IVM - In-vitro-Maturation
"Neue Methode zum Wunschkind!": So ähnlich lauteten Ende 2005 die Schlagzeilen. In Lübeck hatte ein Paar mit einem Kinderwunsch, dem die Ärzte vorher nicht anders helfen konnten, endlich ein Kind bekommen. Dank "In-Vitro-Maturation" (IVM).
Bei der In-vitro-Maturation - ebenfalls eine Methode der Kinderwunschbehandlung - werden der Frau unreife Eizellen entnommen. Diese werden dann im Reagenzglas mit Hormonen behandelt und, wenn sie herangereift sind, befruchtet. Ein bis drei befruchtete Eizellen werden schließlich, wie bei der IVF-Behandlung, in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.
Der Vorteil ist, dass die Frauen selbst nicht oder nur sehr sparsam mit Hormonen behandelt werden. Dadurch ist die IVM, die übrigens gar nicht so neu ist, ein Ausweg, wenn das Gesundheitsrisiko der Frau durch die Hormonbehandlung zu hoch wäre. Die IVM kann auch helfen, wenn Frauen eine Behandlung (etwa eine Chemotherapie) benötigen, die ihre Eizellen schädigen kann. Dann können vor Behandlungsbeginn unreife Eizellen entnommen und eingefroren werden, um einem Paar später doch noch eine Schwangerschaft bzw. ein Kind zu ermöglichen.
Dennoch sehen Experten die IVM vorwiegend als Notlösung für Ausnahmefälle: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erbanlagen des Embryo Schäden erleiden und es zu Fehlentwicklungen kommt, ist sehr hoch.
MESA / TESE - Spermienentnahme aus den Hoden
Assisted Hatching - "Schlüpfhilfe"
GIFT - Befruchtung im Eileiter
Polkörperdiagnostik
IVM - In-vitro-Maturation
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