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Das Au-Pair - fast wie ein neues Familienmitglied

Oje, Mama geht wieder arbeiten, Papa ist oft auf Dienstreise, in der Wohnung ist das Chaos ausgebrochen und die Kinder möchten unbedingt auf den Spielplatz. Eine große Hilfe und Unterstützung im täglichen Familienleben kann ein Au-Pair bieten.

Ein Au-pair-Mädchen - oder mittlerweile gibt es auch Au-pair-Jungen - ist üblicherweise zwischen 18 und 24 Jahre alt und kommt aus einem anderen Land. Sie oder er kommt für mindestens sechs bis 12 Monate direkt in die Familie und lebt mit ihr quasi als gleichberechtigtes Familienmitglied zusammen.

Aufgaben: Betreuung der Kinder und kleine Arbeiten im Haushalt

Das Au-pair muss mindestens über Grundkenntnisse in der deutschen Sprache verfügen. Es übernimmt die Betreuung und Versorgung der Kinder und auch leichte Hausarbeit gehört zu den Aufgaben. Das Au-pair möchte hauptsächlich Deutschland und die deutsche Kultur kennen lernen. Das Erlernen der deutschen Sprache, z.B. auch durch den Besuch einer Sprachenschule oder Sightseeing gehören zu den Erwartungen.

Bezahlung: Kost, Logis und Taschengeld

Über die Aufgaben, die ein Au-pair übernehmen sollte, informiert auch die Broschüre zu den Regelungen der Bundesagentur für Arbeit "Au-pairs bei deutschen Familien". Die Agentur nennt darin auch die Kosten, die für die Gasteltern entstehen. Das Au-Pair erhält üblicherweise: ein eigenes Zimmer und freie Verpflegung, etwa. 205,- Euro Taschengeld pro Monat, bei einem Jahr vier Wochen Urlaub und Unfall- und Krankenversicherung. Die gute Nachricht: Seit 2002 gibt es die Möglichkeit, Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend zu machen.

Klare Kommunikation hilft, Konflikte zu vermeiden

Besonderes Augenmerk sollten die Gasteltern auf die Kommunikation legen: Formulieren Sie die Erwartungen an das Au-pair verständlich und eindeutig. Sehr praktisch sind schriftliche Anleitungen, wie Tagespläne und Aufgaben. Solch ein Leitfaden sollte auch Telefonnummern, etwaige Besonderheiten der Kinder oder eine Hinweise für Haushaltsgeräte enthalten. Für die täglichen Besprechungen sollte man auch immer ein paar Minuten Zeit haben.

Männliche Bezugsperson: ein Au-Pair-Junge

Übrigens: Manche Familien wählen extra auch ein männliches Au-pair. Da die Erziehung, beispielsweise in Kindergarten oder Grundschule fast ausschließlich von Frauen übernommen wird, kann es für die Kinder wichtig sein, auch andere männliche Personen als Orientierung im Alltag zu erleben.

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