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Der Waldkindergarten

Kindergarten-Konzepte

Das Konzept der Wald- oder Naturkindergärten kommt ursprünglich aus Skandinavien. Den ersten anerkannten Waldkindergarten in Deutschland gab es im Jahr 1993. Heute gibt es deutschlandweit über 1000 Waldkindergärten (Stand 2012), Tendenz weiter steigend.

Kindergarten ohne Dach und Wände

Der Waldkindergarten zieht jeden Tag in die Natur hinaus: in den Wald, auf die Wiesen, an den Strand. Egal ob es regnet oder ob die Sonne scheint. Draußen wird bei Wind und Wetter getobt und gespielt. Es gilt die Devise: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung." Nur wenn wirklich Gefahr von der Witterung ausgeht, also z.B. bei Gewitter, müssen die Kinder drin bleiben.

Dabei lernen die Kinder natürlich noch Einiges: Wie die verschiedenen Pflanzen heißen, welcher Vogel gerade singt, welche Wolkenart Regen hervor bringt, wann welche Früchte reif sind - die Kinder im Waldkindergarten kennen sich in der Natur meist gut aus. Sie sind häufig recht kreativ, haben eine gute Motorik und sind auffallend selten erkältet. Handelsübliches Spielzeug gibt es im Waldkindergarten nicht, hier werden Materialien aus der Natur zum Spielen genutzt. Alles was man im Wald braucht, wird mit einem Bollerwagen oder im Rucksack dorthin gebracht - egal ob heißer Tee, Schnitzmesser oder Malfarben. Die Innenräume eines Waldkindergartens sind meist bescheiden eingerichtet, oft gibt es nur einen Bauwagen oder eine Waldhütte.

Studien bestätigen: Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, sind auf schulische Anforderung genauso gut vorbereitet wie Kinder aus anderen Kindergärten. Oft sind sie sogar als fantasievoller, kreativer, hilfsbereiter und weniger aggressiv. Allerdings schnitten diese Kinder im Bereich der Hand- und Fingerfertigkeit, im Schreibunterricht sowie beim Unterscheiden von Farben, Formen, Größen teilweise schlechter ab als ihre Altersgenossen. Am Anfang der Schulzeit haben sie außerdem oft Schwierigkeit, still zu sitzen.

von Sandra Kunze

Zuletzt überarbeitet: April 2015

   

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