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| Geschrieben von Birgit S. am 31.01.2012 |
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Re: Verweigerung mancher Mahlzeiten
Hallo Kati
stelle deine Anfrage bitte nochmal an Biggi Welter im betreuten Stillforum, hier bei rub. Sie kann dir super weiterhelfen und dir gute Tipps geben. Kopiere deine Anfrage einfach rüber ins Nachbarforum.
Hilfreich ist auf jeden Fall, wenn du Mahlzeiten rhythmisch in das Tagesgeschehen einbindest, Dazwischen kannst du stillen. Der gedeckte Familientisch bietet deinem Baby immer wieder die Gelegenheit, gewohnheitsmäßig zuzugreifen und den Erfahrungshorizont zu erweitern. Dein Kind kann neue Dinge kennenlernen - auch durch Sehen, riechen, schmecken, tasten, lutschen, werfen....
Dazu muss sie viel probieren und experimentieren.
Lasst euer Kind probieren. Diese Eindrücke sind wichtig. Nicht alles, was euer Kind in den Mund nimmt, wird es auch hinunterschlucken. Trotzdem erreicht ihr damit eine erste Annäherung an die Speisenvielfalt.
Schneide Butterbrot in kleine Stückchen, die dein Kind selber essen kann. Gib ihr selbst ein Löffelchen in die Hand. Richte ein Obsttellerchen, mit ganz kleingeschnittenen Früchten. Abwechselnd esst ihr beide davon. Mach daraus ein Spiel.
In diesem Alter wollen die Kleinen eigentlich alles probieren. Sie reißen Mama und Papa das Brot aus der Hand. Sie begutachten die Speisen, die auf dem Tisch stehen - zuerst mit den Händen, dann mit dem Mund wobei manches geschluckt und manches wieder ausgespuckt wird. Butter ist oft ein interessantes Untersuchungsobjekt. Da werden die Finger versenkt, oder Nudeln werden auf den Boden geworfen, Brot in sämtliche Einzelteile zerpflückt, der Belag vom Brot heruntergeholt und gekostet, der Belag nur abgeleckt, Hände im Kartoffelbrei gebadet....
Kinder wollen alles BE-GREIFEN. Es heisst, dass möglichst viele Sinne
beteiligt sein sollten, damit etwas nachhaltig prägt. Riechen, Sehen,
Fühlen, Schmecken...
Kinder lernen Essen auch durch ihre Bezugspersonen, durch Beobachtung, Nachahmung und Neugier. Das Schlagwort hierzu heisst: "Soziales Lernen"
Wiederholungen im (volllwertigen) Speisenangebot gepaart mit dem Essen und beobachten der anderen Familienmitglieder ist langfristig eine gute Basis. Um Essen zu lernen, d.h. Essbares von nicht Essbarem zu unterscheiden, hilft das soziale Lernen. So kann die Neophobie am besten überwunden werden. Kinder lernen durch Nachahmung und Wiederholung. Sie suchen sich hierzu Vorbilder, Das kann Mama oder Papa sein. Aber auch ganz andere Weggefährten können als Vorbild dienen. Das kann Oma sein oder eine Freundin, auch Vorbilder aus den Medien.
Eine grobe Orientierung ist folgende:
morgens: Brot und Milch oder Milch und Obst oder Kindermüsli oder nur Milch oder Joghurt
ZMZ: Brot oder Milch/Joghurt oder Obst
Mittag: Mittagessen entweder sehr basic in Anlehnung an die üblichen Breie oder bereits bekannte einfache Gerichte wie Nudeln mit Sosse, Pizza etc und/oder Familienkost
ZMZ: Obst oder Getreidestängelchen o.ä.
Abends: Brot und Milch oder Milchbrei (Grießbrei, Haferbrei/müsli), Nudeln und Milch etc
Brei wird zunehmend von Brotstückchen oder anderen festen Nahrungsmitteln wie Nudeln, Gemüsestückchen, Fleisch, Familiengerichte, Käsewürfel etc abgelöst. Denn die Kleinen wollen jetzt lieber selber essen. Da das natürlich mühsamer ist, als einfach nur gefüttert zu werden, haben viele bald schon wieder genug davon und möchten ergänzend wieder Breie essen. Eine Kost, die teilweise gut kau-und schluckbar ist, zusammen mit Stückchen zum Selberessen - das ist ideal.
Hier noch ein paar Beispiele:
Kartoffelbrei mit Hackbällchen und Gemüsestückchen
Kartoffelbrei mit Familienkost
Nudeln mit Tomatensosse
Nudeln in Butter geschwenkt (abends) mit Milch
Milchnudeln
Grießbrei
Grießschnitten
Polentaschnitten mit Tomatensosse
Couscous mit Sosse
Bolognesesosse
Reis mit geraspeltem Gemüse, Hackbällchen
Pellkartoffeln mit Avocado, Minifrikadellen
Nudeln und Gulasch(sosse)- Fleisch ist sehr zart und weich
Pizzastückchen
Also dann
Grüße
B.Neumann |


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