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Dr. Paulus - Medikamente in der Schwangerschaft und Stillzeit Dr. Paulus - Medikamente in der Schwangerschaft und Stillzeit
Geschrieben von trüffel am 22.02.2013
Zusätzliche Angaben:
 
Entbindungstermin:24.03.2013
Medikamente:nasenspray, zuckerfreie hustenbonbons
Zeitraum / Dosis:november 2012, mal mehr mal weniger
Belastungen:2 kinder+schwangerschaft+freie berufstätigkeit+studium
Krankheiten:chronische erkältung

zuckerfreie hustenbonbons in großen mengen

sehr geehrter dr. paulus! ich bin seit monaten erkältet, ein virus setzt sich auf das nächste und ich werde das einfach nicht los. ich ernähre mich gesund, nehme orthomol natal und habe ausreichend bewegung. seit einem monat ist es wieder ganz schlimm, so dass ich ohne hustenbonbons, besonders nachts, nicht "überleben" kann. wenn ich welche mit zucker lutschen würde, hätte ich keine zähne mehr im mund, deshalb nehme ich zuckerfreie. mittlerweile mache ich mir gedanken wegen der zuckeraustauschstoffe in bezug auf mein baby. außerdem brauche ich im moment recht häufig nasenspray, sonst bekomme ich keine luft. ist das problematisch? herr dr., ich weiß, es gibt schlimmeres, aber ich bin langsam mürbe durch diese dauererkältung. nichts hilft -niemand kann helfen. wenn sie irgendwelche tipps haben, bin ich froh, mit freundlichen grüßen, t
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*1 Antwort:

Re: zuckerfreie hustenbonbons in großen mengen

Antwort von Dr.Paulus am 26.02.2013
 
Ein erhöhtes Risiko für die kindliche Entwicklung aufgrund einer therapeutischen Anwendung von abschwellenden Nasensprays (z. B. mit Xylometazolin) in der Schwangerschaft wurde beim Menschen nicht beschrieben. Der Wirkstoff könnte bei hoher Konzentration im Blut zur Gefäßverengung und verminderten Durchblutung von Gebärmutter und Mutterkuchen führen, was bei nasaler Verabreichung in therapeutischer Dosis nicht zu befürchten ist. Daher sollte man nicht mehr als 3 x täglich 1 Hub des Erwachsensprays pro Nasenöffnung anwenden.

Anstelle von Lutschbonbons könnten desinfizierende Gurgellösungen die Keime evtl. besser beseitigen. Die Zuckeraustauschstoffe aus den Lutschtabletten schaden dem Ungeborenen nicht. Die Anwendung von Gurgellösungen mit desinfizierenden Substanzen wie Hexetidin (z. B. Hexoral), Dequaliniumchlorid (z. B. Gurgellösung-ratiopharm), Cetylpyridiniumchlorid (z. B. Dobendan) wäre in der Schwangerschaft ungefährlich, da die Substanzen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht in relevantem Umfang aufgenommen werden.

Wenn Atemwegsinfekte immer wieder aufflackern, könnte auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung im Hintergrund stehen. Waren Sie in den letzten Wochen mal zur Kontrolle beim HNO-Arzt?

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