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Symptome behandeln

Neurodermitis-Behandlung

Wenn sich trotz konsequenter Basis-Therapie und Meidung individueller Auslöser ein Ekzemschub entwickelt, dann sollte man nicht zögern, mit einer antientzündlichen Behandlung zu beginnen.

Bei richtiger und gezielter Anwendung ist die Angst vor Nebenwirkungen unbegründet. Im Gegenteil: rechtzeitig intensiv und kurz angewandt verhindern sie die allmähliche Zerstörung der Haut durch Kratzen und Superinfektion und vermindern vor allem auch die psychische Belastung der Kinder durch unerträglichen Juckreiz.

Folgende Medikamente gibt es:

  • Antibakteriell wirksame Farbstoffe (z.B. Gentianaviolett) und Antiseptica (z.B. Triclosan. Bei heftiger Infektion muss gelegentlich ein Antibiotikum zum Einnehmen zum Einsatz kommen.
  • Kortisonpräparate

    Kortisonhaltige Cremes sind mit die wirksamsten Medikamente zur Behandlung der entzündeten Neurodermitis-Haut. Sie hemmen die Bildung und Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen durch das fehlgeleitete Immunsystem und unterbrechen den Teufelskreis von "Jucken - Kratzen - Kratzwunde - Infektion - noch mehr Jucken"

    Gezielt unter Überwachung des Arztes angewandt haben die modernen Corticoid-Cremes, die nicht in den Körper aufgenommen werden, praktisch keine organischen Nebenwirkungen. Je nach Alter des Kindes und Körperregion ausgewählt haben sie bei richtiger Anwendung auch an der Haut selbst keine wesentlichen Nebenwirkungen.

  • Immunmodulatoren

    Eine wesentliche Bereicherung der Therapie der Neurodermitis sind seit kurzem 2 neue Medikamente: "Pimecrolimus" (Handelsname Elidel) und "Tacrolimus" (Handelsname Protopic). Sie bremsen lokal das überschießende Immunsystem und damit die Entzündungskette. Ihr großer Vorteil gegenüber den Corticoiden besteht darin, dass sie auch bei längerer Behandlung über mehrere Monate nicht zu einer unerwünschten Verdünnung der Haut führen. Daher sind gerade empfindliche Hautpartien wie Gesicht, Hals und Hautfalten besonders bei Kindern prädestiniert für die Behandlung mit diesen Medikamenten.

    Es ist damit zu rechnen, dass sie demnächst auch die offizielle Zulassung für die Behandlung von Kindern ab 3 Monaten erhalten werden, die es in anderen Ländern bereits gibt. Ein Problem ist der hohe Preis dieser neuen Medikamente, die derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei erfolgloser Behandlung mit allen anderen Möglichkeiten bezahlt werden.

  • Gerbstoffe und pflanzliche Präparate

    Aus Eichenrinde oder synthetisch hergestellte Gerbstoffe und pflanzliche Präparate z.B. aus Hamamelis haben eine geringe antientzündliche und juckreizstillende Wirkung. Bei milden Ekzemen können sie vor allem als unterstützenden Maßnahme z.B. in Form von Umschlägen bei akuten nässenden Ekzemen hilfreich sein.

    Tipp: Der fett-feuchte Verband - wertvolle Hilfe bei akuten Schüben

    Vor allem bei akuten nässenden Hautveränderungen kann ein fett-feuchter Verband rasch Linderung bringen. Nach Auftragen einer Fett-Pflegecreme wird ein feuchter Verband angelegt. Darüber kommt ein trockener Verband und das Ganze kann so für mehrere Stunden oder sogar über Nacht belassen werden. Ideal sind dafür elastische Trikotschlauchverbände (Coverflex, Tubifast).

  • Juckreizstillende Medikamente zum Einnehmen

    Antihistaminika können bei manchen Kindern den Juckreiz dämpfen oder bei einer vorhandenen Allergie den Auslöser unterdrücken.

Falls Sie Fragen rund um das Thema Hautpflege bei Babys und Kleinkindern haben, können Sie diese auch unserem Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie Prof. Dr. Dietrich Abeck in seinem Forum stellen.

Zuletzt überarbeitet: Juni 2015

   

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