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Beikost einführen - wann und wie?
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Die neuesten Empfehlungen sagen, dass Sie mit dem Umstieg auf festere Nahrung beginnen können, wenn Ihr Baby fünf Monate alt ist. Dann schon zu starten ist jedoch kein Muss, sondern hängt auch vom Entwicklungsstand Ihres Kindes ab. Zeigt Ihr Baby noch gar kein Interesse an Brei, warten Sie einfach ab. Sie können ja nach zwei, drei Wochen einen neuen Anlauf nehmen. Vielleicht klappt es dann. |
Tipp: Beginnen Sie, indem Sie Ihrem Baby den Brei mittags anbieten. So können Sie den Rest des Tages ein Auge darauf haben, ob ihm der Brei bekommt.
Ihr Baby braucht jetzt mehr zu trinken: Mit dem Umstieg auf festere Nahrung braucht ihr Kind mehr Flüssigkeit. Am besten bieten Sie ihm über den Tag verteilt immer wieder etwas (stilles) Wasser an. Wasser ist ein ideales Kindergetränk, denn es ist kalorienfrei, geschmacksneutral und zahnfreundlich. Keine Sorge, Ihr Kind findet Wasser nicht langweilig. Es kennt ja noch keine Getränkeauswahl und sein Geschmacksempfinden entwickelt sich erst noch. Ungeeignet sind auf alle Fälle Limonaden (sie enthalten neben dem Zucker oft Ascorbinsäure, diese greift die Zähne an und macht sie anfälliger für Karies), zuckerhaltige Tees oder unverdünnte Fruchtsäfte.
Kleine Rituale geben Orientierung: Kinder mögen es, wenn typische Alltagsereignisse einen Rahmen haben. Vor dem Essen können Sie zum Beispiel Hände waschen, Ihrem Kind das Lätzchen anziehen, gemeinsam beten oder einander guten Appetit wünschen. Schön ist es, wenn wenigstens einmal am Tag die ganze Familie zusammen am Tisch sitzt.
Bitte etwas Geduld, Mama: Wenn Ihr Baby den ersten Brei bekommt, brauchen Sie Geduld. Anfangs wird der größte Teil wieder aus dem Mund Ihres Kindes herauslaufen. Das ist völlig normal, denn Ihr Kind muss das Essen erst üben: Bis es die richtige Zungenbewegung beim Schlucken fester Nahrung gelernt hat, dauert es eine Weile. Es ist also nicht so, dass Ihr Kind den Brei ausspuckt, weil er ihm nicht schmeckt. Das deutet es eher durch andere Dinge an, zum Beispiel, indem es den Kopf wegdreht.
Von wegen "Abwechslung ist Trumpf"! Babys sehen das ganz anders. Zu viel Neues auf einmal mögen sie nicht. Es ist auch besser, nicht zu schnell zu viele neue Nahrungsmittel einzuführen. Ihr Kind kann ruhig ein paar Tage lang dasselbe essen. Das heißt: Kommt etwas nicht so gut an, pausieren Sie einfach und geben Ihrem Kind den Brei, den es mag. Danach können Sie in Ruhe einen neuen Anlauf unternehmen.
Von der Milch zur Familienkost
5. Monat Morgens: Stillmahlzeit oder ein Fläschchen (eventuell zum Teil aus dem Trinklernbecher). Dieses Frühstück bleibt bis etwa 8. Monat unverändert. Mittags: Gemüsebrei (Kartoffeln, Möhre oder Pastinake) Nachmittags und abends: Stillmahlzeit oder ein Fläschchen (eventuell zum Teil aus dem Trinklernbecher) Möhren sind zwar schon für junge Kinder gut geeignet. Sie enthalten jedoch viel Carotin, das in der Leber abgebaut wird. Die Kinderleber kann es aber überfordern, wenn sie ständig Carotin verarbeiten muss: Die Babys entwickeln dann eine typische, gelb-bräunliche Gesichtsfarbe, weil der Farbstoff in die Haut eingelagert wird. Wechseln Sie daher lieber zwschen Möhren und Pastinaken ab.
Mitte 5. Monat und Anfang 6. Monat Mittags: Gemüsebrei (Kartoffeln, Kürbis, Möhre oder Pastinake) Nachmittags: Stillmahlzeit oder Säuglingsmilch aus dem Trinklernbecher Abends: Getreidebrei (Hirse- oder Grießbrei, eventuell mit etwas Obst) Übrigens: Fertige "Abend"- oder "Gute-Nacht"-Breie enthalten meistens Zucker, was schlecht für die Zähne ist und Ihr Baby früh an Süßes gewöhnt. Auch wenn auf der Packung "ohne Zucker" steht, kann der Brei dennoch andere Süßungsmittel enthalten. Es ist daher sinnvoll, den Brei selbst zuzubereiten. Haferflockenbrei eignet sich jedoch eher nicht als Nachmahlzeit. Er liegt den Kindern oft schwer im Magen und bereitet der ganzen Familie dann schlaflose Nächte
6. Monat Mittags: Gemüse-Fleischbrühe-Brei (Pastinake, Möhre, Kartoffel, Kürbis, Kohlsorten, Spinat, Schwarzwurzel, Zucchini...) Nachmittags: Obstbrei Abends: Getreidebrei (Hirse- oder Grießbrei, eventuell mit etwas Obst)
7. Monat Mittags: Gemüse-Fleischbrei Nachmittags: Obstbrei oder Obststückchen, Dinkelstangen, Hirsetaler, Reiswaffeln Abends: Getreidebrei (Hirse- oder Grießbrei, eventuell mit etwas Obst)
8. und 9. Monat: Morgens: Brotscheibe (am besten Mischbrot, Weißbrot ist für den Darm weniger bekömmlich), leicht mit Butter bestreichen, mit Frischkäse, Marmelade oder dünnen Bananenscheiben belegen. Mittags: Gemüse-Fleischbrei (am besten Rinderfleisch oder Hühnerfleisch) Nachmittags: Obstbrei oder Obststückchen, Dinkelstangen, Hirsetaler, Reiswaffeln Abends: wie morgens Tipp: Leberwurst eignet sich nicht für kleine Kinder. Sie enthält Leber, die als Filterorgan des Körpers Schadstoffe speichert. Auch enthält Leberwurst u.a. viel Salz, das braucht Ihr Kind noch nicht.
Ab dem 10. Monat darf Ihr Kind von Ihrem Essen mitessen. Allerdings sollte seine Portion möglichst nicht gesalzen und gewürzt sein (lieber mit Kräutern verfeinern). Nach wie vor ungeeignet sind unter anderem Speisen mit rohem Ei, Rohmilch und Rohmilchprodukte sowie nicht durchgegartes Fleisch und roher Fisch.
Zwei hilfreiche Bücher: "Lotta lernt essen", Trias Verlag und "Baby Ernährung", Gräfe und Unzer
Ganz schnell selbst gekocht
Gemüsebrei (für Säuglinge ab dem 5./6.Monat) Zutaten: 150 g Möhren oder Pastinake, 50 g Kartoffeln , etwas Wasser , 1 Teelöffel Rapsöl, 30 ml Obstsaft (Sanddornsaft) Zubereitung: Möhren und Kartoffeln waschen, schälen, in nicht zu kleine Stücke schneiden. Mit wenig Wasser auf kleiner Flamme in 10 bis 20 Minuten weich kochen. Mit dem Pürier Stab das Gemüse zerkleinern, Öl und Obstsaft hinzugeben.
Getreidebrei (für Säuglinge ab dem 6./7.Monat) Zutaten: 20 g Getreideflocken (Hirse oder Gries, sind die Kinder älter, können auch Haferflocken, Gerste oder Weizen mit hinzukommen) Zubereitung: Getreide mit ca.200 ml Mutter- oder Säuglingsmilch unter ständigem Rühren zu einem steifen Brei kochen. Mit ca. 20 g Banane, Apfel oder Birne verfeinern.
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