wie möglich nahezubringen.
Ein Kind kann durchaus 2 "Mutter"-Sprachen haben!!!!!

Ich verstehe daher nicht ganz, wieso Ihr beide mit dem Kind auch Englisch sprecht.
Diese Sprache hört der Sohn als 3. = Elternsprache, er wird sie eh noch recht bald in der Schule viele Jahre lernen, also kein Bedarf, sie als Fremdsprache (und das ist für Euch beidej a eine Fremdsprache!) von Euch zu lernen.
Stattdessen habt Ihr die Chance, ihn zu einem fließend zweisprachigen deutsch-flänmischen Kind zu machen, das in der Tat dann auch vermutlich weniger Probleme haben wird, sich mit einer FREMDsprache auseinanderzusetzen.
Daß er vorher bereits einiges an Englisch aus den Elterngesprächen auffängt, steht ja eh außer Frage.

Es ist durchaus mögich, daß Kinder fließend zweisprachig werden und sehr gut in beiden Sprache sind.
ich kenne mehrere Beispiele -- übrigens auch mit Vätern als Vermittler der Nicht-Umgebungssprache.

Bei 3 Sprachen wird die Zeit, die für die einz. Sprachen bleibt, natürlich nicht nur halbiert, sondern sogar gedrittelt.
Dabei wird die umgebungssprache ungleich viel mehr Einfluß bekommen, je mehr das Kind das Elternhaus verläßt.
Daher gilt, es die Nicht-Umgebungssprache(n) enorm fördern und so oft wie möglich anzuwenden, und so ist eben auch die "Forderung" zu verstehen, daß jeder seine Muttersprache mit dem Kind redet.

Ich verstehe diesen Satz bei Dir ganz und gar nicht:

"Die einen sagen, ein Elternteil soll mit einer Sprache in Kontakt gebracht werden, das finde ich allerdings eher alltagsuntauglich und kenne es auch von anderen Familien in denen die Kinder mehrsprachig aufwachsen nicht so."Die einen sagen, ein Elternteil soll mit einer Sprache in Kontakt gebracht werden, das finde ich allerdings eher alltagsuntauglich und kenne es auch von anderen Familien in denen die Kinder mehrsprachig aufwachsen nicht so."

Wieso ist es alltagsuntauglich, das Kind mit der Mutter- bzw. Vatersprache in Kontakt zu bringen?
Dein Kind bringt Flämisch mit dem Vater in Verbindung und weiß genau: Mit Mutter rede ich Deutsch.

Meine Töchter wußten auch genau, daß ich die einzige war, mit denen sie hier in Dk Deutsch reden konnten, das war meiner Großen bereits klar, als sie noch gar nicht reden konnte und eine Tante meines Mannes plötzlich mit ihr Deutsch sprechen wollte - das paßte der Kleinen damals gar nicht, drückte ihre ganze Mimik und Körpersprache aus.

In der Tat kenne ich es NUR so, und wenn Du hier ein bißchen die älteren Beiträge nachliest, wirst Du sehen, daß dies auch in den meisten (um nicht zu sagen allen) Familien so praktiziert wird.

Daß die Elternsprache manchmal eine dritte Sprache ist, weil die Ehepartner die jeweils andere Sprache nicht sprechen ist dann ein Kompromiß, wenn man zusammen ist.
Ändert aber nichts daran, daß das Kind genau weiß, in welcher Sprache es wen ansprechen soll.

Daher auch mein Unverständnis, wieso Ihr dem Kind gegenüber noch Englisch = Fremdsprache in der direkten Ansprache dazu bringt.


Es ist im übrigens absolut nicht erwiesen oder nachweisbar, daß mehrsprachige Kinder generell später zu sprechen anfangen.
Das liegt wie das meiste eben am Temperament, der Veranlagung- dem Tempo, das sich jedes Kind selbst vorlegt.
An seiner Innividualität eben.
ich habe 2 völlig verschiedene Töchter, die auch mit einem ganzen Jahr
Unterschied zu sprechen anfingen.

Genauso wenig gibt es Beweise für Sprachverwirrung, selbst wenn Kinder mit 4 Sprachen aufwachsen (müssen).

Ich füchte, Du hast da einige Schlagworte angelesen iderirgendwo gehört, die Du hoffentlich beim Lesen der älteren Beiträge hier schnell widerlegt finden wirst.
Sie in einem Ratschlag an eine weitere junge (unsichere?) Mutter weiterzugeben oder erst ins Gespräch zu bringen, finde ich etwas unglücklich - nur darum melde ich mich hier zu Wort, denn:
Bei 3 Sprachen kann ich nur auf andere Beiträge verweisen bzw. hoffen, daß sich Praktiker noch zu Wort melden.

Im Deinem Fall, Nermalkatze, gibt es ja kaum einen Grund, dem Kind die 3. Sprache als "Mutter-Vater-Sprache" anztragen, was sie ja auch gar nicht ist.

Und die Frage sei auch erlaubt, ob Dein Mann - in Dtld. wohnend - nicht bald selber so gut Deutsch spricht, daß Ihr nicht mehr Englisch kommunzieren müßt/wollt - oder ob Du Dir nicht Flämisch aneignest, so daß Flämisch (eine wunderschöne Sprache, in die ich vor meinem Dänisch mal reingeschnuppert habe) die Familiensprache werden kann, was sicher eine sehr gute Lösung für das Flämische Eures Sohnes wäre.

Alles Gute - Ursel, DK

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