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Waldkindergarten

     

Viele Kinder sind gern an der frischen Luft, bewegen sich, stromern und erkunden die Natur. Sie beobachten, was gerade auf dem Feld wächst, welche Tiere im Wald singen und wie die Jahreszeiten die Landschaft verändern. Der Waldkindergarten geht mit seinem Konzept genau auf dies Thematik ein.

Der Waldkindergarten zieht jeden Tag, egal ob es regnet oder ob die Sonne scheint in die Natur hinaus, in den Wald, auf die Wiese, an den Strand. Draußen wird bei Wind und Wetter getobt und gespielt. Es gilt die Devise: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung." Nur wenn wirklich Gefahr von der Witterung ausgeht, müssen die Kinder drin bleiben. Dabei lernen die Kinder natürlich auch noch Einiges: Wie die verschiedenen Pflanzen heißen, welcher Vogel gerade singt, welche Wolkenart Regen hervor bringt, wann welche Früchte reif sind - die Kinder im Waldkindergarten kennen sich in der Natur meist gut aus. Sie sind häufig recht kreativ und auffallend seltener erkältet. Handelsübliches Spielzeug gibt es im Waldkindergarten nicht, Materialien aus der Natur werden zum Spielen genutzt. Alles was man im Wald braucht, wird mit einem Bollerwagen oder im Rucksack dorthin befördert. Klappspaten, ein heißer Tee, Schnitzmesser oder auch eine Säge sowie Knete, Malsachen oder Waschwasser wird in den Wald befördert. Die Innenräume eines Waldkindergartens sind meist bescheiden eingerichtet, bei manchen Institutionen reicht ein Bauwagen oder eine Waldhütte aus. Abgesehen von diesen Rahmenbedingungen werden auch im Waldkindergarten die Kinder gebildet, begleitet und erzogen.

Übrigens haben Studien heraus gefunden: Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, sind auf schulische Anforderung nicht weniger gut vorbereitet als Kinder, aus anderen Kindergärten. Lehrer stuften die Kinder aus einem Waldkindergarten als fantasievoller, kreativer, hilfsbereiter und weniger aggressiv ein. Allerdings schnitten Kinder aus Waldkindergärten im Bereich der Hand- und Fingerfertigkeit, im Schreibunterricht sowie beim Unterscheiden von Farben, Formen, Größen durchaus schlechter ab als ihre Altersgenossen. Am Anfang der Schulzeit haben sie außerdem oft Schwierigkeit, still zu sitzen.

Den ersten anerkannten Waldkindergarten in Deutschland gab es im Jahr 1993. Seitdem gab es eine sehr starke Entwicklung, zahlreiche neue Gruppen wurden gegründet. Heute gibt es etwa 350 Waldkindergärten, Tendenz steigend.

 

Welcher Kindergarten?

 

Das pädagogische Konzept 

    

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