| Geschrieben von bienchen_mai am 05.05.2006 |
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Was ist wenn es Komplikationen bei der Hausgeburt gibt?
Hallo Martina,
eine Freundin von mir möchte evtl. ihr Kind zu Hause bekommen. Wir diskutieren jetzt über die Risiken.
Was passiert, wenn es unter der Geburt oder danach zu Hause Komplikationen gibt? Ist eine Hebamme so ausgerüstet, daß sie für Mutter und Kind "Erste Hilfe" leisten kann, bis beide in der Klinik sind? Ist das Risiko zu Hause wirlich höher als in der Klinik?
Gibt es eine Seite/Buch zum Thema, das Du empfehlen kannst?
Vielen Dank
Bienchen
PS: Die nächste Klinik ist 5-10 Autominuten entfernt. |
Antworten:
na einen notks kann sie wohl nicht machen...
Antwort von pittiplatsch80 am 05.05.2006 Uhr
gibts komplikationen wie herztonabfall geburtsstillstand,dann müssen sie ab in die klinik
lg pitti |
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Re: Was ist wenn es Komplikationen bei der Hausgeburt gibt?
Antwort von Martina Höfel am 05.05.2006 Uhr
Liebe Bienchen,
eine Hausgeburt ist so sicher wie eine Klinikgeburt. Das ist wissenschaftlich seit Jahren durch die außerklinische Geburtshilfe mit harten Fakten belegt.
www.quag.de
Der Trick bei einer Hausgeburt ist nämlich folgender:
Die Hebamme oder das Team des Geburtshauses checkt die Frau (meist lange vor dem Termin, indem Sie die Frau zusammen mit dem Gyn betreut). Frauen mit Risiko wie hoher Blutdruck, Mehrlinge, Diabetes etc. werden nicht zur Geburt angenommen.
Unter der Geburt betreut die Hebamme die Physiologie, erkennt rechtzeitig die Pathologie und verlegt rechtzeitig in die Klinik.
Laut den Daten ist es eher so, dass Hebammen sehr, sehr rechtzeitig verlegen. Die meisten Kinder kommen dann in der Klinik spontan zur Welt.
Meist kommen die Hebammen eh zu zweit - und sind natürlich mit dem entsprechenden Equipment ausgerüstet (Sauerstoff etc.).
Liebe Grüße
Martina Höfel |
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Re: Was ist wenn es Komplikationen bei der Hausgeburt gibt?
Antwort von Hexhex am 06.05.2006 Uhr
Hallo,
das Hausgeburtsrisiko ist wohl ganz ohne Zweifel höher als das einer Klinikgeburt. Gestritten wird zwischen Ärzten und Hebammen aber darüber, WIEVIEL höher es ist. Was die Ärzte sauer macht: Wenn es Komplikationen gibt, die eine Überführung in die Klinik notwendig machen, wird dies statistisch wohl nicht mehr von der Hausgeburtshebamme, sondern bei der Klinik erfasst. Es sieht dann in der Statistik so aus, als sei diese Geburt von vornherein in der Klinik schiefgegangen - was dem Ruf der Kliniken schadet.
Zu den gefährlichen Dingen an einer Geburt gehört das Blutungsrisiko. WENN schwere, unkontrollierbare Blutungen auftreten, zählt jede Minute. Fünf bis zehn Minuten bis zu Klinik können dann unter Umständen zuviel sein.
Deine Freundin wird aber letztlich nicht klüger, wenn sie nun irgendwelche Risiken berechnet. Die meisten Geburten gehen gut bzw. es reicht eine rechtzeitige Verlegung in die Klinik. Mit dem Restrisiko muss sie gut umgehen können, sonst ist eine Hausgeburt nicht das Richtige für sie, denn Angst ist hier sicher nicht hilfreich.
Eine gute Alternative ist vielleicht eine ambulante Geburt in der Klinik, nach der man inh. weniger Stunden einfach nach Hause geht. Oder eine Geburtshaus-Geburt - denn die meisten Geburtshäuser haben sich sehr nah an einer Klinik angesiedelt.
Grüßle,
Hexe |
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Ich verweise nochmals auf QUAG.e.V. - selbstverständlich werden dort auch die "abgesprochenen" Hausgeburten erfasst! o.T.
Antwort von Martina Höfel am 07.05.2006 Uhr
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Grundvorraussetzungen für eine Hausgeburt...
Antwort von Mutti-05 am 10.05.2006 Uhr
... ist meiner Meinung nach, das die Mutter ohne Angst in die Geburt geht.
Denn Angst und Unsicherheit ist meiner Meinung eines der häufigen Gründe für Komplikationen (Z,Bsp ist ein geburststillstand liegt ja Nahe, wenn Mutter Angst hat, oder?)
LG Anja (deren Max per Hausgeburt zur Welt kan und Krümel Nr. 5 hoffentlich auch.) |
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