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Birgit Neumann - Kochen für Kinder - Ernährungsberatung Kochen für Kinder - Ernährungsberatung
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ernährung 9 monate altes baby

hallo,

unsere tochter ist jetzt neun monate alt, und ich habe verschiedene fragen zu ihrer ernährung.
sie frühstückt morgens mit uns, und bekommt da etwas brot (gekauftes, meist 70% roggen) mit etwas butter oder frischkäse.
kann ich ihr noch andere sachen als belag anbieten?
meine hebamme sagte, sie solle im ersten lebensjahr noch kein salz bekommen, im brot ist aber salz, wie vorsichtig sollte ich da sein?
sie bekommt mittags auch gläschen, da ist ja auch salz drin?!

mittags bekommt sie wie gesagt gläschen, wir möchten sie aber langsam an die familienkost heranführen. leider sind wir beide von berufswegen fertigfutteresser, und ich bin wirklich eine ganz große kochniete.
haben sie ein paar tipps, was relativ einfach und auch schnell zubereitet ist? die kleine lässt mir nämlich auch leider keine zeit für längere kochsessions, und ich bin eigentlich auch den ganzen tag mit ihr alleine.
was sollte ich grundsätzlich beachten, was darf, oder besser sollte sie essen und was nicht?
kann ich gemüse auch braten? zucchini und auberginen zBsp?
das ist etwas, was ich zumindestens selber ganz gerne esse?
wie sieht es mit dem würzen aus, unabhängig vom salz? was ist mit kräutern?

abends bekommt sie im moment brot eingeweicht in 1er-milch, weil sie die gängigen abendbreis nicht gerne isst. schmelzflocken haben wir probiert, allerdings mit wasser -mochte sie nciht, konnte ich auch gut verstehen.
wie ist das mit milch, kann ich ihr die jetzt prinzipiell geben? wie viel und oft? wie ist es mit dem allergierisiko? sie wird nachts noch gestillt, und tagsüber zum einschlafen.
kann ich ihr auch einfach brot geben, oder ist das zu einseitig, wenn frühstück und abendessen sich so ähnlich sind. sollte sie dann milch dazu trinken?
könnte ich auch versuchen, ob sie milden naturjoghurt isst? den dann lieber lactosefrei?

wie ist es mit obst? sollte das in der regel gekocht sein?
sie bekommt von mir ab und zu banane (eher selten, weil sie etwas zur verstopfung neigt) und öfter mal ein stück apfel (den kann sie auch schon abbeissen, da sie alle schneidezähne hat, und mahlt in dann zwischen den kiefern)

sie sehen ich bin einfach etwas verunsichert, was ich ihr geben kann und muss. sie ist mein erstes kind und irgendwie wissen es ja immer alle besser, und man bekommt hundert verschiedene meinungen um die ohren gehauen.

herzlichen dank schon einmal

linda


von 82muckl am 23.02.2013

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*Antwort:

Re: ernährung 9 monate altes baby

Hallo Linda
als Belag reicht vorerst Butter oder Frischkäse, wenn gewünscht auch Leberwurst oder bspw Avocado, ggf weißes (!!!) Mandelmus oder vegetarischer Brotaufstrich. In Anlehnung an einen Milchbrei ist ein Frühstück mit Butterbrot/Frischkäse (= moderat im Salz-und im Eiweißgehalt) mit Trinkmilch und ggf Obst zunächst ausreichend. Je nach dem wie viel deine Kleine einfordert oder sonst isst, kann erweitert werden. Probieren darf und soll euer Kind trotzdem möglichst vieles.
Salz ist im Rahmen der Familienkost i.O. Das Essen sollte nicht übertrieben salzig sein, Salz in Brot und in Familiengerichten, zusätzlich zur üblichen Kost sind i.O: Brot ist in dieser Hinsicht bspw besser geeignet als Brezel, Frischkäse als Grundnahrungsmittel besser geeignet als ein mittelalter Gouda.
Salz ist in manchen Gläschen enthalten, um den Jodgehalt im Brei sicher zu stellen.
Um das Angebot mit selbst gekochtem Essen zu erweitern, kannst du Basics kochen: Kartoffeln kochen und als Fingerfood neben dem gewohnten Brei anbieten. Gemüsestückchen oder Gemüsesticks garen, in Öl oder Butter schwenken. Fleischklößchen herstellen.
Obst ruhig auch einmal roh, geraspelt, gemust, zerdrückt anbieten.
Schneide beim Brot für dein Baby die Rinde weg, nachdem du eine halbe Scheibe dünn mit Butter bestrichen hast. Die Scheibe kannst du in kleine Würfelchen schneiden. So lässt sich das prima essen.
Biete sie auf einem Teller an - idealerweise greift dein Kind freudig zu und ist begeistert von dieser neuen Art des Essens.
Auch abends oder mittags/nachmittags darfst du Probierhappen von den üblichen Familienspeisen abgeben. Bereite das Essen so zu, wie es dir schmeckt. Einzig auf zu viel Salz und zu viel Gewürz. sowie Scharfes solltest du verzichten.
Gib ruhig weiterhin den gewohnten Brei, falls gewünscht oder gefordert, denn das vermittelt deinem Baby Sicherheit, und durch Neugier wird sich das Repertoire langsam erweitern.
Ab dem 10. Lm ist das Kennenlernen und erste Annäherungen an die Familienkost besonders wertvoll, weil Babys diesen Alters noch neugierig sind. Diese Neugier weicht mit fortschreitendem Alter einer Skepsis. Deshalb ist es wichtig, dass die Kleinen jetzt schon viel Gelegenheiten bekommen neue Geschmacksrichtungen, Aromen etc kennenzulernen. Dafür reichen kleine Mengen. Dein Kind darf mitessen - aber es muss keine üppigen Portionen von dem neuem und unbekannten Gericht essen, Dein Kind kann diese Esserfahrungen zunächst noch als spielerischen Anreiz nehmen, um Essen mit allen Sinnen zu erfahren und sich vorerst noch an den üblichen Breien satt essen. So kann dein Kind die unterschiedlichen Geschmäcker und Konsistenzen unterschiedlicher Nahrungsmittel kennen lernen.
Gut ist es, wenn das Essen Komponenten von breiig und fest enthält. Denn wenn ein Kind immer nur Kauen, kauen, kauen muss, verliert es schnell die Lust am Essen.
Kartoffelbrei mit Gemüsestücken und Hack
Nudeln in Sosse
sind ideale Gerichte.
Wichtig ist, dass ihr alle zusammen esst und euer Kind bei euch mitessen kann.

Eine grobe Orientierung für die künftigen Mahlzeiten ist folgende:
morgens: Brot und Milch oder Milch und Obst oder Kindermüsli oder nur Milch oder Joghurt
ZMZ: Brot oder Milch/Joghurt oder Obst
Mittag: Mittagessen entweder sehr basic in Anlehnung an die üblichen Breie oder bereits bekannte einfache Gerichte wie Nudeln mit Sosse, Pizza etc und/oder Familienkost
ZMZ: Obst oder Getreidestängelchen o.ä.
Abends: Brot und Milch oder Milchbrei (Grießbrei, Haferbrei/müsli), Nudeln und Milch etc

Ermuntere dein Kind immer wieder dazu, mal etwas Neues zu probieren. Denn nur darüber können neue Esserfahrung gesammelt werden und neue Dinge akzeptiert werden. Das kann die Auswahlpalette vergrößern und Appetit auf Neues bilden.
Schaue auch, dass du adäquates Esseverhalten vorlebst. Iss selbst das, was du gerne magst, Iss auch immer wieder die gleichen Sachen, im Wechsel. Routine, Rituale.
Langsam und unmerklich lässt sich die Palette der Gerichte erweitern. Den Zeitpunkt dafür bestimmen oft unerwartete Momente und Situationen. Manchmal ist so eine Situation nicht der Esstisch, sondern vielleicht der Spielplatz, bei der Oma, im Urlaub, im Restaurant etc
lass deine Kleine einfach probieren. Je weniger du im Vorhinein erwartest, desto unkomplizierter wird sich dein Kind an die neuen Speisen heranwagen. Mal wird sie das Gesicht verziehen, mal wird sie lächeln. Beim nächsten Mal schüttelt sie vielleicht den Kopf und wieder ein ander Mal wird sie dir zeigen, dass sie mehr möchte. Was ihr einmal geschmackt hat, kann beim nächsten Mal zwar schon wieder nicht gemocht werden, doch beim übernächsten Mal findet sie es wieder gut.
Manchmal ist die Konsistenz störend und kann zu Ablehnung führen, manchmal ist es der falsche Augenblick.
Spielerisch erlebt, immer wieder die gleichen Dinge präsentiert, mit vielen Sinnen erfahren, das prägt nachhaltig.
Grüße
B.Neumann

Antwort von Birgit Neumann am 25.02.2013
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