Frage: Impfung Meningokokken B

Hallo, in der Kita meines Sohnes (17 Monate) ist ein Meningokokken B-Fall aufgetreten. Alle Kinder (Eltern und Erzieher), die direkten KOntakt mit dem erkrankten Kind hatten, wurden mit Antiobiotika versorgt. Mein Sohn hatte keinen direkten Kontakt zum erkrankten Kind. Das Gesundheitsamt hat allen Eltern, deren Eltern direkten KOntakt hatten, die Imfpung empfohlen. Den anderen (u.a. uns) nicht. Auch die Kinderärzte hier in der Region sind sehr zurückhaltend, was die Verwendung des Impfstoffes angeht. Wir müssten es quasi regelrecht einfordern. Von den Erzieherinnen, die sich inzwischen haben impfen lassen wurde uns von heftigen Impfreaktionen berichtet. Ein Kinderarzt, der über die Impfun aufklärte, sagte auch, dass grade bei Kleinkindern dennoch (also trotz Impfung) eine gewisse Wahrscheinlichkeit bestünde zu erkranken. Er war auch der Meinung, dass die Problematik in unserer Kita durch die Antibiotika-Gabe im Griff sein müsste. Dennoch sind wir sehr verunsichert und würden gerne wissen, wie Sie die Situation beurteilen. Impfen: Ja oder nein? Danke und Gruß froggyy

von froggy2014 am 14.09.2016, 14:05



Antwort auf: Impfung Meningokokken B

Hallo, Ich kann die empfohlenen Massnahmen gut nachvollziehen und bin der Meinung, dass die Antibiotika Prophylaxe bei den direkt im Kontakt zum Patienten gestandenen Personen die effizienteste Massnahme sind, weitere Krankheitsfälle akut zu verhindern. Die Impfung kann zusätzlich nutzen, es stimmt aber dass sie nur gegen circa 70-80 % Der in Deutschland vorkommenden Meningokokken der Gruppe B wirksam ist. Alles Gute und möge ihre Familie davon verschont bleiben!

von Prof. Dr. med. Ulrich Heininger am 14.09.2016



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