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Blähungen und Koliken

Blähungen und Koliken

Autsch, mich zwickt's im Bauch!

Das kennen viele Eltern: Ihr Baby weint und zieht dabei die Beinchen an den Leib, während es im Bäuchlein rumort.

Tatsächlich leiden gerade Babys in den ersten drei bis vier Lebensmonaten häufig unter schmerzhaften Blähungen. Daher heißen diese auch "Dreimontaskoliken". Ihre Ursache ist nicht ganz geklärt, doch vermutlich ist es schlicht die Unreife des kindlichen Verdauungssystems. Ein kleiner Trost: Fast alle Kinder haben die Kolik-Phase etwa im vierten Lebensmonat überwunden.

Typischerweise, wenn auch nicht immer, treten die Beschwerden stets um die gleiche Tageszeit auf. Meistens beginnen sie am Nachmittag oder Abend. Die Babys werden unruhig, beginnen dann zu weinen, oft folgen typische Strampelbewegungen: Ihr Baby zieht die Beinchen erst krampfhaft an und streckt sie dann heftig wieder.

Zum Glück sind Babys mit Blähungen ansonsten meistens völlig gesund. Sie essen und gedeihen gut, sind - solange der Bauch nicht zwickt - fröhlich und munter. Hat Ihr Baby erstmals einen Kolik-Anfall, ist es dennoch sinnvoll, spätestens am nächsten Tag mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt zu reden. Bei so jungen Kindern sollte ausgeschlossen werden, dass etwas Ernstes hinter den Beschwerden steckt, etwa eine Allergie auf Kuhmilcheiweiß.

Das tut dem geplagten Bäuchlein gut

Selbst wenn Ihr Baby auch auf Ihrem Arm weiterhin weint, ist Ihre Nähe tröstlich.
Sie beruhigt Ihr Kind und erleichtert es ihm, mit dem Bauchweh fertig zu werden.

  • Bewährt hat sich der "Fliegergriff": Ihr Baby liegt dabei mit dem Bauch auf Ihrem Unterarm, Ihre Hand stützt sein Köpfchen. So können Sie Ihr Kind nicht nur gut tragen, die Position hilft auch, die Blähungen zu lösen. Alternativ können Sie Ihr Kind im Sitzen auf Ihre Knie legen.
  • Eine sanfte Bauchmassage ist eine Wohltat. Ziehen Sie einfach mit Ihrem Zeige- und Mittelfinger behutsam kleine Kreise auf dem Bäuchlein. Es genügt, wenn Sie das - im Uhrzeigersinn - ein paar Minuten lang tun. In der Apotheke gibt es Salben und Öle, die den blähungslösenden Effekt der Massage unterstützen sollen.
  • Spezielle Präparate helfen, die Luftbläschen im Darm aufzulösen. Der Druck im Bauch lässt nach, die Luft kann leichter entweichen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt und Ihre Apotheke kann sie dazu beraten, wann und wie Sie diese Mittel richtig einsetzen.
  • Altbewährt sind Kümmeltee und Fencheltee, ggf. auch als Mix. Leidet Ihr Baby regelmäßig unter Blähungen, können Sie ihm auch zwischen den Mahlzeiten kleine Mengen ungesüßten Tee anbieten.

Das hilft, Blähungen vorzubeugen

  • Es kann die Blähungen verstärken, wenn Ihr Kind beim Trinken zu viel Luft schluckt. Es ist daher wichtig, dass der Fläschchensauger altersgerecht ist und zur Nahrung passt. Wenn Sie zudem das Fläschchen beim Zubereiten nicht schütteln, sondern hin und her kippen, bildet sich weniger Schaum.
  • Ob nach dem Stillen oder nach dem Fläschchen - ein Bäuerchen ist sinnvoll. Falls Ihr Kind sehr hastig trinkt, lassen Sie es ruhig zwischendurch mal aufstoßen.
  • Die Verdauung braucht auch einmal eine Pause. Die fehlt, wenn Ihr Baby alle halbe Stunde an der Brust oder Milchflasche trinkt. Das passiert leicht, wenn Mütter vermuten, dass Ihr Baby aus Hunger weint. Oder es trösten wollen, indem Sie ihm die Brust geben. Ständig Nachschub, bevor die vorherige Mahlzeit verdaut ist - das kann die Verdauung überfordern. Es ist daher günstig, mehr Abstand zwischen den Mahlzeiten einzuhalten.
  • Falls Ihr Baby das Fläschchen bekommt und starke Blähungen hat, können Sie mit Ihrem Kinderarzt besprechen, ob der Wechsel zu einer anderen Milchsorte sinnvoll ist. Wechseln Sie lieber nicht auf gut Glück, denn die Umstellung kann die Verdauung Ihres Kindes zusätzlich belasten.
  • Bei voll gestillten Kindern kann die Milch Inhaltsstoffe aus Mamas Nahrung enthalten, die beim Baby blähend wirken. Es ist allerdings nicht sinnvoll, Ihren Speiseplan vorsichtshalber zusammenzustreichen. Gehen Sie lieber detektivisch vor. Sie vermuten zum Beispiel, dass Hülsenfrüchte, Kohlgemüse oder Zwiebeln (drei häufiger beobachtete Auslöser) das Übel verursachen? Streichen Sie das jeweilige Nahrungsmittel mal für ein paar Tage und beobachten Sie, ob es Ihrem Baby besser geht.

 

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: März 2017

   

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