Rund-ums-Baby
Baby
Allergien - Infos für Eltern Entwicklungskalender Eltern Newsletter
Kinderwunsch
Schwangerschaft
Baby u. Kleinkind
Kindergarten
Grundschule
Expertenforen
Gesundheit aktuell
Community / Foren
Tipps aktuell
Suche / biete
Kindergesundheit Ernährung Baby Babypflege Mein Haushalt Finanzen Reisen Vornamen Gewinnspiele Infos &
Entwicklung Kinderernährung Stillen Rezepte Familie Spielen Fotos/Videos Treffpunkte Proben
 
Neurodermitis

 
* Behandlung
"3 Säulen" als zeitgemäßes Management
* 1. Säule:
Basistherapie
* 2. Säule:
Reize meiden
* 3. Säule:
Symptome behandeln
 

Symptome behandeln

Wenn sich trotz konsequenter Basis-Therapie und Meidung individueller Auslöser ein Ekzemschub entwickelt, dann sollte man nicht zögern, mit einer antientzündlichen Behandlung zu beginnen.

Bei richtiger und gezielter Anwendung ist die Angst vor Nebenwirkungen unbegründet. Im Gegenteil: rechtzeitig intensiv und kurz angewandt verhindern sie die allmähliche Zerstörung der Haut durch Kratzen und Superinfektion und vermindern vor allem auch die psychische Belastung der Kinder durch unerträglichen Juckreiz.

Folgende Medikamente gibt es:

redballsmall.gif (129 Byte)

Antibakteriell wirksame Farbstoffe (z.B. Gentianaviolett) und Antiseptica (z.B. Triclosan. Bei heftiger Infektion muss gelegentlich ein Antibiotikum zum Einnehmen zum Einsatz kommen.
 
redballsmall.gif (129 Byte) Kortisonpräparate

Kortisonhaltige Cremes sind mit die wirksamsten Medikamente zur Behandlung der entzündeten Neurodermitis-Haut. Sie hemmen die Bildung und Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen durch das fehlgeleitete Immunsystem und unterbrechen den Teufelskreis von „Jucken - Kratzen - Kratzwunde - Infektion - noch mehr Jucken“

Gezielt unter Überwachung des Arztes angewandt haben die modernen Corticoid-Cremes, die nicht in den Körper aufgenommen werden, praktisch keine organischen Nebenwirkungen. Je nach Alter des Kindes und Körperregion ausgewählt haben sie bei richtiger Anwendung auch an der Haut selbst keine wesentlichen Nebenwirkungen.
 

redballsmall.gif (129 Byte) Immunmodulatoren

Eine wesentliche Bereicherung der Therapie der Neurodermitis sind seit kurzem 2 neue Medikamente: „Pimecrolimus“ (Handelsname Elidel) und „Tacrolimus“ (Handelsname Protopic). Sie bremsen lokal das überschießende Immunsystem und damit die Entzündungskette. Ihr großer Vorteil gegenüber den Corticoiden besteht darin, dass sie auch bei längerer Behandlung über mehrere Monate nicht zu einer unerwünschten Verdünnung der Haut führen. Daher sind gerade empfindliche Hautpartien wie Gesicht, Hals und Hautfalten besonders bei Kindern prädestiniert für die Behandlung mit diesen Medikamenten.

Es ist damit zu rechnen, dass sie demnächst auch die offizielle Zulassung für die Behandlung von Kindern ab 3 Monaten erhalten werden, die es in anderen Ländern bereits gibt. Ein Problem ist der hohe Preis dieser neuen Medikamente, die derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei erfolgloser Behandlung mit allen anderen Möglichkeiten bezahlt werden.
 

redballsmall.gif (129 Byte) Gerbstoffe und pflanzliche Präparate

Aus Eichenrinde oder synthetisch hergestellte Gerbstoffe und pflanzliche Präparate z.B. aus Hamamelis haben eine geringe antientzündliche und juckreizstillende Wirkung. Bei milden Ekzemen können sie vor allem als unterstützenden Maßnahme z.B. in Form von Umschlägen bei akuten nässenden Ekzemen hilfreich sein.
 
 
Tipp: Der fett-feuchte Verband - wertvolle Hilfe bei akuten Schüben

Vor allem bei akuten nässenden Hautveränderungen kann ein fett-feuchter Verband rasch Linderung bringen. Nach Auftragen einer Fett-Pflegecreme wird ein feuchter Verband angelegt. Darüber kommt ein trockener Verband und das Ganze kann so für mehrere Stunden oder sogar über Nacht belassen werden. Ideal sind dafür elastische Trikotschlauchverbände (Coverflex, Tubifast).


 

redballsmall.gif (129 Byte) Juckreizstillende Medikamente zum Einnehmen

Antihistaminika können bei manchen Kindern den Juckreiz dämpfen oder bei einer vorhandenen Allergie den Auslöser unterdrücken.



Falls Sie Fragen rund um das Thema Hautpflege bei Babys und Kleinkindern haben, können Sie diese auch unserem Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie Prof. Dr. Dietrich Abeck in seinem Forum stellen.

Neurodermitis