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Wenn Babys lächeln ...

Wenn Babys lächeln ...

... verblasst selbst Mona Lisa. Für alle Eltern sind es unvergessliche Momente, wenn sich nach den ersten Lebenswochen Babys kleiner Mund immer öfter zu einem Lächeln verzieht. Sicher fragen sich alle Mamis und Papis anfangs, woher dieses Lächeln kommt, ob und was das Baby dabei denkt. Einfach zu ergründen ist das - wie bei Mona Lisa - manchmal nicht: Bei Babys ist eben Lächeln nicht gleich Lächeln.

Wenn ein Baby geboren wird, bringt es schon ein ganzes Repertoire an Gesichtsausdrücken mit auf die Welt, um den Eltern klar machen zu können, wie es sich fühlt. Es kann zeigen, ob es ruhig oder angespannt ist, ob es seine momentane Situation als angenehm oder unangenehm empfindet. Diese angeborene Fähigkeit übt das Baby schon im Mutterleib, wo man es per Ultraschall dabei beobachten kann.

Aber das erste Lächeln ist eben doch etwas ganz besonderes und wohl alle Eltern warten gespannt darauf. Lächeln ist übrigens einzigartig für die Spezies Mensch.

Manche Eltern glauben schon in den ersten Tagen nach der Geburt eine Art Reflexlächeln zu bemerken. Doch ist diese Mimik in den ersten zwei, drei Wochen noch sehr flüchtig und nicht sonderlich ausgeprägt, weshalb man sie kaum als richtiges Lächeln bezeichnen kann.

Babylächeln kann man in drei Stufen einteilen: das Vorlächeln oder auch Reflexlächeln (das so genannte Engelslächeln oder Engelslachen), das allgemeine Lächeln und schließlich das bewusst gewählte, an Bezugspersonen gerichtete, geschenkte Lächeln.

  • Das Reflexlächeln oder Engelslächelns haben Babys in den ersten Lebenswochen. Sie können es nicht willentlich steuern - manchmal "verzieht" sich das Gesicht zu etwas, das wie ein Lächeln aussieht. Häufig passiert das im Schlaf und die Eltern sind im 7. Himmel. Es sieht aber auch zu süß aus! 
  • Das allgemeine Lächeln bekommen Mami und Papi so um die vierte, fünfte Woche herum zum ersten Mal zu sehen. Man kann es schon als richtiges Begrüßungslächeln bezeichnen. In den kommenden Tagen und Wochen dauert es nun immer länger, wird immer ausgeprägter und breiter - und bald strahlen große Augen mit denen der Eltern um die Wette. Zwar ist der Auslöser für dieses Lächeln oft noch immer die Stimme, bzw. das Gesicht von Mami oder Papi, doch kann es gut sein, dass das Baby auf ein fremdes und freundliches Erwachsenengesicht ebenso reagiert. Mit einem allgemeinen Lächeln darf jedermann rechnen, der sympathisch erscheint. In dieser Phase spricht man noch von einem "unspezifischen" Lächeln.
  • Das voll ausgeprägte, spezifische Lächeln tritt erst irgendwann zwischen dem fünften und siebten Monat auf. Es ist fast immer sehr ausdrucksstark und hat etwas besonders fröhliches in sich. Fehlt dieser besondere Ausdruck hier und da, lässt sich in Babys Gesicht kaum ablesen, um welche Art des Lächelns es sich denn nun handelt; ob es ein allgemeines Lächeln als Ausdruck von Wohlbefinden, ein reines Begrüßungslächeln (wie an Tante Frieda) oder ein auf ganz bestimmte Bezugspersonen gerichtetes, spezifisches Lächeln als persönlicher Gruß ist. Dieses letztere, spezifische Lächeln bleibt nämlich nur den Eltern oder einigen wenigen, anderen Personen vorbehalten, die das Baby sehr gut kennt. Manch einer, der sich ihm noch vor kurzem nähern durfte und mit einem freundlichen Lächeln bedacht wurde, ist nun perplex, wenn seine bloße Anwesenheit protestierendes Geschrei auslöst. In dieser Phase kennt das Baby die Gesichter der Eltern und enger Bezugspersonen sehr genau und filtert alle übrigen aus.

Man könnte sagen, das Baby entscheidet nun, wer zum auserwählten Kreis seiner Favoriten zählt und wer nicht.

Babys lächeln noch ehrlich und nur dann, wenn sie jemanden wirklich mögen. Ein aufgesetztes Lächeln, wie wir Erwachsenen es gelegentlich schon aus "diplomatischen" Gründen anwenden (müssen), ist Babys völlig unbekannt.

Auch braucht man Babys das Lächeln nicht zu lernen. Alle Babys lächeln irgendwann, weil ihnen diese Fähigkeit angeboren ist und sich lediglich noch entwickeln muss. Sogar blinde Babys lächeln, wenn auch weniger und nicht voll entwickelt, weil ihnen das Zurücklächeln von Bezugspersonen fehlt. Für die Entwicklung eines voll ausgeprägten Lächelns braucht es das "Feedback" von Mami und Papi. Deshalb ist auch die Zuwendung, die die allermeisten Eltern ihren Kleinen zukommen lassen, um sie zum Lächeln zu bringen, nicht umsonst (weil das Lächeln ja ohnehin kommt). Es ist vielmehr sehr wichtig für den Aufbau einer engen Beziehung und gibt den Babys viel Gelegenheit, Mami und Papi kennen zu lernen. Der Lohn wird ganz sicher die Aufnahme in den engsten Favoritenkreis sein, der sich einem ganz persönlich gewidmeten, strahlenden Lächeln sicher sein kann.

Natürlich haben sich auch die Psychologen intensiv mit dem Babylächeln beschäftigt und eine einleuchtende Erklärung gefunden: Babys können als Gabe der Genetik deshalb so unwiderstehlich lächeln, weil sie keine andere Möglichkeit haben, lieb gewonnene Erwachsene in ihrer Nähe festzuhalten. Mit einem solchen Lächeln stellen sie eine ganz ähnlich intensive Verbindung her, als könnten sie jemanden tatsächlich am Ärmel zurückhalten und ihm sagen "bleib doch noch ein bisschen bei mir!"

Da ist ganz sicher was dran. Aber was gibt es schöneres, als ein herrliches Babylächeln zu genießen, ohne überhaupt um das "warum" wissen zu wollen?

von Ute Linnert

Zuletzt überarbeitet: März 2017

   

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