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  Ernährungsforum
Geschrieben von Doris Plath am 08.02.2012

Re: Totale Breiverweigerung mit reichlich 8 Monaten - etwas länger

Liebe „Biankita“,
es können immer wieder Phasen eintreten, in denen das Kind das Essen ablehnt oder nicht weiter essen mag, obwohl es bis dahin prima geklappt hat. Manchmal ist das Zahnen die Ursache, oder ein neuer Geschmack. Auch bei kleinen (unbemerkten) Infekten wird dies beobachtet. Oder zu gewissen Entwicklungsschüben ändert sich einfach mal das Essverhalten. Vielleicht geht es auch nicht schnell genug...? Manchmal ist das Umfeld (Fernseher, andere Leute, Radio etc.) interessanter als das Essen? Manchmal gibt es gar keinen richtigen Grund.

Aber sehr häufig liegt es am Zahnen. Auch wenn das erste Zahnen keine „Folgen“ hatte, kann Ihr Kleiner dieses Mal sehr wohl seinen Schaff damit gehabt haben. Es sind zwei Zähnchen ganz vorne auf einmal durchgebrochen!
In diesen Zeiten ist der Mundraum recht empfindlich. Die meisten Kinder sind dann wenig experimentierfreudig, essen nicht so gut wie gewohnt und bevorzugen ganz bestimmte Speisen (oft die Milch).
Am besten ist, man geht auf sie ein, gibt Ihnen Nähe und das was sie in diesem Phasen möchten.

Ist der Zahnspuk vorbei normalisiert sich das Essverhalten wieder und Sie können konsequent mit dem Löffeln fortfahren.
Dann ruhig mal den Hunger zum Gehilfen machen und nicht gleich Milch anbieten, wenn Ihr Sohn nicht weiter essen mag.

Versuchen Sie doch mal unsere Produkte ab dem 6. und ab dem 8. Monat mit Stückchen und nicht mehr nur pürierte Kost. Sie dürfen auch durchaus mal weich gekochtes Gemüse, ein paar Nudeln oder Kartoffelstückchen (alles ungewürzt) aus der eigenen Küche reichen. Oder ein paar Brothäppchen. Einfach mal auf einem extra Tellerchen zum Zugreifen anbieten. Geben Sie Ihrem Kleinen einen eigenen Löffel in die Hand. Auch wenn er damit zunächst mehr spielt und etwas danebengeht. Er erforscht das Essen und das weckt seine Neugierde. Während Ihr Sohn sich damit bemüht, können Sie bestimmt nebenbei den Brei füttern.

Seien Sie auch selbst ein Vorbild, indem Sie mit Freuden am Familientisch zulangen. Gemeinsames Essen in liebevoller Atmosphäre, das macht Spaß und ist mit das Beste für ein gesundes Essverhalten.

Herzlicher Gruß
Doris Plath
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