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Sicherheit im Haushalt

Sicherheit im Haushalt

Haben Sie sich auch schon dabei erwischt, dass Sie zum Putzen auf der Fensterbank balancieren? Oder auf Zehenspitzen auf einem Hocker stehend den Staub oben auf dem Regal abwischen? Ganz zu schweigen von den mehr oder weniger geeigneten Werkzeugen, mit denen Sie vermutlich so manche Notreparatur in Angriff nehmen ... Okay, ein gewisses Maß an Improvisationskunst ist im Haus sicher gefragt. Aber Ihre Sicherheit und die Ihrer Familie sollten Sie dabei nicht aufs Spiel setzen. Unfälle im Haushalt und beim Heimwerken sind leider recht häufig: Rund 2,7 Millionen Menschen verunglücken dabei jedes Jahr.

Achtung, Kletteraktionen kommen vor dem Fall

Stürze gehören zu den typischen Haushaltsunfällen. Damit nichts passiert, sollten Sie bedenken:

- Hocker, Essstühle oder gar Schreibtisch-Drehstühle sind völlig ungeeignete Aufstiegshilfen. Welche Hilfe Sie brauchen, damit Sie mühe- und gefahrlos überall drankommen, hängt von Ihrer Körpergröße und der Deckenhöhe Ihrer Wohnung ab. Schaffen Sie sich eine leichte Aluleiter an, eine solide, klappbare Mini-Trittleiter oder einen "Elefantenhocker" (großer Tritthocker mit Rollen, der fest auf dem Boden aufsetzt, sobald jemand darauf steigt). Alle diese Hilfen müssen einen gut zugänglichen Standplatz bekommen. Sonst nehmen Sie ja doch wieder den Stuhl.
 
- Auch die beste Leiter nützt nur etwas, wenn sie richtig aufgestellt und nicht überlastet wird. Also immer auf festen Stand achten. Probieren Sie nicht, von der Leiter aus um jeden Preis noch den letzten Winkel zu erreichen. Etwa, indem Sie von der obersten Leiterstufe aus mit dem Besen die fünf Meter hohe Decke im Treppenhaus von Spinnweben befreien wollen. Dabei können Sie samt Leiter die Balance verlieren und schlimm stürzen. Müllen Sie die Leiterstufen auch nicht mit Utensilien zu, in denen Sie sich beim Auf- oder Abstieg verheddern können.
 
- Für etwas kleiner Geratene gerade in der Küche sehr praktisch: Ein rutschfester Kinder-Tritthocker. Der schenkt Ihnen genau die Zentimeter, die Sie brauchen, um ohne Klettereien oder Angelaktionen mit dem Brotmesser an die Sachen in den oberen Schrankfächern zu kommen.
 

Tipp: Sturzgefahr besteht auch auf dunklen Treppen. Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung, sonst landen Sie eines Tages samt Wäschekorb auf der Nase. Typische Stolperfallen sind unbefestigte Teppichränder oder rutschende Vorleger. Stellen Sie sich nicht selbst ein Bein und beseitigen Sie diese Unfallquellen. Das gilt übrigens auch für ausgelatschte Hausschuhe: Beim Putzen brauchen Sie solide Exemplare, die Ihren Füßen rundum sicheren Halt geben.

Vorsicht, manche Haushaltsmittel haben’s in sich!

Dieser blöde Urinstein im Klo! Und der Schimmelfleck da oben im Schlafzimmer... Wenn’s hart auf hart geht, kommen im Haushalt auch mal Stoffe zum Einsatz, die nicht ganz harmlos sind. Speziell Augen, Haut und Schleimhäute sollten davon nichts abbekommen. Lesen Sie immer die Anwendungs- und Warnhinweise auf allen Mitteln, die Sie verwenden. Achtung, einige Stoffe dürfen keinesfalls miteinander kombiniert werden, da sich sonst gefährliche Gase bilden.
Tipp: Arbeiten Sie lieber gleich mit Handschuhen.

Ein abgesperrter Giftschrank bewahrt Kinder vor Gefahren

Schneckenkorn und Ameisenköder, Spülmaschinen-Tabs und Toilettenreiniger, Tabletten und Lampenöl - jeder Haushalt kommt auf eine mehr oder weniger lange Liste von Chemikalien. Alle dieses Dinge müssen Sie von Ihrem Kind unbedingt fern halten.

- Was selten benutzt wird, sperren Sie am besten ganz weg.
 
- Dinge, die Sie täglich brauchen, etwa das Mittel für die Spülmaschine, möglichst hoch stellen.
 
- Hilfreich sind auch Schranksicherungen. Aber daran denken: Irgendwann kommen die Kleinen dahinter, wie Mama und Papa die Tür trotzdem aufkriegen.
 
- Die Liste der deutschen Giftnotrufzentren sollten Sie immer beim Telefon aufbewahren.
 

Tipp: Füllen Sie auf keinen Fall Chemikalien in Lebensmittelbehälter wie Getränkeflaschen oder Marmeladengläser! Immer wieder passieren schlimmste Unfälle, weil Familienmitglieder aus Versehen den Inhalt dieser Gefäße zu sich nehmen. Bei manchen Stoffen genügt ein Schluck bzw. ein Löffel voll, um schwere Verletzungen anzurichten.

Messer, Schere, Gabel, Licht sind für kleine Kinder nicht!

Soll heißen: Lassen Sie nichts herumliegen, was Ihr Kind (oder andere Menschen) gefährden könnte. Das scharfe Brotmesser gehört ebenso dazu wie Ihre Stricknadeln, die Zündhölzer, die Nagelschere oder der Rechen im Garten. Räumen Sie immer gleich weg, was Sie zur Arbeit benötigt haben.

Das gilt ganz besonders in der Küche, wo viele elektrische Helfer zum Einsatz kommen. Stecken Sie die Geräte aus. Dann kann Ihr Kleines sich die Finger nicht in den Quirlen des Mixers verletzen oder Experimente mit dem Wasserkocher anstellen. Achten Sie darauf, dass keine Kabel über den Rand der Arbeitsplatte hängen und Pfannen- oder Topfgriffe nicht über den Herdrand ragen. Es kann leicht zu Unfällen kommen, wenn Ihr Kleines oder Sie selbst daran hängen bleiben.

Routine macht schnell leichtfertig

Klar schneiden Sie das Gemüse mit links, während Sie Ihrem Kind erklären, wie es seine Schuhe binden soll. Und während Sie mit einer Hand das Kuchenblech aus dem Ofen heben, ziehen Sie mit der anderen den Nudeltopf vom Feuer. Hausfrauen und Mütter hätten am liebsten 100 Hände. Haben Sie aber nicht. Sie haben auch nur ein Gehirn, um all die vielen Aktionen zu koordinieren. Und irgendwann passiert es dann: Das Messer landet im Finger statt in der Karotte, das heiße Blech verbrennt Ihnen die Finger, das Nudelwasser landet auf Ihrem Oberschenkel. Machen Sie lieber ab und zu etwas langsamer. Erstens ist das sicherer. Zweitens sind sie im Endeffekt weniger genervt, wenn Sie sich jeweils voll auf das konzentrieren, was Sie gerade tun.

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