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Dr. med. Christoph Erle-Bischoff Hals - Nase - Ohren
Geschrieben von Uschi23 am 19.02.2013

Bedeutung eines einseitigen Ausfalls der Hirnstammaudiometrie

Sehr geehrter Herr Dr.,

mein Sohn ist 5 Jahre alt. Ende Januar hatte er eine schwere Bronchitis, die in der Kinderklinik mit Sauerstoff und Amoxicillin mit Clavulansäure behandelt werden musste.

Danach berichtete er immer wieder über sehr kurze (Sekunden) Schwindelproblme bzw. sehr kurzfristiges unscharfes Sehen. Sonstige neurologische Symptome (etwa Übelkeit oder Erbrechen) hatte er nicht.

Eine Abklärung beim Kinderarzt und Augenarzt blieb ohne Befund.

Der HNO konnte klinisch auch nichts feststellen. Es wurde dann aber eine Hirnstammaudiometrie durchgeführt (ich glaube, dass es das war: Töne über den Kopfhörer und Ableitung von Signalen über Elektroden hinter den Ohren und an der Schläfe). Auf der einen Seite war der Befund unauffällig, auf der anderen Seite konnte aber gar kein Signal abgeleitet werden.

Es wurde dann ein konventioneller Hörtest gemacht, der meinem Sohn auf beiden Ohren ein gutes Hörvermögen bescheinigte.

Der HNO riet zur sofortigen Durchführung eines MRT, das zum Glück keinen auffälligen Befund zeigte.

Meine Fragen:

1. Wie kann es sein, dass mein Sohn auf beiden Ohren nachgewiesen gut hört, sich auf einem Ohr aber bei der Hirnstammaudiometrie kein Signal ableiten ließ?

2. Der HNO meinte, man könne nun (nach dem MRT) beruhigt abwarten, der sporadisch auftretende Schwindel sei wohl nur auf die zuvor durchgemachte schwere Bronchitis zurückzuführen. Sehen Sie das auch so oder würden Sie (ggf. nach einigem Zuwarten) noch weitere Untersuchungen empfehlen?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.
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*Antwort:

Re: Bedeutung eines einseitigen Ausfalls der Hirnstammaudiometrie

Antwort von Dr. Erle-Bischoff am 19.02.2013
 
Hallo Uschi, eine Hirnstammaudiometrie ist eine gute Sache, aber auch da kann es falsch negative Befunde geben, zum Beispiel aufgrund ungünstiger Untersuchungsbedingungen oder technischer Fehler.-
Was den Schwindel ausgelöst hat, kann ich von hier aus nicht erkennen, ebensowenig, ob alle notwendigen Untersuchungen gemacht worden sind. Wenn da bei Ihnen eine Unsicherheit besteht, rate ich zu einer zweiten Meinung durch einen anderen Facharzt, der das Kind nocheinmal untersucht.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christoph Erle-Bischoff

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