Frage: FSME-Impfung ja oder nein?

Guten Tag Herr Prof. Heininger, nachdem Dr. Busse mir seine Ansicht mitgeteilt hat, wäre ich auch Ihnen als Mitglied der Stiko für Ihre Einschätzung sehr dankbar (ich hatte Ihr Forum erst später entdeckt). Wir wohnen in einer Region, in der "vereinzelte" FSME-Infektionen auftreten (auch dieses Jahr gab es FSME-Infektionen). Ein klassisches Risikogebiet ist hier aber nicht. Ich habe unseren Kinderarzt gefragt, ob er eine Impfung empfehlen würde. Er sagte: das könne man machen. Und wenn wir in den nächsten Jahren wegen eines Urlaubs in einem Risikogebiet ohnehin impfen würden, können wir es auch gleich machen. Allerdings ist die Impfung nicht so gut verträglich. Unsere Kinder sind 2 und 5. Ich habe ein bißchen im Internet gelesen und habe daraufhin den Impftermin erst einmal wieder abgesagt, da das Risiko für eine schwere Komplikation der Infektion selbst in Risikogebieten ja sehr gering zu sein scheint. Was empfehlen sie? Auch vorlichtshalber in einem Gebiet mit einzelnen Infektionen impfen oder tatsächlich erst impfen, wenn uns ein Urlaub tatsächlich in ein Risikogebiet verschägt? Ab welchem Alter? Vielen Dank für die Auskunft. Beste Grüße, Maja

Mitglied inaktiv - 24.08.2016, 15:19



Antwort auf: FSME-Impfung ja oder nein?

Hallo, So leid es mir tut, diese Entscheidung kann ich Ihnen nicht wirklich abnehmen. Es ist so, dass die Verträglichkeit der Impfung, insbesondere was Fieber betrifft, mit zunehmendem Alter besser wird. Das spräche also dafür, mit den Impfungen noch zu warten. Auch ist es richtig, dass die Krankheit umso schwerer verläuft, je älter man ist wenn man sie bekommt. So ist also die Impfung für Sie und andere Erwachsene fast wichtiger als für ihre Kinder. Da aber das Erkrankung- und Komplikationsrisiko auch bei jungen Kindern nicht null beträgt, muss man einfach abwägen ob man das FieberRisiko nach Impfung Inkaufnehmen möchte, um dafür dann für sein Kind den Schutz vor der Krankheit zu bekommen. Alles Gute

von Prof. Dr. med. Ulrich Heininger am 24.08.2016



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