Rund ums Baby

  Expertenforen
  Foren
  Treffpunkte
  Community
  Mein RuB
  Testteam
  Videos
  Suche / Biete

Vornamen
Geburt
Stillen
Babypflege
Ernährung Milch
Ernährung Beikost
Kinderernährung
Entwicklung
Vorsorge
Kindergesundheit
Unverträglichkeiten
Allergien
Neurodermitis
Frauengesundheit
Wellness
Mein Haushalt
Kochen
Reisen
Familie
Erziehung
Tests
Finanzen
Flohmarkt
Gewinnspiele
Infos und Proben
 
Infobereich Kindergesundheit
 
 
 
  Ergotherapeutin Krisin Windisch

Kristin Windisch
Ergotherapie bei Kindern

 

Re: Eine "normale" Entwicklungsphase?

Hallo,

also vorab ein Buchtip, denn hier alle Strategien zum Umgang mit schwierigem Verhalten zu beschreiben würde dann doch den Rahmen sprengen: Dr.Harvey Karp – das glücklichste Kleinkind der Welt-Beschreibung von Strategien zum Umgang mit schwierigem Verhalten (Zauberatem,Clown spielen,usw.). Wenn bestimmte Situationen wie zb.Essen oder anziehen oder Zähne putzen mit einem Elternteil festgefahren sind, kann es helfen dass der andere Elternteil dies überimmt. Sie ist ja nun auch in einem Altersbereich, wo die ödipale Phase beginnt,das kann der Mutter gegenüber schon so manche Situation erschweren. Insofern der Vater hier mal einspringen kann. Wenn das Kind in Kita und „Außenwelt“sehr angepasst ist und nur zu Hause schwierig, dann kann das der Ausgleich zum „funktionieren“sein. Und Glückwunsch, denn dann hat das Kind eine sichere Bindung zu den Eltern und traut sich auch dieses Verhalten rauszulassen. Vielleicht hat auch noch die Geschwisterrivalität einen Einfluss auf ihr Verhalten? Zumindest bei der Phantasiesprache (Babysprache imitieren?)und dem nicht-mehr-selbständig anziehen (wie beim Baby angezogen werden)wäre das eine Option, aber auch kann durch negatives Verhalten die Aufmerksamkeit für sich selbst beansprucht werden, wenn diese an anderen Stellen zu kurz kommt durch Geschwister. Hier helfen kleine Momente von ungeteilter Aufmerksamkeit, wo nur die Tochter im Fokus steht. Unbedingt, wie Sie schon erkannt haben, den eigenen Fokus mehr auf die „guten Momente“/was klappt lenken und dies loben,thematisieren, um das erwünschte Verhalten zu stärken. Oft gehen die Momente im Alltag unter, wenn das Kind dann mal funktioniert, weil man schon so viel Energie für die anstrengenden Situationen brauch. Hier eignet sich auch eine Art „Sternchenheft“, in dem notiert wird, was alles gut geklappt hat, oder wo Sie sich als Mutter über ihr Kind gefreut haben. Dies kann am Abend zusammen angeschaut werden. Die Sticker: ich empfehle eher 1-2 schwierige Situationen im Alltag auszuwählen und nicht 24 Std., so ist es fürs Kind übersichtlicher. Besprechen Sie konkret, was Sie in der Situation anders haben wollen (positiv formuliert: nicht „nicht so laut“ sondern „leiser“) und wofür es den Aufkleber gibt.
Bei der Phantasiesprache hilft es vielleicht 5 min.am Tag auszumachen, in der das Kind auch zu Ihnen so sprechen darf (Uhr stellen bis Wecker klingelt), vielleicht machen Sie auch mit und dann den Rest des Tages nicht mehr Ihnen gegenüber. Falls es dann doch gemacht wird ignorieren/nicht darauf eingehen.
Zum „schaltet ab“ beim Herumblödeln/hört nicht zu: gehen Sie auf Augenhöhe Kind, nehmen Sie Blickkontakt auf und ggf.auch Körperkontakt (Hand auf Schulter legen o.ä.) und sprechen Sie dann, dann wird es eher ankommen.
Ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben, sicherlich machen Sie auch schon einiges davon. Wie gesagt ist das Buch empfehlenswert. Alles Gute.


von Kristin Windisch, Ergotherapeutin am 30.09.2017
Frage beantworten
 
  Unten der Beitrag und die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
    Die letzten 10 Fragen  
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz
Forenarchiv
 
© 1998-2017 USMedia