Insemination - was wird gemacht?
Die einfachsten Formen der assistierten Insemination werden im Fall eines unerfüllten Kinderwunsches heute nur noch selten eingesetzt. Eine Möglichkeit: Eine spezielle, mit dem männlichen Sperma gefüllte Kappe wird direkt vor dem Muttermund platziert (Kappeninsemination). Die Kappe bleibt etwa zwei Stunden liegen, dann kann die Frau sie selbst entfernen. Alternativ führen Ärztin oder Arzt das Sperma direkt in den Gebärmutterhals ein (Intrazervikale Insemination/ICI). Beide Eingriffe sind in der frauenärztlichen Praxis möglich.
Heute werden meistens andere Methoden bevorzugt, die mehr Erfolg versprechen: die Intrauterine Insemination (IUI) und die Intratubare Insemination (ITI). In beiden Fällen verkürzt sich der Weg, den die Samenzellen bis zum Ei zurücklegen müssen.
Üblicherweise werden IUI und ITI mit einer Hormonbehandlung kombiniert. Wenn Zahl und Größe der Eibläschen optimal sind, bekommt die Frau ein Medikament, das den Eisprung auslöst. Der Termin für die Insemination liegt etwa anderthalb Tage (36 Stunden) später.
Was passiert bei der Insemination?
Als erstes muss der Mann Ejakulat abgeben. Es wird für die Insemination so aufbereitet ("gewaschen"), dass nur noch Samenfäden in einer speziellen Lösung übrig bleiben. Meistens wird das Sperma so aufbereitet, dass am Ende ein Konzentrat der besonders beweglichen Samenzellen entsteht. Das Waschen und "Aufkonzentrieren" der Spermien dauert ein bis zwei Stunden.
Bei der Intrauterinen Insemination (IUI) führen Arzt oder Ärztin einen Katheter durch den Gebärmutterhals hindurch in die Gebärmutter ein. Das ist kaum zu spüren. Das Sperma befindet sich in einer Spritze am außerhalb der Scheide liegenden Ende des Katheters. Sobald der Katheter in der Gebärmutter richtig liegt, wird das Sperma langsam eingespritzt. Nach dem Entfernen des Katheters bleibt die Frau noch kurz liegen.
Der Ablauf der Intratubaren Insemination (ITI) ist im Grunde der gleiche. Allerdings schieben Arzt oder Ärztin den Katheter unter Ultraschallkontrolle bis in einen der Eileiter vor, bevor die Spermien platziert werden. Das Vorschieben des Katheters bis in den Eileiter kann sich unangenehm anfühlen.
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