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| Geschrieben von Lilyfee9 am 22.02.2013 |
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Zusätzliche Angaben:
| Medikamente: | Natriumhypochlorid/ Ultracain mit oder ohne Adreanalin | | Krankheiten: | Hashimoto | |
Wurzelbehandlung in der Stillzeit
Sehr geehrter Dr. Paulus,
ich stille voll. Leider ist mir ein Zahn kaputt gegangen und muss Wurzelbehandelt werden. Beim Notarzt wurde der Kanal mit N2O2 gespült, und bei meinem Arzt mit warmen Natriumhypochlorid. Jetzt soll beim nächsten Termin der Zahn bearbeitet und immer wieder gespült werden, dann gefüllt. Das wird ca. 2 Stunden dauern. Es soll Ultracain zum Einsatz kommen, sollte es besser mit oder ohne Adreanalin sein? Lt. meinem Arzt ist Natriumhypochlorid kein Problem, und durch die Erwärmung reicht eine niedrigere Dosierung von 0,5%. Zum Schluss wird mit warmer Guttapercha gefüllt. Ist das alles wirklich kein Problem? Oder sollte ich das Stillen aussetzen, wenn ja: wie lange? Wann sollte ich evtl. abpumpen und verwerfen? Meine Bedenken richten sich vor allem gegen das warme Natriumhypochlorid. Ich habe gelesen beim erwärmen zerfällt es in Verbindung mit Sauerstoff, was bedeutet das? Gut oder Schlecht, im Sinne der Giftigkeit?
Vielen Dank für Ihre Mühe!
Lily |
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1 Antwort:
Re: Wurzelbehandlung in der Stillzeit
Antwort von Dr.Paulus am 26.02.2013
Lokalanästhetika wie Articain oder Bupivacain gehen nur in geringem Umfang in die Muttermilch über, insbesondere bei Zusatz von Adrenalin (Oertel et al 1997). Eine Anwendung wäre daher bei Zahnbehandlung in der Stillzeit unproblematisch.
Eine Stillpause ist nach der Zahnbehandlung nicht erforderlich.
Guttapercha ist der eingetrocknete Milchsaft des im malaiischen Raum heimischen Guttaperchabaumes. Guttapercha steht chemisch dem Kautschuk nahe. In der Zahnmedizin wird es als provisorisches Füllmaterial und zur Herstellung von Abdrücken sowie zum Verfüllen der Wurzelkanäle bei Wurzelkanalbehandlungen verwendet.
Natriumhypochlorit (NaOCl) ist das Natriumsalz der Unterchlorigen beziehungsweise Hypochlorigen Säure (HClO). Der Verwendungszweck ist das Bleichen oder Desinfizieren (beispielsweise in Schwimmbädern). Natriumhypochlorit ist auch der wesentliche Wirkbestandteil von desinfizierenden und bleichenden Haushaltsreinigern. Schon durch Erwärmung oder Sonnenlicht kann es zum Zerfall von Natriumhypochlorit kommen, bei dem unter anderem Chlor, Chlorwasserstoff, Chlordioxid und Sauerstoff freigesetzt werden.
Die geringe Menge, die zur Wurzelbehandlung benötigt wird, schadet dem Säugling nicht, zumal sich die gasförmigen Produkte nach der Anwendung verflüchtigen. |
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